Karriere 22.03.2002, 17:33 Uhr

Bei Bewerbung alte Firma nicht schlecht machen

Können drei Jahre nach Studienende schon Führungsansprüche geltend gemacht werden? Sollten in einer Bewerbung Unstimmigkeiten mit dem alten Arbeitgeber geschönt dargestellt werden? Diese und weitere Fragen beantworteten die Experten des Karrieretelefons.

Ebenfalls nicht zufrieden mit seinem aktuellen Arbeitgeber war ein anderer junger Ingenieur. Er wollte nach nur 13 Monaten wechseln. Der Expertenrat: „Dieser Wechsel sollte auf keinen Fall ohne große Not erfolgen.“ Immerhin könne nicht ausgeschlossen werden, dass bei dem zweiten Arbeitgeber in den augenblicklich turbulenten Zeiten das Beschäftigungsverhältnis in der Probezeit schon wieder aufgelöst würde. „Drei Jahre ist nach wie vor die Richtschnur. So lange sollte die erste Stelle gehalten werden.“

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Eine Kündigung in der Probezeit hatte gerade ein anderer Anrufer erlebt. Begründung: Fehlende Erfahrungen. Allerdings wurde der Anlageningenieur von seinem Arbeitgeber hintergangen, denn der setzte ihn für Aufgaben ein, die noch im Vorstellungsgespräch ausgeklammert worden sind. Ob er in Zukunft im Bewerbungsschreiben diese Gründe für die Trennung mit „Unstimmigkeiten über die Arbeitsinhalte“ umschreiben könnte?

„Nein“, so die klare Antwort, „diese Formulierung lässt dem Leser zu viel Interpretationsspielraum. Beschreiben Sie die Unstimmigkeiten genauer.“ Er solle aber gleichzeitig darauf achten, nicht zu negativ über den alten Arbeitgeber zu sprechen. Das könnte als Retourkutsche ausgelegt werden, eine Eigenschaft, die nicht gerne gesehen ist.

Mit diesem Ansatz, unangenehme Karriereetappen in den Bewerbungsunterlagen zu glätten, beschäftigte sich auch ein 33-jähriger IT-Spezialist. Er hatte aus betrieblichen Gründen in der Probezeit die Kündigung erhalten. Einer der Personalexperten empfahl ihm dringend, die Situation während der Probezeit offen und ehrlich darzustellen. Dies vor allem deshalb, weil in der Vergangenheit anerkannt gute Leistungen erbracht hätte. „Jedes Unternehmen wird akzeptieren, dass solche Fälle gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vorkommen können.“ Außerdem sei die wirtschaftliche Situation im Augenblick immer noch gut genug, um Spezialisten wie ihm gute Wiedereinstellungsmöglichkeiten zu bieten.

Sehr viel älter als die meisten der Anrufer war ein 50-jähriger Abteilungsleiter. Er arbeitet in einem Großunternehmen und denkt über einen Job in einer mittelständischen Firma nach. Die Rahmenbedingungen sind gut. „Soll ich in meinem Alter den Wechsel wagen?“

Vielleicht war der Anrufer von der Antwort enttäuscht, denn sein Gesprächspartner riet ihm in diesem Alter dringend von einem Wechsel ab. Seine Begründung: „Die Bedingungen in einem großen Unternehmen sind gänzlich anders als in einer von einer Familie geführten mittelständischen Firma.“ Nach Auffassung des Personalexperten sei hier ein Scheitern vorprogrammiert, denn unter dem Aspekt des Alters könne er sich evtl. nicht mehr in das neue Unternehmen integrieren. „Versuchen Sie lieber, Ihre Position bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber zu stabilisieren.“

Mit einem Wechsel beschäftigt sich auch ein junger Ingenieur, der wieder in seinem Heimatort arbeiten will, weil die Familie einen Umzug nicht akzeptiert. Er ist sich allerdings unsicher, ob der Wechsel von einem Konzern zu einem Mittelständler das Richtige für ihn ist. „Nehmen Sie einen Tag Urlaub, vereinbaren Sie einen Schnuppertag“, lautete der Rat. Sehr viele Unternehmen würden dies mittlerweile machen. Fr

Ein Beitrag von:

  • Gregor Frechen

    Stellvertretender Chefredakteur und Ressortleiter Management und Karriere bei VDI nachrichten. Fachgebiete: Management, Aus- und Weiterbildung, Karriere.

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