iSwatch vs. iWatch 05.05.2014, 16:16 Uhr

Swatch verklagt Apple wegen Verwechslungsgefahr

Der Name klingt zu ähnlich: Der Uhrenhersteller Swatch hat Klage gegen Apples iWatch eingereicht. Die Schweizer hatten bereits vor einigen Jahren eine Uhr namens iSwatch auf den Markt gebracht und fürchten nun um ihre Einzigartigkeit. Wer die besseren Karten im Rechtsstreit hat, ist noch unklar. 

Entwürfe für eine Apple iWatch des Designers Todd Hamilton: Jetzt geht der Schweizer Uhrenhersteller Swatch gegen Apple vor. Die Schweizer haben eine iSwatch entwickelt und schon vor Jahren schützen lassen. Swatch sieht Verwechslungsgefahr durch die iWatch von Apple.

Entwürfe für eine Apple iWatch des Designers Todd Hamilton: Jetzt geht der Schweizer Uhrenhersteller Swatch gegen Apple vor. Die Schweizer haben eine iSwatch entwickelt und schon vor Jahren schützen lassen. Swatch sieht Verwechslungsgefahr durch die iWatch von Apple.

Foto: Todd Hamilton

Normalerweise ist der Konzern Apple der erste, der sich für den Schutz der eigenen Marke in die Bresche wirft und mögliche Namenskonkurrenten mit Klagen überzieht. Jetzt sieht sich der amerikanische Technologie-Konzern selbst mit einer Klage konfrontiert – für etwas, das noch gar nicht auf dem Markt ist. Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch sieht sich von der geplanten Apple-Marke iWatch bedroht: Sie könne zu leicht mit seiner Uhrenmarke „iSwatch“ verwechselt werden.

Streitigkeiten zwischen Swatch und Apple in 80 Ländern

Auslöser für die Klage war Apples Antrag auf Schutz der Marke „iWatch“ in vielen Ländern der Erde. In über 80 Ländern gibt es deswegen jetzt Streitigkeiten, weil sich Swatch den Markennamen iSwatch dort bereits hat schützen lassen, wie das Nachrichtenportal Watson.ch schreibt. Das bestätigte  Serena Chiesura, Leiterin der Unternehmenskommunikation von Swatch. „Wir beurteilen die Verwechslungsgefahr als gegeben. In allen Ländern, wo die Marke eingetragen ist, gehen wir dagegen vor“, erklärte sie gegenüber dem Portal. Zu konkreten Schritten wollte sie sich aus taktischen Gründen jedoch nicht äußern.

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat sich schon vor Jahren die Marke iSwatch schützen lassen und fühlt sich nun von Apple bedroht.

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat sich schon vor Jahren die Marke iSwatch schützen lassen und fühlt sich nun von Apple bedroht.

Foto: Swatch

Swatch vertreibt unter dem Markennamen iSwatch bereits seit längerem eine Armbanduhr mit Flüssigkristallbildschirm. Apple will sich den Namen iWatch für seine Computeruhr sichern, die möglicherweise noch in diesem Jahr auf den Markt kommen könnte. Das kleine „i“ am Anfang des Produktnamens setzt damit eine langjährige Praxis des Unternehmens fort, das seine Computer iMac, seine Telefone iPhone und seinen Musikladen im Internet iTunes nennt.

Wer welche Marke angemeldet hat, lässt sich dem Register für Internationale Marken bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) entnehmen. Weltweit sind laut watson.ch derzeit unzählige Produkte und Dienstleistungen unter dem Markennamen iWatch beziehungsweise IWATCH eingetragen – Experten vermuten, dass viele Eigner Tarnfirmen unter Apple-Flagge sind. Swatch wiederum hat die Marke iSwatch in mehr als 80 Ländern eintragen lassen. Ob das so bleibt, ist noch offen.

Rechtslage je nach Land sehr unterschiedlich

Die Aussichten im Rechtsstreit sind von Land zu Land verschieden. Zum einen entscheidet jedes Land für sich, für wie groß es die Verwechslungsgefahr einschätzt. Zum anderen sind die beiden Marken zu unterschiedlichen Zeitpunkten registriert worden. So habe sich Swatch die Marke in vielen Ländern bereits 2008 registrieren lassen, in anderen aber erst 2013 – kurz nachdem Apple seinerseits seine Marke in den USA und anderen Ländern habe eintragen lassen, zitiert watson.ch den Berner Rechtsanwalt und Markenrechtler Stephan Beutler. Das würde bedeuten, dass Apple in einigen Ländern die älteren Rechte habe, Swatch in anderen.

Der Designer Todd Hamilton hat mehrere Entwürfe für eine iWatch gezeichnet.

Der Designer Todd Hamilton hat mehrere Entwürfe für eine iWatch gezeichnet.

Foto: Todd Hamilton

Dazu komme, dass der Uhrenhersteller die iSwatch-Marke als Wortbildmarke hat registrieren lassen. Dabei handelt es sich um eine Marke mit grafischen Elementen, was den Schutzbereich der Swatch-Marke einschränke. Auf jeden Fall werde sich der Streit noch einige Zeit hinziehen, so Beutler: Die Länder hätten jeweils eineinhalb Jahre Zeit für eine Entscheidung.

Anderer Name für die Apple-Uhr oder ein langer Rechtsstreit?

Da Apple eine mögliche Smartwatch unter der Marke iWatch weltweit und voraussichtlich in näherer Zukunft auf den Markt bringen wollen würde, wäre ein langwieriger Rechtsstreit für den Technologiekonzern ungünstig. Denkbar ist, dass die Apple-Uhr unter einem ganz anderen Namen auf den Markt kommt, den sich Apple bereits heimlich reserviert haben könnte, heißt es. 

Von Judith Bexten Tags:

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