Biosprit statt Öl? Warum der Plan nicht aufgehen kann
Die EU setzt auf neue Biosprit-Pflanzen für Straßenverkehr und Luftfahrt. Eine neue Studie zeigt, warum der Plan zum Scheitern verurteilt ist.
Camelina, Carinata, Crambe, Rizinus: Ölpflanzen, die in der bisherigen Debatte kaum eine Rolle gespielt haben, sollen Europa beim Übergang weg vom fossilen Sprit helfen. Denn solange die Elektrifizierung des Verkehrs nur langsam vorangeht, setzt die EU auf Biokraftstoffe für Flugzeuge, Schiffe und Pkw bzw. Lkw.
Um den sehr großen Bedarf zu decken, hat die EU im Jahr 2024 zwei neue Rohstoffkategorien für Biokraftstoffe zugelassen, die eine Alternative zu
- Pflanzen, die zwischen Hauptkulturen wachsen (sogenannte „Zwischenfrüchte“)
- Pflanzen von „stark degradierten Flächen“ wie versalzten oder erodierten Böden.
Die biologischen Ölquellen gelten als ökologisch unbedenklich, weil für ihren Anbau kein Wald gerodet werden muss und sie nicht mit Flächen für Lebensmitteln konkurrieren. Doch eine Studie des Beratungsunternehmens Cerulogy zeigt nun, dass beide Kategorien weniger liefern als die EU-Pläne unterstellen. Zudem ist selbst das, was sie liefern, klimapolitisch nicht ohne Risiko. In Deutschland kommuniziert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Studie seit dem 4. Mai in scharfen Tönen. Zu recht?
Inhaltsverzeichnis




