82 % fordern: Deutschland soll bei humanoiden Robotern China folgen
KI und Robotik sind die zentralen Treiber für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen der Industrie. Das ist eines der Ergebnisse des Automatica Trendindex 2026.
82% der Befragten bewerten humanoide Roboter als Innovationstreiber der Zukunft. Dies ist ein Ergebnis des Automatica Trendindex 2026 (Archivbild Automatica 2025). Bild: Messe München GmbH
Foto: Messe München GmbH
Die große Mehrheit der Industrie-Entscheider in Deutschland bewertet humanoide Roboter als Innovationstreiber für die Automation der Zukunft. 82 % der Befragten sind der Meinung, dass Deutschland humanoide Roboter nach chinesischem Vorbild verstärkt entwickeln und fördern sollte. Dies ist das Ergebnis des Automatica Trendindex 2026 (Eigenschreibweise: automatica).
Inhaltsverzeichnis
Basis: Befragung von 100 Fach- und Führungskräften aus Robotik und Automation
Wie die Messe München, Veranstalter der Messe, mitteilt, wurden für die Erhebung im Auftrag der Automatica insgesamt 100 Fach- und Führungskräfte in Deutschland befragt, die in ihren Unternehmen über den Einsatz von Robotik und Automation entscheiden.

China setzt konsequent nationale Robotik-Strategie um
„China setzt seit Jahren sehr konsequent auf eine nationale Robotik-Strategie, um die Chancen moderner Automation systematisch zu nutzen“, sagt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Robotik + Automation. „Der jüngst von Peking vorgestellte Fünfjahresplan stellt intelligente Robotik jetzt ins Zentrum der Entwicklungsziele. Mit den Humanoiden Robotern wird dabei ein neues Kapitel aufgeschlagen: Ziel ist es, eine ‚embodied intelligence‘ zu entwickeln, bei der KI-Software mit physischer Robotik vernetzt wird. Geplant sind ganz neue praktische Anwendungen von KI für die Automation in Industrie und Wirtschaft.“

Ohne Robotik und Automation verliert Deutschland Wettbewerbsfähigkeit
Auch in Deutschland gilt intelligente Robotik als zentrales Innovationsfeld: 78 % der Befragten sind überzeugt, dass der Einsatz von KI in Robotik und Automation für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie unverzichtbar ist. Laut Automatica Trendindex sind humanoide Roboter bereits eine wichtige Ergänzung in der industriellen Fertigung (85 %). Und das obwohl sie sich für 68 % der Befragten noch überwiegend in Pilotprojekten ohne breit etabliertes Einsatzgebiet befinden.
„Sicherlich ist Humanoide Robotik ein besonders eingängiges Beispiel für Physical AI, denn hier interagiert KI in menschenähnlicher Gestalt mit der realen Welt.“
Anja Schneider, Exhibition Director der Automatica.
„Schon jetzt können wir sagen, dass Physical AI und humanoide Robotik die Top-Themen auf der Automatica 2027 sein werden.“
Automation der Zukunft: Voraussetzungen in Deutschland sind gegeben
Humanoide Plattformen stehen exemplarisch für die Automation der Zukunft, bei der Kompetenzen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenkommen: Das Know-how des klassischen Maschinenbaus verbindet sich mit moderner Steuerungstechnik, Sensorik und KI-basierter Softwareentwicklung. Für sogenannte physische KI sind dabei realistische Fertigungsdaten entscheidend, die über Sensoren erfasst und verarbeitet werden. Deutschland verfügt mit seinen hochentwickelten Produktionsstandorten über hervorragende Voraussetzungen. Mit 449 installierten Industrie-Robotern pro 10.000 Beschäftigte weist Deutschland eine der höchsten Roboterdichten weltweit auf und liegt laut International Federation of Robotics (IFR) hinter Südkorea und Singapur auf Rang drei.
(Quelle: Messe München GmbH)




