Spur führt nach China 14.04.2014, 15:15 Uhr

Hacker greifen Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt an

Unbekannte haben sich mit Trojanern Zugriff auf Computer des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln verschafft. IT-Forensiker glauben im Code der installierten Spionagesoftware Spuren gefunden zu haben, die nach China führen. Der Angriff ist brisant, weil er auf Raketentechnologie abzielt. 

Eine Sojus-Rakete startet im Juli 2012 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. An Bord Technologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das von Hackern ausspioniert wird. Welche Informationen bereits gestohlen wurden, ist bislang unbekannt. 

Eine Sojus-Rakete startet im Juli 2012 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. An Bord Technologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das von Hackern ausspioniert wird. Welche Informationen bereits gestohlen wurden, ist bislang unbekannt. 

Foto: DLR

Schon seit mehreren Monaten läuft ein Angriff auf das Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in der Nähe von Köln. Dabei haben sich Angreifer mit Hilfe von Trojanern Zugang zu den DLR-Computern verschafft. Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum der Bundesregierung wurde inzwischen eingeschaltet, weil gleich mehrere Computer von Wissenschaftlern und Systemadministratoren mit Spionage-Programmen infiltriert worden sind.

Hohe Präzision deutet auf lange Angriffsplanung hin

Die gefundene Schadsoftware macht deutlich, dass der koordinierte und systematische Spionageangriff von langer Hand geplant und mit hoher Präzision vorbereitet wurde. Auch die Perfektion der eingesetzten Trojaner deutet auf eine langfristige Planung der Operation hin.

Alle beim DLR im Einsatz befindlichen Betriebssysteme sind von den Attacken betroffen. In manchen Computern des DLR entdeckte man nur noch flüchtige Spuren der Spionagesoftware. Sobald die Schadsoftware nämlich aufgespürt wird, soll sie sich angeblich selbst löschen, um ihre Spuren in den kompromittierten Systemen zu verwischen.

Erste Spuren führen nach China

Es ist bisher noch ungeklärt, wer hinter den Cyber-Angriffen auf das Raumfahrtzentrum steckt. Die Ermittler haben allerdings Hinweise finden können, die in Richtung China deuten. Unter anderem entdeckten IT-Forensiker des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Code einiger der gesicherten Trojaner chinesische Schriftzeichen und auch sich wiederholende Tippfehler, die auf Angreifer aus Fernost hinweisen.

„Es könnte sich aber auch um eine simple Tarnung handeln“, relativiert vorsichtshalber ein Insider, der als Urheber des komplexen Angriffs westliche Geheimdienste wie zum Beispiel die amerikanische NSA nicht völlig ausschließen will. Die Bundesregierung betrachtet den Fall als äußerst ernst, weil er unter anderem auf Rüstung und Raketentechnologien abzielt.

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