Niederlage für Piëch 17.04.2015, 15:06 Uhr

Winterkorn bleibt an VW-Spitze

„Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“: Mit diesen sechs Worten hat VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch in dieser Woche die ganze Republik in Atem gehalten. Und im Konzern für Schnappatmung gesorgt. Mit immerhin sieben Zeilen bereitete das Präsidium dem Ringen nach Luft jetzt ein Ende: Konzernlenker Martin Winterkorn bleibt im Amt. Vielleicht sogar über das Jahr 2016 hinaus.

Da war die VW-Welt noch in Ordnung: VW-Chef Martin Winterkorn (li.) und der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piech kommen im Mai vergangenen Jahres gemeinsam zur Hauptversammlung des Konzerns in Hannover. 

Da war die VW-Welt noch in Ordnung: VW-Chef Martin Winterkorn (li.) und der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG, Ferdinand Piech kommen im Mai vergangenen Jahres gemeinsam zur Hauptversammlung des Konzerns in Hannover. 

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Das Präsidium stelle fest, dass Winterkorn „der bestmögliche Vorsitzende des Vorstands für Volkswagen ist“, teilte VW am heutigen Freitag mit. Der 67-Jährige habe die „uneingeschränkte Unterstützung des Gremiums“, heißt es dort. Jetzt werde es dem Aufsichtsrat vorschlagen, „den Vertrag von Herrn Professor Dr. Winterkorn in der Februar-Aufsichtsratssitzung des Jahres 2016 zu verlängern“.

Piëch konnte sich erstmals nicht durchsetzen

Erst einmal kann Winterkorn nun also durchatmen. Einfach haben wird er es aber nach dem überraschenden Angriff von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch Ende vergangener Woche wohl kaum. Branchenkenner erwarten, dass sich Piëch nicht so schnell geschlagen geben wird. Für ihn war es das erste Mal, dass er sich bei VW nicht durchsetzen konnte.

Krisensitzung in Salzburg

Der engste Kreis des Volkswagen-Aufsichtsrats hatte sich nach der Aufregung, die Piëch mit seinem Abrücken von Winterkorn ausgelöst hatte, gestern zu einer Krisensitzung in Salzburg getroffen. Zum Präsidium zählt neben dem VW-Patriarchen Ferdinand Piëch dessen Cousin Wolfgang Porsche. Die Familien Piëch und Porsche halten zusammen die Mehrheit bei VW.

Hat sich beim Machtkampf um die Zukunft Winterkorns offenbar übernommen: VW-Patriarch Ferdinand Piëch.

Hat sich beim Machtkampf um die Zukunft Winterkorns offenbar übernommen: VW-Patriarch Ferdinand Piëch.

Foto: Jochen Lübke/dpa

Über die Zukunft Winterkorns entschieden gestern zudem als Präsidiumsmitglieder Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil (SPD), Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh, dessen Vize Stephan Wolf und Berthold Huber von der IG Metall.

Bei dem Sondertreffen ging es auch um strategische Fragen rund um den Kurs des Konzern-Vorstands. Offenbar konnte Winterkorn überzeugende Pläne für Europas größten Autobauer vorlegen.

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