Arbeitsmarkt 16.02.2001, 17:28 Uhr

Spitzeneinkommen nur mit Personalverantwortung

Leistung lohnt sich, beeinflusst die jährlichen Einkommen über variable Anteile immer stärker. Doch der große Gehaltssprung gelingt erst über die Personalverantwortung und hier über die Zahl der Mitarbeiter. In der gleichen Position können die Einkommen so um 50 % höher liegen.

Die Frage nach der Vergütung von Ingenieuren im Bereich Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau ist ein immer wieder aktuelles Thema, weil die Einkommen von den Inhalten der entsprechenden Tätigkeit und den Marktbedingungen beeinflusst werden. Und diese sind ständig Veränderungen unterworfen. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig auf aktuelle Marktdaten zurückgreifen zu können. Studien, wie sie zum Beispiel von Kienbaum, Gummersbach, bereitgestellt werden, können eine gute Orientierung hinsichtlich jener Faktoren sein, die ein Gehalt beeinflussen.
Entscheidend sind nach wie vor die Position, die Größe des Unternehmens und der Umfang der Personalverantwortung. An Bedeutung gewinnen in letzter Zeit zusätzlich leistungsabhängige Vergütungssysteme. Die ausgewogene Bewertung all dieser Faktoren führt dann zu einer angemessenen Vergütung des entsprechenden Mitarbeiters.
Eine der wichtigsten Kriterien für die Höhe der Vergütung ist zunächst einmal die Position in der Unternehmenshierarchie. Sie drückt neben dem Maß an Kompetenz und Verantwortung auch die Wertigkeit eines Mitarbeiters im Unternehmen aus. So liegen die Einstiegsgehälter für angehende Ingenieure mit dem Diplom einer Technischen Hochschule etwa bei jährlich 78 000 DM, Absolventen einer Fachhochschule können von 74 000 DM ausgehen. Später, als Projektleiter zum Beispiel im F+E-Bereich eines Maschinenbauunternehmens, steigt das Jahreseinkommen auf ca. 132 000 DM. Führungskräfte im Bereich Maschinenbau verdienen schließlich auf der ersten Ebene bis zu 196 000 DM jährlich. Diese Führungskräfte berichten direkt an die Geschäftsleitung.
Neben der Einordnung in die Hierarchie eines Unternehmens bestimmt vor allem der Verantwortungsumfang eines Mitarbeiters die Höhe des Gehaltes. Das Maß der Verantwortung drückt sich in der Zahl der unterstellten Mitarbeiter aus und ist damit vor allem im Führungsbereich direkt an die Größe des Unternehmens gebunden. Ein Leiter im Bereich Produktion/Fertigung bezieht bei einer Personalverantwortung für zehn bis 25 Mitarbeitern ca. 156 000 DM (erste Berichtsebene) bzw. 149 000 DM (zweite Berichtsebene) jährlich. Eine Personalverantwortung für 250 bis 500 Mitarbeiter führt zu einem spürbaren Gehaltssprung auf durchschnittlich 200 000 DM (erste Berichtsebene).
Genauso deutlich ist der Gehaltsunterschied im Vergleich unterschiedlich große Firmen. Der Werksleiter eines Unternehmens mit 100 bis 250 Mitarbeitern bezieht ein Jahresgehalt von 159 000 DM, sein Kollege in derselben Position, aber einer Verantwortung für 1000 bis 2000 Mitarbeitern, kann mit 245 000 DM rechnen.Für alle Positionen aber gilt: Variable Vergütungsanteile in Form von Boni, Tantiemen u.ä. sind immer häufiger Bestandteil des Einkommens. Dies trifft mittlerweile auf knapp 80 % aller Führungskräfte zu. In den Unternehmen des Maschinenbaus erreicht der Anteil der variablen Bestandteile bis zu 16 % der Gesamtvergütung.
Insgesamt konnten Ingenieure im Führungsbereich mit einer Erfolgsbeteiligung deutlich höhere Gehälter beziehen (im jährlichen Durchschnitt 216 000 DM) als ihre Kollegen, die keinen Anspruch auf eine variable Vergütung haben (156 000 DM). Dass die Erfolgsbeteiligung in den meisten Unternehmen eine echte Zusatzvergütung darstellt und nicht etwa Kompensation eines ansonsten zu niedrigen Grundgehaltes ist, erkennt man daran, dass auch die Grundgehälter der Tantiemeberechtigten im Durchschnitt höher liegen.
Moderne Vergütungssysteme streben eine Fix-Variabel-Relation von 80 zu 20 an. Durch die Verknüpfung der variablen Komponente mit den Unternehmens- und Bereichszielen wird die Vergütung zu einem die Effizienz steigernden Motivations- und Steuerungsinstrument. MARCUS WEIAND

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