Neuer Fall der Cyberkriminalität 04.04.2014, 15:03 Uhr

Hacker haben 18 Millionen E-Mail-Konten geknackt

Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit taucht im Netz eine Datei mit Millionen geklauter E-Mail-Adressen mit dazugehörigen Passwörtern auf. Diesmal sind es 18 Millionen Zugangsdaten, auf die die Staatsanwaltschaft in Verden gestoßen ist. Auch drei Millionen Deutsche sollen betroffen sein.

Hacker haben erneut im großen Stil zugeschlagen und Millionen E-Mail-Konten geknackt. Das bedeutet für sie bares Geld, denn der Schwarzmarkt für gehackte Zugangsdaten floriert. Im harmlosesten Fall erhalten die Betroffenen Spam-Mails, im schlimmste Fall horrende Rechnungen für Online-Einkäufe. 

Hacker haben erneut im großen Stil zugeschlagen und Millionen E-Mail-Konten geknackt. Das bedeutet für sie bares Geld, denn der Schwarzmarkt für gehackte Zugangsdaten floriert. Im harmlosesten Fall erhalten die Betroffenen Spam-Mails, im schlimmste Fall horrende Rechnungen für Online-Einkäufe. 

Foto: dpa/Oliver Berg

Vor ein paar Monaten hatten die auf Cyberkriminalität spezialisierten Staatsanwälte aus Verden an der Aller schon einmal eine Datei mit 16 Millionen Zugangsdaten zu E-Mail-Konten im Internet gefunden. Im Januar machte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) diesen Fund dann öffentlich und forderte alle Bundesbürger auf, auf der Internetseite der Behörde ihre E-Mail-Adresse zu überprüfen. 

Mehr als 30 Millionen Bürger folgten diesem Aufruf – rund 1,6 Millionen von ihnen waren tatsächlich betroffen. Im Gegensatz zum aktuellen Fall war damals ein Großteil der Zugangsdaten allerdings schon ziemlich veraltet und nicht mehr für Missbrauch zu nutzen.

Neuer Fund umfasst 18 Millionen Email-Zugangsdaten

Jetzt schlägt der zweite große Fall von Cyberkriminalität in diesem Jahr seine Wellen. 18 Millionen E-Mail-Adressen mit den dazugehörigen Passwörtern verstecken sich diesmal in den Dateien, die die Staatsanwaltschaft Verden nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel sichergestellt hat. 

Die Behörden gehen im Moment von etwa drei Millionen betroffenen Deutschen aus. Betroffen sind nicht nur alle großen deutschen E-Mail-Provider, sondern auch mehrere internationale Anbieter. 

Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden hat den Datenfund inzwischen bestätigt. Es sei ein Bestand von rund 18 Millionen E-Mail-Adressen mit zugehörigen Passwörtern sichergestellt worden, sagte ihr Sprecher Lutz Gaebel. Darüber hinaus wolle man aber im Moment aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Informationen mitteilen.

Der Spiegel will jedoch einen Zusammenhang mit dem vorherigen Fund der umfangreichen Email-Datenbank hergestellt haben. Im Januar führte die Spur ins Baltikum, der Fall ist jedoch noch nicht aufgeklärt. 

Schwarzmarkt für gehackte Zugangsdaten floriert 

Für gehackte Zugangsdaten gibt es einen florierenden, weltweiten Schwarzmarkt im Internet. Kriminelle benutzen die Daten beispielsweise zum Versenden von Spam-E-Mails. Je nach Umfang der Datenpakete können die potentiellen Angreifer aber auch weit mehr damit machen. Sie können beispielsweise in soziale Netzwerke eindringen, auf Kosten ihrer Opfer im Internet einkaufen oder sogar direkt Bankkonten plündern.

Es ist zu erwarten, dass genau wie im Januar bald eine Möglichkeit für deutsche Internetnutzer geschaffen wird, zu prüfen, ob sich auch das eigene E-Mail-Konto im gestohlenen Datenbestand befindet. 

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