Deutsch-Französische Partnerschaft 01.02.2022, 16:19 Uhr

Digitalen Zwilling auf europäischer Ebene umsetzen

IDTA und Alliance Industrie du Futur unterzeichnen Memorandum of Understanding (MOU) und ebenen den europäischen Weg zur Digitalisierung

Europäische Partnerschaft für die Umsetzung des Digitalen Zwillings. Foto: PantherMedia/WrightStudio

Europäische Partnerschaft für die Umsetzung des Digitalen Zwillings.

Foto: PantherMedia/WrightStudio

Die französische Alliance Industrie du Futur (AIF) und die Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) haben im Dezember 2021 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Beide Organisationen forcieren den Angaben zufolge Initiativen und Projekte zur Realisierung digitaler Lösungen und innovativer Techniken in der Industrie und verstehen sich als europäische Partner in der Digitalisierung. Vorgesehen sei ein enger Austausch zu konkreten Anwendungsfällen, Trainingsprogramme für Anwender und Etablierung von gemeinsamen Standards. Ein Schwerpunkt liege auf der Durchführung von Projekten, die demonstrieren, wie der Digitale Zwilling zur Nachhaltigkeit in der Industrie beiträgt.

„Transparenz, Standards und echte internationale Zusammenarbeit: Diese Vereinbarung ist ein Musterbeispiel für das Gelingen solcher Kooperationen. Durch die Zusammenarbeit mit der AIF führen wir Know-how, Netzwerke und konkrete Anwendungen in Frankreich und Deutschland zusammen. Das Ziel der IDTA ist die Standardisierung und internationale Verbreitung der Verwaltungsschale und damit des industriellen Digitalen Zwillings. Ich freue mich, dass wir durch diese Partnerschaft die Anwendungen und die Weiterentwicklung dieser neuen Technologie im Bereich Industrie 4.0 fördern können. Ich bin überzeugt, dass unser Austausch und unsere Partnerschaft beiden Industrien Mehrwert, Effizienz und zügige Umsetzung in der Anwendung bieten – und damit große Chancen, den Herausforderungen einer komplexen digitalen Welt schneller zu begegnen, sagt Matthias Bölke, Vorstandsvorsitzender der IDTA.

Matthias Bölke, Vorstandsvorsitzender der IDTA: "Transparenz, Standards und echte internationale Zusammenarbeit: Diese Vereinbarung ist ein Musterbeispiel für das Gelingen solcher Kooperationen."

Foto: IDTA

„Eines unserer Hauptziele besteht darin, mit Hilfe der Asset Administration Shell (AAS) neue Technologien für die Produktion nutzbar zu machen. Wir wollen alle Sektoren, die von Produktionssystemen betroffen sind, zusammenbringen, um die Technologie der AAS zu fördern. Das Instrumentarium wird den digitalen Zwilling unterstützen und den standardisierten Austausch zwischen digitalen Zwillingen vereinfachen. Historisch verknüpft mit der Arbeit an der AAS durch die erste trilaterale Vorstandardisierung zwischen Frankreich, Deutschland und Italien, wird die Unterzeichnung der Absichtserklärung den Beginn einer verstärkten Zusammenarbeit mit neuen Mitgliedern markieren. Ich begrüße diese für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung zwischen AIF und IDTA, die den Informationsaustausch und die Förderung zwischen französischen und deutschen Unternehmen voranbringen wird. Dies gibt uns die Möglichkeit, Anwendungsfälle französischer Hersteller weiterzuentwickeln und die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Frankreich, Deutschland und Italien zu stärken“, sagt Jean-Marie Danjou, Geschäftsführer von AIF.

Wichtiger Schritt für den Erfolg des Digitalen Zwillings

Beide Partner engagieren sich für die intelligenten Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie und die Umsetzung digitaler Technologien in die Marktreife. Der Digitale Zwilling ist dabei eine Querschnittstechnik, die in allen Lebenszyklusphasen Nutzen stiften kann. Konkrete Nutzungspotenziale lassen sich anhand bestehender Anwendungsfälle ableiten. So birgt der Digitale Zwilling Möglichkeiten zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks und der Produktionskosten oder zur Steigerung der Produktqualität und der Maschinenproduktivität. Damit die Techniken breite Anwendung in der Industrie finden, müssen die Daten und der Zugriff standardisiert sein. Die gemeinsame Definition von Projekten zwischen Deutschland und Frankreich ist daher ein wichtiger Schritt für den Erfolg des Digitalen Zwillings auf dem globalen Markt. 

Von IDTA/Udo Schnell

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