Neue DB-Flotte für bessere Luft 01.04.2020, 09:34 Uhr

Hybridlokomotive für bessere CO2-Bilanz

Eine Kombination aus Litiumionenakku und Dieselmotor macht es möglich - weniger Kraftstoffverbrauch bei der Deutschen Bahn und damit ein Beitrag zur Luftreinhaltung. Die neue Technologie wurde bereits in der Automobilbranche eingesetzt, um kraftstoffsparende PKW herzustellen. Nun zieht auch der die Deutsche Bahn nach. Somit wird nach erfolgreicher Machbarkeitsstudie der Schienengüterverkehr noch umweltfreundlicher.

Rendering der Toshiba Hybridlokomotive. Foto: DB AG/Toshiba

Rendering der Toshiba Hybridlokomotive.

Foto: DB AG/Toshiba

Ab 2021 startet DB Cargo die nachhaltige Erneuerung der Rangierlok-Flotte in Rostock im Bahnbetriebswerk Kavelstorf. Das schafft auch neue und moderne Arbeitsplätze im Rostocker Instandhaltungswerk der DB Cargo. Damit würde der Technologie- und Innovationsstandort Rostock gestärkt, erklärte Oberbürgermeister Ruhe Madson, nachdem Rostock den Zuschlag des japanischen Technologiekonzerns bekommen hatte.  100 Fahrzeuge insgesamt sollen eingesetzt werden, die ersten 50 Fahrzeuge ordert DBCargo, weiter 50 Loks mietet die Güterbahn an.

Wachstumsstrategie „starke Schiene“

Die neuen Hybrydloks sind Teil der Strategie „starke Schiene“ und damit der Wachstumsstrategie im Schienengüterverkehr. DB-Konzernvorstand für Güterverkehr und DB Cargo, Dr. Sigrid Nikutta, teilte mit, dass durch diese Maßnahme 30 % Energie und eine Million Liter Diesel pro Jahr eingespart werden. Damit könne die Arbeit in den Rangierbahnhöfen künftig ressourceneffizienter erledigt werden. Die Fahrzeuge mit neuer Technik seien zudem leichter zu handhaben.

Kooperation mit China

Die Zukunftstechnologie setzt damit neue Maßstäbe unter anderem in der Kooperation mit dem chinesischen Markt. Takayuki Konno, Corporate Senior Vice President der Toshiba Corporation und President/CEO der Toshiba Infrastructure Systems & Solutions Corporation ist sehr stolz darauf, mit seiner  Firma die erste europäische Rangierlokomotive für die DB Cargo zu entwickeln. Das SCiB™ Lithium-Ionen-Batteriesystem1) der Toshiba HDB 800 ist TÜV Rheinland zertifiziert und die Lok enthält noch weitere moderne Features. Das Batteriesystem (u.a. bestehend aus den SCiB™ Batteriemodulen TypeS-20 und SSU) erfüllt die qualitativen und quantitativen Sicherheitsanforderungen gemäß EN 50129 für SIL4 Anwendungen (höchstes in EN 50129 definierte Sicherheitsintegritätslevel) basierend auf einer Bewertung gemäß EN 50126 und EN 50129.2) Die Lokomotive vereint damit europäische und japanische Standards. Herr Konno freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Deutschen Unternehmen.

CO2-Einsparung und niedrige Wartungskosten

Auch der Staatsekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Stefan Rudolph, sieht in der Entscheidung für Rostock  ein Bekenntnis des Innovationsstandorts Mecklenburg-Vorpommern. Langfristige Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in Forschung und Entwicklung fördere weiterhin auch den Wohlstand für unsere Bürgerinnen und Bürger. Die Symbiose von DB Cargo und Toshiba bedeutet mehr gute und mehr nachhaltige Arbeit im Land und ist als ein würdiger Verhandlungserfolg zu sehen. Durch den deutlich geringeren Dieselverbrauch der Hybridfahrzeuge und die damit verbundenen CO2 Einsparungen können in ganz Deutschland auch zur Luftreinhaltung beigetragen werden. Dazu kommen niedrigere Wartungskosten und eine höhere Verfügbarkeit der Flottenfahrzeuge, was für bessere Qualität und Zufriedenheit beim Kunden sorgt. Noch erhöht wird der Anteil der erneuerbaren Energien durch die Möglichkeit, die Batteriemodule von Beginn extern aufzuladen.

1) SCiB™ ist eine Marke der Toshiba Corporation, die in Japan und anderen Ländern registriert ist.

2) Quelle: Zertifikat „Funktionale Sicherheit“ des TÜV Rheinland Rail Certification B.V. (TRRC/CB 18/471, 02/08/2018), www.tuv.com, ID: 0000064266

Von Annika Hilse

Top Stellenangebote

Bauhaus-Universität Weimar-Firmenlogo
Bauhaus-Universität Weimar Leiter (m/w/d) Sachgebiet Liegenschaftsverwaltung Weimar
Freie Universität Berlin-Firmenlogo
Freie Universität Berlin Technische/-r Beschäftigte/-r (m/w/d) Berlin
Technische Universität Braunschweig-Firmenlogo
Technische Universität Braunschweig Universitätsprofessur (W3) Intermodale Transport- und Logistiksysteme (m/w/d) Braunschweig
Hochschule für angewandte Wissenschaften München-Firmenlogo
Hochschule für angewandte Wissenschaften München W2-Professur für Fertigungstechnik und Produktionsprozesse (m/w/d) München
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung-Firmenlogo
Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung Ingenieur für Messtechnik und Datenerfassung (w/m/d) Potsdam
Fachhochschule Bielefeld-Firmenlogo
Fachhochschule Bielefeld W2-Professur Lehrgebiet Projektmanagement; insbesondere Kostenermittlung und Controlling Minden
Ernst-Abbe-Hochschule Jena-Firmenlogo
Ernst-Abbe-Hochschule Jena Professur Virtuelle Produktentwicklung (W2) Jena
FH Aachen-Firmenlogo
FH Aachen Professur Technische Mechanik und Simulation Aachen
KfW Bankengruppe-Firmenlogo
KfW Bankengruppe Bau- oder Umweltingenieur/in als Technischer Sachverständiger (w/m/d) Frankfurt am Main
Kreis Offenbach-Firmenlogo
Kreis Offenbach Technische Sachbearbeitung in der Unteren Wasser- und Bodenschutzbehörde (w-m-d) Dietzenbach
Zur Jobbörse