Projekt Prism 07.06.2013, 14:26 Uhr

US-Geheimdienst spioniert weltweit Internet-User aus

Der amerikanische Geheimdienst National Security Agency (NSA) spioniert weltweit Internetnutzer aus. Zugriff auf den Datenverkehr verschafft sich die NSA über große Internetfirmen. Über das bislang streng geheime Projekt mit dem Codenamen Prism berichteten jetzt die Washington Post und The Guardian. 

Big Brother is watching you: Wegen seiner Telefon-Abhörpraktiken und der jetzt bekannt gewordenen weltweiten Internetspionage gerät der US-Geheimdienst NSA zunehmend in die Kritik. 

Big Brother is watching you: Wegen seiner Telefon-Abhörpraktiken und der jetzt bekannt gewordenen weltweiten Internetspionage gerät der US-Geheimdienst NSA zunehmend in die Kritik. 

Foto: dpa

Nach deren Informationen gelangt der Geheimdienst über die Server großer Unternehmen wie Google, Facebook, Apple und Microsoft an die Fotos und Mails von deren Usern. Eine Zusammenarbeit mit der NSA streiten die betroffenen Konzerne ab.

Das von US-Präsident Barack Obama initiierte geheime Programm läuft bereits seit 2007 und soll in der Zwischenzeit extrem gewachsen sein. Auf der Grundlage der Prism-Aktivitäten werden monatlich mehr als 2000 Geheimdienstberichte erstellt, heißt es in der Zeitung „The Guardian“.

Obama selbst verteidigt dieses Vorgehen, das in der Öffentlichkeit einen Aufschrei der Empörung auslöste. Amerikas nationaler Geheimdienstkoordinator James Clapper hingegen kehrte den Spieß sogar um und verurteilte die Veröffentlichung des Projektes. Dadurch könne die Fähigkeit der Sicherheitsdienste zur Identifizierung von Bedrohungen „lang anhaltend und unumkehrbar gefährdet“ werden“, erklärte Clapper. Weiterhin wurde kritisiert, dass der Guardian-Bericht irreführend sei, da er beispielsweise Informationen darüber verschweige, wie das geheime Programm zur Sammlung von Geheimdiensterkenntnissen zur Verhinderung terroristischer Angriffe genutzt werde.

Die NSA steht immer wieder wegen des Sammelns von Telefondaten im Kreuzfeuer der Kritik. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Geheimdienst freien Zugriff auf die Telefondaten der US-amerikanischen Einwohner hat. In einem entsprechenden Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ wurde dies von den Spitzen des Geheimdienstausschusses des Senates in Washington bestätigt.

Verizon muss alle Daten an die Sicherheitsbehörde reichen

Beispielsweise leitet der US-Telekomkonzern Verizon auf Verlangen alle detaillierten Informationen über sämtliche inneramerikanischen und internationalen Gespräche an die Nationale Sicherheitsbehörde weiter. Inbegriffen sind die Rufnummern beider Gesprächsteilnehmer, Angaben über Dauer und Uhrzeit der Telefonate sowie Ortsangaben. The Guardian veröffentlichte die mutmaßliche Kopie eines streng geheimen Gerichtsbeschlusses als Beleg.

„Das Dokument zeigt erstmals, dass unter der Obama-Regierung wahllos Kommunikationsdaten von Millionen von US-Bürgern gesammelt werden, unabhängig davon, ob sie irgendeines Vergehens verdächtigt werden“, schreibt The Guardian. Ob es sich dabei um eine einmalige Aktion handelt oder ob es Teil einer fortlaufenden Aktion ist, sei unklar, erklärt die Zeitung. 

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