Der Aufwand für weltweiten Transport und Logistik könnte bei steigenden Energiekosten schon bald aus dem Ruder laufen. Aber: Kleine, städtische Fertigungseinheiten werden künftig große Produktionsstätten für den Weltmarkt ergänzen, prognostiziert Eberhard Abele. Die Vorteile einer „urbanen Wertschöpfung“ liegen klar auf der Hand, wie der Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) an der TU Darmstadt ausführt.
Künftig wird der Automobilbauer Daimler, Stuttgart, die CAD-Software NX von Siemens anstelle des über viele Jahre verwendeten Systems Catia von Dassault Systèmes einsetzen. Ab Sommer 2012 sollen weltweit über 20 Entwicklungszentren sowie die Zusammenarbeit mit den wichtigsten Zulieferfirmen umgestellt werden.
Seit Herbst 2009 sind in den BMW-Werken Leipzig und Regensburg Servo-Pressenlinien zur Verarbeitung höher- und hochfester Stähle im Einsatz. In den Anlagen von Schuler, Göppingen, steckt auch Know-how aus den neuen Bundesländern. Viele Komponenten für die sechsstufigen Anlagen wurden bei Umformtechnik Erfurt gefertigt – das Unternehmen ist heute ein wichtiges Standbein des Schuler-Konzerns.
Montage im teuren Deutschland lohnt sich. Aber nur dann, wenn die Fertigungstechnik auf dem neuesten Stand und bis zur Software modular ausgerichtet ist. Die Ausrüstung steht bereit und lässt sich auf der Montagemesse Motek vom 23. bis 26. September in Sinsheim begutachten.