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Sensorik 05.05.2026, 18:00 Uhr

Bausteine für die Lagersicherheit: Was moderne Sensorik leistet

Sicherheitslösungen für den Schutz für Personen, bei gleichzeitiger Gewährleistung reibungsloser Prozesse in der stationären und mobilen Fördertechnik.

Intelligente Sicherheitslösungen von Sick

Intelligente Sicherheitslösungen von Sick dienen der Schutz von Personen, der Absicherung von Maschinenzugängen und der Gewährleistung reibungsloser Materialtransporte durch stationäre und mobile Fördertechnik. Bild: Sick

Foto: Sick

Automatisierte Prozesse in Waren- und Hochregallagern steigern die Produktivität in der Intralogistik. Wie Sick, ein Anbieter von sensorbasierten Lösungen für die Automatisierung, ausführt, stellen Risiken im Bereich der Arbeitssicherheit, ergonomische Belastungen und hoher Arbeitsdruck nicht nur Gefahren für Mitarbeitende oder Servicepersonal dar, sondern können auch den effizienten Ablauf in der Intralogistik beeinträchtigen. Um bestmögliche Personensicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig Ausfallzeiten zu minimieren, benötigen Logistikunternehmen maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte, führt das Unternehmen aus.

Intelligente Sicherheitslösungen dienen, so das Unternehmen weiter, dem Schutz von Personen, der Absicherung von Maschinenzugängen und gewährleisten den reibungslosen Materialtransport durch stationäre und mobile Fördertechnik. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig Sicherheitslichtgitter und Sicherheitslichtvorhänge mit Muting-Funktion, sichere 2D- und 3D-Scanner für stationäre und mobile Aufgabenstellungen oder sicherheitszertifizierte Steuerungen, oftmals integriert in besondere Einsatzumfelder, beispielsweise Kühlhäuser oder Tiefkühllager.

Zuverlässige Zugangsabsicherung bei automatisierten Materialtransporten

Sicherheitslösungen des Unternehmens mit Muting-Funktion ermöglichen eine zuverlässige Zugangsabsicherung bei automatisierten Materialtransporten. Sie unterscheiden sicher zwischen Mensch und Material und sorgen für hohen Personenschutz bei gleichzeitig reibungslosem Materialfluss. Dafür sind laut Sick sowohl die Sicherheitslichtschranke Detem (Eigenschreibweise: deTem) als auch der intelligente Sicherheitslichtvorhang Detec (Eigenschreibweise: deTec) geeignet.

Beide eignen sich zum Absichern von Gefahrstellen und Zugängen sowie zur Mensch-Material-Unterscheidung im automatisierten Materialfluss. Beide vereinfachen auf Basis moderner Techniken wie NFC und IO-Link auch die Diagnose. Zudem liefern sie umfassende Daten zur Automatisierung nachgelagerter Prozesse. Ihre flexiblen Anschlusskonzepte sorgen für geringen Verkabelungs-, Installations- und Konfigurationsaufwand, führt Sick aus. 

Sichere Umgebungserfassung in mobilen Outdooranwendungen

Für die Außenbereiche sind andere Lösungen erforderlich. Speziell dafür ist laut Sick der Multiscan 100-S konzipiert worden (Eigenschreibweise: multiScan). Dieser Sicherheitslaserscanner mit Performance Level b nach ISO 13849 ist mit einem 3D-Lidar-Sensor ausgestattet, der den Angaben zufolge über ein großes dreidimensionales Sichtfeld verfügt – die integrierte Schutzfeldauswertung ermöglicht es, Kollisionen zwischen mobilen Maschinen und Personen oder Objekten zu vermeiden.

Aufgrund des robusten Gehäuses, intelligenter Filteralgorithmen und der sicheren Multi-Echo-Technik, biete der Sicherheitslaserscanner auch bei herausfordernden Umgebungsbedingungen wie Regen, Staub oder Fremdlicht eine hohe Zuverlässigkeit.

Fahrzeuge und mobile Roboter sicher betreiben

Mit der Sicherheitssteuerung Flexi Mobile im Aluminiumgehäuse in IP66, IP67 und IP69K können Hersteller und Integratoren von AGVs, AMRs und mobilen Robotern höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen. Denn TÜV-zertifizierte Funktionsbausteine sorgen laut Sick bereits im Engineering für eine hohe Wirtschaftlichkeit – zumal die verschiedenen Safety-Komponenten an Bord der Fahrzeuge auf einfache und sichere Weise auf Basis von Industrial Ethernet vernetzt werden können.

Die speziell für mobile Roboter entwickelten und zertifizierten Funktionsbausteine der Flexi Mobile – unter anderem Differential Drive Modul – reduzieren eine Entwicklungszeit und ermöglichen dadurch eine zügigere CE-Zertifizierung. Die zertifizierten Funktionsbausteine vereinfachen die Programmierung und die Inbetriebnahme durch die intuitive Software Safety Designer des Unternehmens.

Sicherheit für Kühlhäuser und Tiefkühllager

Mehr Single-Haushalte, weniger Zeit zum Kochen, Urbanisierung, steigende Erwerbstätigkeit – die Nachfrage nach Convenience Food, also verzehrfertigen oder teilzubereiteten Lebensmitteln – wächst. Dadurch steigt, wie Sick ausführt, der Bedarf an Kühlhäusern, Tiefkühllagern und Distributionszentren mit temperaturgeführten Lagerbereichen. Der E-Commerce verstärke den Effekt, beispielsweise durch mehr regionale Kühl-Hubs oder kleinere, dezentrale Lager.

Um die größeren Lagermengen an Kühl- und Tiefkühlprodukten zu bewältigen, werden bestehende Kühl-Immobilien modernisiert oder neue gebaut. In beiden Fällen gelte es, steigende Anforderungen an die Automatisierung und die Arbeits- und Prozesssicherheit zu beherrschen.

Mit seinem Sensorportfolio Cold Store bietet das Unternehmen nach eigenen Angaben umfangreiche Automatisierungslösungen für Kaltbereiche sowie Sicherheitsexpertise für den Personen- und Anlagenschutz in Kühlhäusern und Tiefkühllagern an. Mit bewährten Zusatzmaßnahmen wie Spezialgehäusen, integrierten Heizungen oder hohen Schutzarten bis IP67 können die Sensoren unter härtesten Bedingungen eingesetzt werden – selbst bei arktischen Temperaturen bis –30 °C.

(Quelle: Sick AG)