Kooperation geschlossen 06.05.2016, 12:17 Uhr

SAP und Apple bringen mobile Buchhaltung aufs iPad

Apple und SAP haben eine Kooperation beschlossen, um betriebliche SAP-Software auf Apple-Geräte zu bringen. Apps für iPhone und iPad sollen die mobile Abwicklung von Geschäftsprozessen ganz bequem machen. Dazu wird auch die Entwicklungsplattform Hana des deutschen Softwareproduzenten genutzt. 

SAP-Stand auf der CeBIT 2016: „Diese Partnerschaft wird den Einsatz von iPhones und iPads in Unternehmen grundlegend verändern“, glaubt Apple-Chef Tim Cook. 

SAP-Stand auf der CeBIT 2016: „Diese Partnerschaft wird den Einsatz von iPhones und iPads in Unternehmen grundlegend verändern“, glaubt Apple-Chef Tim Cook. 

Foto: SAP

Apple-Chef Tim Cook hofft inständig, dass es funktioniert. Dass Apple mit Hilfe des deutschen Software-Konzerns SAP den Einstieg ins lange vernachlässigte Geschäft mit Firmenkunden schafft. Angesichts sinkender Absatzzahlen der hauseigenen Mobilgeräte auf dem Privatkundenmarkt setzt Cook nun vor allem auf die neu geschmiedete Allianz mit SAP.

Eine Kooperation, die sehr naheliegend ist. Drei von vier geschäftlichen Transaktionen weltweit werden über SAP-Software abgewickelt – wer hier mitspielt, hat mehr als einen Fuß in der Tür der Weltwirtschaft. Mehr als 300.000 Kunden aus Privatwirtschaft und Verwaltung nutzen SAP-Programme für Buchhaltung und andere Prozesse.

Informatiker von SAP: Auf Grundlage der SAP Hana Cloud Plattform sollen jetzt leistungsfähige native Apps programmiert werden, um SAP-Software auf iOS-Geräten nutzen zu können.

Informatiker von SAP: Auf Grundlage der SAP Hana Cloud Plattform sollen jetzt leistungsfähige native Apps programmiert werden, um SAP-Software auf iOS-Geräten nutzen zu können.

Foto: SAP

Außerdem bieten die Walldorfer mit „Hana“ eine extrem leistungsstarke Entwicklerplattform, die dank der Kombination verschiedener Technologien gewaltige Datenmengen in Echtzeit verarbeiten kann.

2,5 Millionen Entwickler angesprochen

Gründe genug also für eine Zusammenarbeit. „Diese Partnerschaft wird den Einsatz von iPhones und iPads in Unternehmen grundlegend verändern“, glaubt Tim Cook. Ein neues Software Development Kit (SDK) versetze „die mittlerweile mehr als 2,5 Millionen SAP-Entwickler in die Lage, leistungsfähige native Apps auf der Grundlage der SAP Hana Cloud Plattform zu bauen und die weit reichenden Möglichkeiten von iOS-Geräten zu nutzen“. Gemeint sind mit diesen Möglichkeiten solche Funktionen wie der Fingerabdrucksensor, Ortungsdienste und Mitteilungen.

Hilfe für Außendienstler und Ärzte

Damit die Entwickler schnell und effizient arbeiten können, will Apple noch in diesem Jahr eine Reihe von Werkzeugen und Schulungen anbieten. Außerdem planen beide Unternehmen ganz neue eigene Anwendungen auf Basis der Apple-Programmiersprache Swift. Diese Programme sollen Nutzern ermöglichen, jederzeit auf wichtige Geschäftsdaten, Prozesse und Benutzeroberflächen zuzugreifen „und somit direkt auf ihrem iPhone oder iPad Entscheidungen treffen und Maßnahmen einleiten“.

SAP-Konzernzentrale in Walldorf: Der Software-Konzern ist eine Allianz mit Apple eingegangen. Künftig soll SAP-Software auch auf Apple-Geräten laufen.

SAP-Konzernzentrale in Walldorf: Der Software-Konzern ist eine Allianz mit Apple eingegangen. Künftig soll SAP-Software auch auf Apple-Geräten laufen.

Foto: SAP

Als Beispiel dafür nennen die Firmen einen Außendiensttechniker, der direkt in mobilen Anwendungen Ersatzteile bestellen oder Wartungsarbeiten einplanen könne. Oder den Arzt, der Patientendaten direkt mit anderen Experten teilen könne.

Apple verstärkt damit nun noch seine Firmenkundenstrategie. Dazu gehört auch schon die Einführung der extra-großen Tablet-Variante iPad Pro, die Ende 2015 mit einem besonders schnellen Prozessor auf den Markt kam und vor kurzem noch durch eine kleinere Version ergänzt wurde.

Und hier lesen Sie vom teuersten Gebäude der Welt, der neuen Apple-Konzernzentrale in Kalifornien. Sie kostet rund 5 Mrd. $ und wird Ende 2016 fertig.

Die neue Apple-Zentrale in Cupertino wird das teuerste Gebäude der Welt. Bereits Ende 2016 sollen 13.000 Mitarbeiter in das kreisrunde Gebäude einziehen. Die Außenfassade aus gebogenem Glas liefert der deutsche Mittelständler Seele aus der Nähe von Augsburg.

Die neue Apple-Zentrale in Cupertino wird das teuerste Gebäude der Welt. Bereits Ende 2016 sollen 13.000 Mitarbeiter in das kreisrunde Gebäude einziehen. Die Außenfassade aus gebogenem Glas liefert der deutsche Mittelständler Seele aus der Nähe von Augsburg.

Foto: Duncan Sinfield/dpa

 

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