Transparenzbericht 29.08.2013, 14:00 Uhr

Deutsche Behörden stellten in sechs Monaten 1886 Anfragen an Facebook

Facebook hat seinen ersten Transparenzbericht veröffentlicht.  Er enthält viele Zahlen, aber wenig Inhalt. Nachzulesen ist, wie viele Behördenanfragen an das soziale Netzwerk herangetragen wurden und wie häufig es mit Polizei und Geheimdienst kooperiert hat. Was die Behörden gefragt haben, bleibt weitestgehend im Dunkeln. 

Facebook beantwortet in Deutschland nur gut jede dritte Behördenanfrage nach Nutzerdaten. Bei 1886 solcher Anfragen zu 2068 Profilen im ersten Halbjahr 2013 seien nur in 37 Prozent der Fälle Informationen ausgehändigt worden, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Transparenzbericht von Facebook hervor. 

Facebook beantwortet in Deutschland nur gut jede dritte Behördenanfrage nach Nutzerdaten. Bei 1886 solcher Anfragen zu 2068 Profilen im ersten Halbjahr 2013 seien nur in 37 Prozent der Fälle Informationen ausgehändigt worden, geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Transparenzbericht von Facebook hervor. 

Foto: dpa/Julian Stratenschulte

Facebook war neben anderen Unternehmen im Zusammenhang mit der NSA-Affäre in die Kritik geraten. Nach Angaben von Edward Snowden kann die NSA auch auf Informationen von Internet-Nutzern zugreifen. In seinem ersten globalen Transparenzbericht listet Facebook die Zahl der Behördenanfragen zwischen Januar und Juni 2013 auf, und der Fälle, in denen das Netzwerk sie beantwortet hat. Etwa 1,15 Milliarden Mitglieder hat das weltweit größte soziale Netzwerk derzeit, nur ein geringer Anteil von ihnen war von den Anfragen betroffen.

1.886 Anfragen aus Deutschland

Deutsche Behörden stellten 1886 Anfragen zu 2068 Nutzerkonten. In rund einem Drittel davon (37 Prozent) gab Facebook Informationen an die Ämter weiter. Weltweit gab es rund 26 000 Anfragen aus 74 Ländern zu etwa 38 000 Profilen – die meisten davon stellten Polizei und Geheimdienste in den USA. Im Heimatland gibt Facebook auch am häufigsten Informationen preis: die Quote liegt bei 79 Prozent.

Insgesamt zeigen die veröffentlichten Zahlen, dass weltweit durchschnittlich zwei Drittel aller Anfragen von Polizei und Geheimdiensten abgelehnt wird. Die Art des Umgangs damit betont auch der Transparenzbericht. „Wir fechten viele dieser Anfragen an und weisen sie ab, wenn wir rechtliche Bedenken haben, dies gilt auch für Anfragen, die zu weit gefasst oder zu vage sind“, steht dort. „Wenn wir einer Anfrage aus rechtlichen Gründen nachkommen müssen, geben wir oft nur allgemeine Informationen über die Nutzer weiter, wie zum Beispiel den Namen.“

Weitere Berichte sollen folgen

Zu den Inhalten der Anfragen und der herausgegebenen Informationen sagt der Transparenzbericht wenig. „Die meisten dieser Anfragen beziehen sich auf Kriminalfälle, z.B. Raub oder Kidnapping. Häufig betreffen diese Regierungsanfragen allgemeine Nutzerinformationen, beispielsweise Name und Nutzungsdauer. Andere Anfragen betreffen IP-Adressen-Protokolle oder aktuelle Kontoinhalte“, heißt es dort ganz allgemein. Möglicherweise wird das in Zukunft aber nicht so bleiben. So kündigt Facebook an, dass weitere Transparenzberichte veröffentlicht werden sollen. „Wir sind bestrebt in den folgenden Berichten noch weitere Informationen zu den Anfragen liefern zu können, die wir von Strafverfolgungsbehörden erhalten“, heißt es weiter. Facebook ist nicht der erste Internet-Konzern mit einer solchen Veröffentlichung. Google und Twitter haben bereits ähnliche Statistiken vorgelegt.

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