Unternehmensporträt 16.09.2011, 12:07 Uhr

SKF ballt Kompetenz für die Kundschaft

Wo der Kunde ist, darf die Beratungskompetenz nicht weit sein. Gemäß dieser Devise hat der Wälzlager-Spezialist SKF seine Wissensressourcen in acht Zentren gebündelt, die sich an den regionalen Marktbedürfnissen orientieren. Dieser „dramatische Wandel“, so das Unternehmen, bringt neue personelle Herausforderungen mit sich.

„Ich bin kein Anhänger von Anglizismen.“ Karsten Faust zollt dem Zeitgeist aber gerne diesen kleinen Tribut. Denn was sich ansonsten rund um den Maschinenbau im Allgemeinen und rund um seinen weltweit agierenden Arbeitgeber SKF im Besonderen während der letzten Jahrzehnte getan habe, das sei umso spannender. „Eine noch größere Vielfalt gibt es in anderen Industrien nicht“, weiß das Mitglied der Geschäftsleitung, im deutschsprachigen Raum verantwortlich für den Verkauf. „Ob im winzigen Zahnarztbohrer, ob in einer Vortriebsmaschine mit 14 m Durchmesser, ob in Windkraftanlagen, im Rolls-Royce oder in einem Formel 1-Wagen von Ferrari – Wälzlager von SKF sorgen in fast allen Bereichen unseres Lebens für Bewegung.“

Und trotzdem ist die Suche nach technischen Fachleuten kein Selbstläufer. Womit Karsten Faust wieder bei der Problematik mit der Sprache wäre: „Begriffe wie ,Wälzlager“ und ,Schmiersysteme“ klingen nicht gerade verlockend. Das erschwert die Suche nach hoch Qualifizierten.“ Dabei widme sich Svenska Kullagerfabriken (SKF), so der exakte Name des schwedischen Konzerns mit Hauptsitz in Göteborg, doch einem Thema, das aktueller kaum sein könnte: „Die Grundlage unseres Unternehmens ist die Reduzierung von Reibung, ein Ziel aller Branchen, um Energie zu sparen.“ Mit einem konzerneigenen Forschungszentrum in den Niederlanden sowie mit Hochschul- und Institutskooperationen verfolgt SKF dieses Ziel akribisch.

Anfordeurngsprofil an SKF-Ingenieure hat sich extrem erweitert

Mit dem explosionsartigen technischen Fortschritt hat sich auch das Anforderungsprofil an SKF-Ingenieure extrem erweitert. Für mögliche Bewerber aber kein Grund, in Panik auszubrechen, meint Frank Steinhaus, Global Account Manager bei SKF: „Viele erfolgreiche Unternehmen haben ihr Kerngeschäft verlassen und ihr Portfolio erweitert. Dazu gehören auch wir. Wir erwarten aber nicht von Anfängern, dass sie auf allen unseren fünf Plattformen – Dichtungen, Wälzlager, Schmiersysteme, Mechatronik und Dienstleistungen – fit sind.“

SKF-Interessenten müssten aber gewillt sein, nach einer technisch und wirtschaftlich erfolgversprechenden Lösung zu suchen. Steinhaus: „Sie müssen bereit sein, ,außerhalb der Box zu denken“, sich aus ihrer fachlichen Komfortzone herauszubewegen und sich an Neues zu wagen. Wichtiger denn je ist, dass junge Mitarbeiter extrem gute Netzwerker werden. Das setzt Spaß an der Sache voraus, Aufgewecktheit und Kreativität.“

Wer sich dann noch gerne in fremden Kulturen bewege, sei bei einem global aufgestellten Unternehmen an der richtigen Adresse. Möglichkeiten zur Zusammenarbeit ergäben sich permanent: „Aus unserem Wachstum ergibt sich eine ständige personelle Nachfrage“, meint Steinhaus. Ingenieure, die sich für SKF entscheiden, erwartet ein Unternehmen mit hohem Freiheitsgrad bei maximalen fachlichen Anforderungen.“

Infolge der Aufgabenvielfalt haben sich auch die Berufsprofile geändert. War früher vor allem der Maschinenbauer gefragt, hat SKF inzwischen keineswegs etwas gegen Wirtschaftsingenieure einzuwenden. Frank Steinhaus beobachtet seit 15 Jahren eine Verschiebung der Profile, weg vom klassischen Ingenieur hin zum technischen Verkäufer mit betriebswirtschaftlichem Wissen. „Der Maschinenbauer muss in der Entstehungsphase kommerzielle Aspekte erkennen, er muss sein profundes technisches Wissen nutzen, um die gesamten Potenziale beim Kunden zu erkennen. Dieser Bereich ist viel, viel komplexer geworden und die Anforderungen entsprechend größer.“

Stichwort „Kunde“ steht bei der SKF ganz oben

Ganz oben auf der SKF-Agenda steht das Stichwort „Kunde“. Globalisierung hin, interkulturelle Kompetenzen her: Die Nähe zum Kunden und die Berücksichtigung regionaler Branchenschwerpunkte stehen im Vordergrund der Unternehmensstrategie. Deshalb ist Karsten Faust vor fünf Jahren auf die Idee gekommen, das SKF-Know-how den regionalen Anforderungen entsprechend in acht Competence Centern (CC) zu bündeln und die Standorte neu zu strukturieren. Den Verkäufern vor Ort, die bislang auf den Verkauf von Wälzlagern fokussiert waren, wurden technische Spezialisten aus der gesamten SKF-Palette zur Seite gestellt.

„Damit haben wir einen dramatischen Wandel vollzogen“, erklärt Faust. „So haben wir Mitarbeiter aus Heimbüros in die Competence Center verlegt und die einzelnen Bereiche Industrial Division, Service Division und Automotive Division jeweils an den Standorten konzentriert, immer ausgerichtet an den regionalen Marktbedürfnissen.“

SKF bildet interdisziplinäre Kompetenzteams

So bilden Verkäufer und Ingenieure in Hamburg ein Expertenteam rund um die Windkraft, in Düsseldorf um die Schwerindustrie, in Stuttgart um die Werkzeugmaschinenindustrie sowie um die Schmierungstechnik. Stellt sich dem Verkäufer bei einem Kunden ein technisches Problem, so ist der Weg zum Fachkollegen kurz, denn der sitzt direkt nebenan. Wer sein kaufmännisches Handwerk verstehe, so Karsten Faust, bei dem spiele die Ausbildung eine untergeordnete Rolle. „Ich würde auch einen Astronauten einstellen, wenn er ein super Verkäufer ist“, überspitzt er.

Wichtig sei, dass dem Kunden die geballte SKF-Kompetenz von einem Ansprechpartner vor Ort geboten werde. Da entschlüpfen dem SKF-Manager Faust auch schon mal Anglizismen: „One face to the customer.“

Von Wolfgang Schmitz
Von Wolfgang Schmitz

Stellenangebote im Bereich Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement

TÜV NORD CERT GmbH-Firmenlogo
TÜV NORD CERT GmbH Freiberufliche Auditoren*Auditorinnen (m/w/d) deutschlandweit
Abfallwirtschaft GmbH Halle-Lochau-Firmenlogo
Abfallwirtschaft GmbH Halle-Lochau Ingenieurtechnischen Projektmanager (m/w/d) in der Abteilung Umwelt- und Sicherheitscontrolling Schkopau
Zurich Gruppe Deutschland-Firmenlogo
Zurich Gruppe Deutschland Risk Engineer (m/w/d) Haftpflicht für unsere Industriekunden Frankfurt am Main
SCHOTTERWERK GMBH-Firmenlogo
SCHOTTERWERK GMBH Qualitätsmanager (m/w/d) Freiburg im Breisgau
Immobilien Management Essen GmbH (IME)-Firmenlogo
Immobilien Management Essen GmbH (IME) Projektleitung (m/w/d) Innovations- und Qualitätssicherung TGA Essen
TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG-Firmenlogo
TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG Sachverständiger*Sachverständige für Anlagensicherung und IT-Security im Bereich Energieinfrastruktursysteme Hamburg, Hannover
JH Norderstedt-Firmenlogo
JH Norderstedt Nachweisingenieur (m/w/d) Norderstedt
Orafol Europe GmbH-Firmenlogo
Orafol Europe GmbH Projektingenieur (m/w/d) als befähigte Person im Explosionsschutzbereich Oranienburg
Landesamt für Bauen und Verkehr-Firmenlogo
Landesamt für Bauen und Verkehr Bauingenieur*in / Architekt*in im Bautechnischen Prüfamt Cottbus (Homeoffice möglich)
XTRONIC GmbH-Firmenlogo
XTRONIC GmbH Systemtestingenieur E/E (w/m/d) Böblingen

Alle Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement Jobs

Top 5 Unternehme…

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.