Umsatzplus im Jahr 2021 10.03.2022, 13:28 Uhr

Sensorik und Messtechnik wächst stabil auf hohem Niveau

Die Sensorik- und Messtechnikbranche blickt mit einem Umsatzplus von 20 % zufrieden auf 2021 zurück. Auch die Vorbereitungen für die Sensor+Test laufen gut.

Der AMA Verband hat die wirtschaftliche Entwicklung für 2021 gemeldet und  einen Ausblick für  2022 gegeben. Foto: PantherMedia/mauscraft

Der AMA Verband hat die wirtschaftliche Entwicklung für 2021 gemeldet und einen Ausblick für 2022 gegeben.

Foto: PantherMedia/mauscraft

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik e.V. (AMA) hat im Januar 2022 seine Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung des zurückliegenden Geschäftsjahres befragt. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete die Branche insgesamt ein Umsatzplus von 20 %, verglichen zum Vorjahr. Im ersten Quartal habe die Branche ein deutliches Umsatzplus durch Nachholeffekt verzeichnet, die nachfolgenden Quartale wiesen einen stabilen Umsatz auf hohen Niveau aus.

Statistische Umfrage zur konjukturellen Entwicklung der Branche Sensorik und Messtechnik im Jahr 2021 und Ausblick 2022. Grafik: AMA

Die Branche zeigt sich demnach wieder investitionsfreudig. Gingen die Investitionen im Jahr 2020 zurück, investierten die AMA Mitglieder im vergangenen Jahr 12 % mehr und planen für das laufende Jahr die Investitionen um weitere 14 % zu erhöhen. Damit zeige sich die Sensorik und Messtechnik als optimistische Branche in Aufbruchsstimmung. Wie AMA-Geschäftsführer Thomas Simmons ausführte, fand die Umfrage vor der Ukraine-Krise statt – die Entwicklung werde positiv bleiben, werde aber davon natürlich beeinflusst.

Bisher wuchsen die Exportquoten der Branche kontinuierlich an, das änderte sich im vergangen Jahr. Die Exportquote ging um 11 % zurück, insgesamt liege die Sensorik und Messtechnik mit einer Exportquote von 50 % aber im vergleichbaren Durchschnitt der Industrie.

Mitarbeiterzahl steigt, Kurzarbeit geht zurück

Die Kurzarbeit sank bei den AMA Mitgliedsunternehmen von rund 50 % im Vergleichsquartal auf 7 % im 4. Quartal 2021, so der AMA. Stellte die Branche im vergangen Jahr 3 % neue Mitarbeiter ein, plant sie für dieses Jahr weitere Neueinstellung von plus 5 %.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine Mitglieder regelmäßig zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Innovationsintensität, die sehr hoch ist. Grafik: AMA

Der AMA Verband befragte seine Mitglieder nach dem Anteil des Umsatzes, den die Unternehmen in Forschung und Entwicklung investieren. Die großen Unternehmen investierten 12 % und die kleinen und mittelgroßen 10 %. Insgesamt investierte die Branche rund 11 % des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, führt der Verband aus. Das sei eine vergleichbar hohe Innovationsintensität, wie sie die Elektronikindustrie erreicht. Diese hat die höchste in Deutschland, laut der aktuellen Studie des ZEW (Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH).

Dr. C. Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik: „Die Umsätze stabilisieren sich auf hohem Niveau, die Branche investiert in Forschung und Entwicklung und stellt neue Mitarbeiter ein. Das verdeutlicht die optimistische Aufbruchsstimmung unserer Branche für das laufende Geschäftsjahr.“

Foto: AMA/Eva Oertwig

„War das Jahr 2020 pandemiebedingt eine Herausforderung für unsere Mitglieder, konnten diese im vergangen Jahr deutlich aufholen und Nachholeffekte für sich nutzen“, sagt Thomas Simmons, Geschäftsführer AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die Umsätze stabilisieren sich auf hohem Niveau, die Branche investiert in Forschung und Entwicklung und stellt neue Mitarbeiter ein. Das verdeutlicht die optimistische Aufbruchsstimmung unserer Branche für das laufende Geschäftsjahr.“

Sensor+Test live in Nürnberg

Die Vorbereitungen für die Sensor+Test vom 10. bis 12. Mai 2022 laufen auf Hochtouren. „Wir werden im Mai unsere Aussteller und Besucher nach drei Jahren Zwangspause endlich wieder in den Messehallen begrüßen können,“ freut sich Holger Bödeker, Geschäftsführer der AMA Service GmbH. „Nach aktuellem Stand erwarten wir in diesem Jahr mehr als 300 Aussteller in den Hallen 1 und 2 des Nürnberger Messegeländes. Damit kommen wir selbstverständlich nicht an die Zahlen der Messe 2019 und vor Corona heran, vor dem Hintergrund weltweiter Unsicherheiten und wirtschaftlicher Probleme ist das jedoch ein respektabler Stand und zeigt, dass die Sensor+Test auch nach der Pandemie nichts an Attraktivität verloren hat. Denn gerade für unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen ist die Rückkehr zur Präsenzmesse in diesem Jahr wichtiger denn je, um die Kontakte zu aktiven und potenziellen Kunden zu stärken und auszubauen.“

Volles Rahmenprogramm erwartet

Das umfangreiche Rahmenprogramm, das die Sensor+Test bereits seit vielen Jahren auszeichne, werde auch 2022 wieder durch ein hochkarätiges Vortragsforum begleitet. Dazu Bödeker: „Die Qualität ist durch die fachliche Prüfung der Einreichungen weiter sehr hoch, wovon vor allem die Besucher der Messe profitieren.“ So dürfen sich Interessierte bereits jetzt auf ein hochattraktives Programm freuen. Abgerundet werde das Ganze vom Career-Center, in dem Ingenieure sowie Studenten der technischen Fachrichtungen Tipps zu Bewerbung und Karriere von Personalprofis erhalten.

Sonderthema „Sensorik und Messtechnik für die Digitale Welt“

Die digitale Welt gibt uns, wie der Messeveranstalter ausführt, vielfältige Möglichkeiten, die Vorgänge der realen Welt besser analysieren und verstehen zu können. Damit die digitalen Systeme jedoch präzise Ergebnisse hervorbringen können, benötigen sie möglichst umfassende und exakte Informationen über die realen Bedingungen. Sensoren und Messsysteme stellen diese Verbindung zwischen der digitalen und der realen, analogen Welt sicher und sind damit die Schlüsseltechniken für das Funktionieren digitaler Prozesse jeder Art.

Das Sonderthema der Sensor+Test 2022 biete Anbietern und Nutzern Raum zum Innovationsdialog über neue Konzepte, Produkte und Lösungen für wichtige Anwendungsbereiche: Von menschlichen Vitaldaten über Messgrößen unserer Umwelt bis hin zu der immensen Vielfalt an Daten aus industriellen und technischen Prozessen. Unternehmen und Institute mit spezieller Expertise in der Digitalisierung können sich mit einem Komplettpaket auf dem hervorgehobenen Sonderforum „Sensorik und Messtechnik für die Digitale Welt“ präsentieren.

Gemeinschaftsstände stark besetzt

Rege Nachfrage herrscht den Angaben zufolge auch nach der staatlich geförderten Beteiligung am Gemeinschaftsstand „Innovation Made in Germany“ für junge innovative Unternehmen, die hier ihre Neuentwicklungen zeigen. Dieser wird 2022 zum fünfzehnten Mal durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert und ist bereits komplett belegt. Weitere Gemeinschaftsstände werden von Forschungsgemeinschaften, beispielsweise Bayern Innovativ, der Fraunhofer-Gesellschaft oder der Strategischen Partnerschaft Sensorik, organisiert.

Zwei etablierte Kongresse

Sensoren und Sensorsysteme für das Internet der Dinge stehen unter anderem auch im Fokus der 21. ITG/GMA-Fachtagung Sensoren und Messsysteme, die turnusgemäß am 10. und 11. Mai 2022 von der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) in Zusammenarbeit mit der VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) veranstaltet wird. Gleichermaßen soll die Tagung auch über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Messsysteme, deren Analyse und Beschreibung sowie der systembezogenen (Multi-)Sensorik berichten.

Die ettc2022 European Test and Telemetry Conference (10.-12. Mai 2022) in Halle 2 ist den Angaben zufolge die wichtigste internationale Plattform für Telemetrie, Telecontrol, Test-Instrumentierung und Datenverarbeitung. Sie findet bereits zum fünften Mal parallel zur Sensor+Test statt. Besucher und Teilnehmer werden erleben, welche wichtige Rolle Telemetrie-Technologien für Anwendungen zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt, Automotive-Industrie und Biomedizin in aktuellen industriellen Entwicklungen wie IoT, Big Data, Wireless oder UAV (Drohnen) spielen.

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Von AMA/Udo Schnell

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