Zu wenig Rendite 08.02.2016, 10:11 Uhr

Siemens will noch mal Tausende Stellen streichen

Neue Hiobsbotschaft von Siemens: Der deutsche Vorzeigekonzern will schon wieder Tausende Stellen streichen. Nach dem schon angekündigten Abbau von 13.000 Jobs sollen nun weitere Tausende Jobs streichen, so das Handelsblatt. 

Windpark von Dong Energy: Siemens wird die Turbinen für den größten Windpark der Welt in der Nordsee liefern. Trotzdem will der Konzern weitere Stellen in seiner Division „Prozessindustrie und Antriebe“ abbauen.

Windpark von Dong Energy: Siemens wird die Turbinen für den größten Windpark der Welt in der Nordsee liefern. Trotzdem will der Konzern weitere Stellen in seiner Division „Prozessindustrie und Antriebe“ abbauen.

Foto: Dong Energy

Dem Bericht zufolge betrifft der neue Stellenaubbau die Sparte „Prozessindustrie und Antriebe“. Die Stellen sollen entweder ganz gestrichen oder ins Ausland verlagert werden. „Das ist ein Bereich, der massiv unterausgelastet ist über viele Werke in der Welt“, sagte ein Insider dem Handelsblatt.

Probleme durch niedrige Energiepreise

Die Sparte kämpft mit den Folgen der niedrigen Energiepreise. Sie stellt beispielsweise große Antriebe für Ölförderanlagen her, aber auch Antriebe für Mühlen, Hafenanlagen Schiffe und Großanlagen. Hinzu kommen Windräder, Software für den Anlagenbau, Sensorsysteme und Prozessoptimierung. Erst am 1. Oktober 2015 hatte die Sparte mit Jürgen Brandes einen neuen Chef bekommen. Der Bereich hat 46.000 Arbeitsplätze, davon 16.000 in Deutschland.

Wie das Handelsblatt weiter berichtet, ist der Umsatz der Sparte leicht um 6 % gesunken. Doch der Einbruch sei durch die große Nachfrage nach Getrieben für Windräder gemildert worden. Gerade erst hatte die Sparte einen Großauftrag an Land gezogen. Der dänische Energiekonzern Dong Energy baut in der Nordsee den größten Windpark der Welt. Die 7-MW-Turbinen wird Siemens liefern.

Wasserstoffherstellung mit Hilfe eines Elektrolysesystems von Siemens: Die Sparte, die Geld verdient, muss Stellen abbauen, weil sie unter den Renditevorgaben des Konzerns liegt.

Wasserstoffherstellung mit Hilfe eines Elektrolysesystems von Siemens: Die Sparte, die Geld verdient, muss Stellen abbauen, weil sie unter den Renditevorgaben des Konzerns liegt.

Foto: Siemens

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die Sparte nicht etwa in den roten Zahlen steckt, wie der massive Stellenabbau erwarten lässt. Nein, die Sparte erzielt eine Marge von 5,7 % – das ist allerdings unter der Konzernvorgabe von 8 bis 12 %. Deshalb müssen nun Kollegen gehen. Der Auftragseingang lag zum Jahresbeginn laut Handelsblatt bei 2,3 Milliarden Euro. Das ist 1 % mehr als vor einem Jahr.

Siemens will sich zum Stellenabbau nicht äußern

Siemens wollte sich gegenüber der Zeitung nicht zu den Spekulationen äußern. Auch kein gutes Zeichen: Wenn nichts dran wäre, hätte Siemens dementiert. Konzernchef Joe Kaeser hatte in den vergangenen beiden Jahren bereits den Abbau von 13.000 Stellen angekündigt. Wie viele Stellen jetzt hinzu kommen, ist nicht bekannt. 

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