Neue Flatrates und Volumenpakete 02.01.2014, 13:30 Uhr

Telekom will Marktführerschaft ausbauen

2014 wird ein bewegtes Jahr für den Mobilfunkmarkt: Während die Wettbewerber mit Fusionen beschäftigt sind, will die Deutsche Telekom Tarife transparenter gestalten und neue Kombi-Angebote einführen. Zudem sollen Kunden ihren Datenverbrauch genau messen können.

Timotheus Höttges hat zum Jahreswechsel seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Teleom angetreten. Er will nun eine Transparenzoffensive starten, bei der Kunden ihr Datenvolumen selbst messen und gegebenenfalls auf günstigere Volumentarife ausweichen können.

Timotheus Höttges hat zum Jahreswechsel seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Teleom angetreten. Er will nun eine Transparenzoffensive starten, bei der Kunden ihr Datenvolumen selbst messen und gegebenenfalls auf günstigere Volumentarife ausweichen können.

Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Im vergangenen Jahr scheiterte die Telekom mit dem Versuch, über eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Flatrate-Tarife zu ändern. 2014 will der Telekommunikationskonzern nun einen neuen Anlauf starten, verbunden mit einer Transparenzoffensive. „Wir haben unsere Pläne nicht überzeugend vermitteln können. In der Diskussion ist völlig untergegangen, dass wir die Flatrate nie ganz abschaffen wollten“, sagte Deutschland-Chef Niek Jan van Damme jetzt in einem Interview mit der Rheinischen Post. „Es wird weiterhin, wie versprochen, Flatrates geben, zusätzlich aber auch Volumenpakete, die etwas günstiger sein werden.“

Kunden sollen benötigtes Datenvolumen selbst messen können

Die unbegrenzten Flatrates würden dann „einen kleinen Aufschlag von vielleicht fünf oder zehn Euro kosten“, so van Damme. Man wolle aber sicherstellen, dass Kunden genau wüssten, was sie zu erwarten hätten. Aktuell seien sich die meisten überhaupt nicht bewusst, welches Datenvolumen sie verbrauchen. Nur drei Prozent würden die ursprünglich avisierte Grenze von 75 Gigabyte überhaupt überschreiten. Nun kündigte van Damme die Möglichkeit an, dass Kunden ihr genutztes Datenvolumen genau messen können. „Dann werden viele merken, dass sie wirklich deutlich weniger Daten verbrauchen.“

Van Damme, der das Deutschland-Geschäft im Konzernvorstand seit 2009 leitet, sieht die Aufrüstung der Konkurrenz gelassen. Vodafone hat für zehn Milliarden Euro Kabel Deutschland hinzugekauft und auch der spanische Rivale Telefonica hat seine deutsche Mobilfunksparte O2 mit der knapp neun Milliarden Euro schweren Übernahme von E-Plus aufgewertet. Falls die Fusion des dritt- und viertgrößten Mobilfunkers in Deutschland kartellrechtlich genehmigt wird, entstünde ein Anbieter der in puncto Kundenzahl die Telekom und Vodafone hierzulande überholen würde.

„Wir beobachten unsere Wettbewerber sehr genau“, sagte van Damme. „Durch die Übernahme entstünde ein massives Ungleichgewicht bei den Funkfrequenzen. Sie werden daher Spektrum abgeben müssen. Ich bin mir sicher, dass die beiden Unternehmen bis 2015 stark mit sich beschäftigt sind.“ Diese Zeit werde die Telekom nutzen und den seit 2008 größer gewordenen Vorsprung im Mobilfunknetz weiter ausbauen.

Telekom will Kombi-Angebote für Mobilfunk und Festnetz ausbauen

Wachstumspotenzial sieht van Damme ebenfalls beim digitalen Fernsehen über Entertain, das bisher von zwei Millionen Kunden genutzt wird, sowie generell bei Breitbandanschlüssen. Außerdem würden Kombi-Angebote aus Festnetz und Mobilfunk immer attraktiver. Diesen Trend wolle die Telekom sich zunutze machen. „Familien können neben DSL auch einen speziellen Handytarif buchen. Entertain-Kunden können TV-Aufnahmen auch vom Smartphone aus steuern und mit Entertain To Go zuhause auf dem Tablet TV-Angebote genießen. Wir sind fest davon überzeugt, dass in diesen integrierten Angeboten die Zukunft liegt“, erklärte van Damme.

Timotheus Höttges ist jetzt Vorstandsvorsitzender der Telekom

Unterdessen hat zum Jahreswechsel Timotheus Höttges seinen neuen Job als Vorstandsvorsitzender der Telekom in Bonn angetreten. Der bisherige Finanzvorstand, der bereits seit 2006 dem Konzernvorstand angehört und 2009 das Finanzressort übernommen hatte, war bereits vor einem Jahr für seinen neuen Posten designiert worden. Damals hatte der amtierende Vorsitzende René Obermann seinen Rückzug aus dem Unternehmen zum Jahresende 2013 auf eigenen Wunsch angekündigt. Nach 16 Jahren Tätigkeit für die Deutsche Telekom wolle er „wieder näher an das operative Geschäft rücken und noch stärker unternehmerisch geprägte Aufgaben übernehmen“, ließ Obermann wissen.

Der neue Chef Höttges gilt als Sanierer: Die 4,2 Milliarden Euro, die er mit dem Programm „Save for Service“ zwischen 2010 und 2012 einsparen wollte, hatte er bereits nach der Hälfte der geplanten Zeit erreicht.

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