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DGNB Jahreskongress 2026 12.02.2026, 10:00 Uhr

Nachhaltiges Bauen im digitalen Fokus

Vom 3. bis 5. März 2026 lädt die DGNB e.V. wieder zum digitalen Jahreskongress ein – erstmals über drei Tage. Themenschwerpunkte sind Klimaschutz, nachhaltige Bauweisen, Suffizienz, Sustainable Finance und internationale Perspektiven. Die Teilnahme ist kostenlos und bietet Fachleuten aus Architektur, Bauwesen und Kommunalverwaltung praxisnahe Impulse sowie internationale Einblicke.

Der digitale DGNB Jahreskongress 2026 wird live aus der DGNB Geschäftsstelle übertragen.

Der digitale DGNB Jahreskongress 2026 wird live aus der DGNB Geschäftsstelle übertragen.

Foto: DGNB

Der DGNB Jahreskongress bietet an drei Tagen einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen. Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis diskutieren globale Trends, nationale Strategien und konkrete kommunale Umsetzungen. Im Fokus stehen dabei Klimaschutz, Sustainable Finance, Suffizienz in der Architektur sowie internationale Perspektiven auf nachhaltige Bauweisen und Zertifizierungssysteme.

Tag 1: Klimaschutz auf globaler, nationaler und kommunaler Ebene

Am 3. März liegt der Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB, hebt hervor, dass der Kongress mit rund 2 000 Teilnehmenden pro Jahr als zentrale Plattform für nachhaltiges Bauen etabliert ist. Der Vormittag beleuchtet globale Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Europa und Deutschland, unter anderem mit Beiträgen von Barbara Metz (Deutsche Umwelthilfe), Oliver Rapf (Buildings Performance Institute Europe) und Prof. Dr. Martin Pehnt (ifeu Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg).
Am Nachmittag wird die Umsetzung von nachhaltigem Bauen auf kommunaler Ebene diskutiert. Mit dabei sind Gabriele Pfründer (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein), der erste Bürgermeister von Heidelberg Jürgen Odszuck und Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur). Abgeschlossen wird der Tag mit einer Gesprächsrunde zur neuen DGNB System-Version 2023.2 unter dem Titel: „Maximaler Impact bei minimalem Aufwand: Wie viel Vereinfachung verträgt das Zertifizieren?“.

Tag 2: Sustainable Finance, Architektur und Suffizienz

Der zweite Kongresstag behandelt Sustainable Finance und klimaangepasste Bauweisen weltweit. Vertreter von Banken diskutieren die Rolle der Finanzbranche bei der Transformation des Bauwesens. Mitglied des DGNB Präsidiums wie Jens Böhnlein (Siemens Healthineers), Thomas Kraubitz (Buro Happold) und Nicole Wallner (Ten Brinke) beleuchten die wirtschaftlichen Aspekte.
Nachmittags werden praxisnahe Projekte vorgestellt, darunter die Mehrzweckhalle Ingerkingen, ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur. Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB Präsident, thematisiert in einem weiteren Themenraum, wie Suffizienz als Leitlinie in der Architektur wirken kann. Den Abschluss bildet eine globale Perspektive mit Rosie Paul (Masons Ink) und Illya Azaroff (Präsident American Institute of Architects) zur Initiative SHIFT, die nachhaltige Baupraktiken aus dem globalen Süden beleuchtet.

Tag 3: Internationaler Tag – Nachhaltiges Bauen weltweit

Neu im Programm ist der internationale Tag am 5. März, der ausschließlich internationale Themen rund um nachhaltiges Bauen und Zertifizierung behandelt. Teilnehmende erhalten Einblicke in Märkte ausgewählter DGNB Systempartner und hören von Pionieren der internationalen Nachhaltigkeitszertifizierung. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die EU-Taxonomie und Wissensvermittlung im internationalen Kontext. Dr. Christine Lemaitre betont: „Der Tag dient dem Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer über nationale Grenzen hinweg und soll motivieren, das ambitionierte nachhaltige Bauen länderübergreifend weiter zu fördern.“

Teilnahme und Weiterbildung

Die Teilnahme am DGNB Jahreskongress ist kostenlos und erfolgt über die digitale Plattform der DGNB. Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung anerkannt; für Nordrhein-Westfalen wurde die Anerkennung beantragt. Wer das Programm am 3. und 4. März vollständig verfolgt, erhält acht Fortbildungsstunden inklusive Teilnahmebestätigung.