Die Leipziger Energiebörse European Energy Exchange (EEX) will mehr Transparenz in den europaweiten Handel mit Herkunftsnachweisen für Wasser- und Windkraft bringen. Doch die bloße Umetikettierung von Graustrom bleibt bei näherer Betrachtung unglaubwürdig. Sie bringt keinen echten Fortschritt für die Marktintegration von Ökostrom, der in Deutschland physisch erzeugt wird und über Netzengpässe transportiert werden muss.
BASF sichert sich durch einen milliardenschweren Deal mit dem russischen Energieriesen Gazprom Zugriff auf Erdgasvorkommen in Sibirien. Der weltgrößte Chemiekonzern aus Ludwigshafen erhält Anteile an zwei Förderquellen, die beide Unternehmen gemeinsam ausbeuten werden.
Beim DVGW, dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches, sollen Informationen der Gasfernleitungs-Netzbetreiber gebündelt werden und dabei helfen, Versorgungsengpässe wie im letzten Februar zu vermeiden. Dazu beitragen könnten auch bessere Kommunikation zwischen den Netzbetrei-bern, Netzausbau und Geldanreize für regionale Gasspeicher.
Der weltweite Erdgasmarkt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Das jahrzehntelang bewährte System von Langfristverträgen mit Ölpreisbindung beschert deutschen Importeuren nun teilweise hohe Verluste. Ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken nun die schwierigen Verhandlungen mit dem russischen Produzenten Gazprom, während das Tauziehen mit anderen Lieferanten im Hintergrund bleibt.
Die Ferngasgesellschaft VNG Verbundnetz Gas und ihr russischer Partner Gazprom haben im Untergrundspeicher Bernburg in Sachsen-Anhalt eine neue Einspeiseanlage in Betrieb genommen. Die Technik dafür wurde in Russland entwickelt und nun an die deutschen Standards angepasst.
Die Leipziger Solarion AG arbeitet an flexiblen Solarmodulen, die auf Dächern ausgerollt und einfach verklebt werden können. In seiner ersten Fabrik wird das Unternehmen seine Solarfolien allerdings noch zu starren Standardmodulen verarbeiten.
In Zörbig und Schwedt nutzt der Bioethanolproduzent Verbio die Reststoffe der Herstellung, um Biomethan in Erdgasqualität zu produzieren. Damit gewinnt das Unternehmen neue, hochwertige Produkte und verbessert seine Treibhausbilanz.
Mit Marktkopplungen versuchen Strombörsen und Netzbetreiber, bestehende Engpässe bei der grenzüberschreitenden Stromübertragung in Europa besser zu bewirtschaften. Das Ziel ist eine koordinierte Strompreisermittlung von Finnland bis Portugal. VDI nachrichten, Essen, 19. 2. 10, swe