Design 08.09.2006, 19:23 Uhr

Produktdesign setzt im Wettbewerb Zeichen  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 8. 9. 06, ciu – Gutes Design ist für alle Industrieprodukte wichtig. Bei Investitionsgütern zählt neben der Optik vor allem die Ergonomie und Wartungsfreundlichkeit. Designer und Konstrukteure müssen dafür Hand in Hand arbeiten, wie Beispiele aus Baden-Württemberg zeigen.

Überall dort, wo technische Unterscheidungsmerkmale kaum noch auffallen, ist hochwertiges Produktdesign eine Möglichkeit, um sich positiv von der Konkurrenz abzuheben. Was bei Konsumprodukten bereits lange gilt, setzt sich auch im industriellen Bereich zunehmend durch.

Der stetige Erfolg von Marken wie Festo oder Kärcher zeigt, dass sich die Investition in Design auch bei Produkten lohnt, die meist rein für den industriellen Einsatz produziert werden. Dabei stehen neben einer gefälligen Optik vor allem auch Ergonomie, Bediener-, Service- und Wartungsfreundlichkeit im Vordergrund.

„Design bedeutet traditionell die Einheit von Konstruktion und Formgebung“, sagt Jan Kleffmann, Leiter Design Coordination bei Festo. Für den Diplom-Designer ist durchdachtes und konsequent eingesetztes Produktdesign ein Erfolgsgeheimnis von Festo. Über reine Funktionalität allein, glaubt Kleffmann, lasse sich bei der Härte des Wettbewerbs heute kein Produkt mehr verkaufen.

„Auch bei einer simplen hydraulischen Pumpe beeinflusst die optische Anmutung das Urteil über die Produktqualität“, erklärt Kleffmann. Wo es geht, versucht der Designer die Corporate Identity des Unternehmens auf die Produkte zu übertragen. Für die Funktion spielt die aufwändige Optik keine Rolle, sie dient vor allem der Markenkommunikation. So sind die abgerundeten, blau-grau-schwarzen Produkte von Festo in einer Anlage sofort zu erkennen, genau wie die orangefarbenen Kuka-Roboterarme oder das typische Viessmann-Rot.

Mehr als im Konsumentenbereich, sind den Produktdesignern für die Industrie klare Grenzen gesetzt. So muss ein Notausschalter immer rot sein, auch wenn die Farbe sonst an keinem Festo-Produkt auftaucht.

Laut einer Studie des Design Center Stuttgart halten rund 80 % aller Unternehmen Produktdesign für wichtig. Vor allem mittelständische Unternehmen scheuen sich aber, Geld für gute Gestaltung in die Hand zu nehmen. „Die Haltung ,Gestaltung kostet nur Geld!“ ist immer noch weit verbreitet“, bestätigt Sabine Lenk vom Design Center, das alljährlich den Focus, den Internationalen Designpreis Baden-Württemberg, verleiht. „Dabei ist ausgezeichnetes Design ein hervorragendes Mittel, dem Kunden die Qualität des Produkts zu vermitteln und sich am Markt zu profilieren“, so Sabine Lenk.

Aber Design ist eine komplexe Angelegenheit, allein der Wiedererkennungswert entscheidet nicht über den Markterfolg. „Absolute Priorität beim Produktdesign hat die Ergonomie“, sagt Thomas Maier vom Institut für Konstruktionstechnik und Technisches Design der Universität Stuttgart. „Ein technologisch hochwertiges Produkt kann heute jeder produzieren“, sagt Maier. Ein Marktvorsprung ließe sich in Zukunft deshalb nur noch durch eine schnelle, selbsterklärende Bedienung und eine einfache Erlernbarkeit der Funktionen erzielen. „Ausschlaggebend für den Erfolg eines Produkts ist die Sinnfälligkeit der Handhabung“, so der Experte.

„Noch vor der Planungsphase für eine Maschine müssen deshalb grundlegende Designentscheidungen getroffen werden“, fordert Maier. Wer bedient das Gerät und in welcher Körperhaltung? Müssen Griffe vielleicht größer gestaltet werden, weil der Bediener Handschuhe trägt?

Wie wichtig die Integration von Fragen der Anatomie, der Psychologie und Formensprache schon am Beginn des Produktentwicklungsprozess ist, weiß auch Jan Kleffmann: „Vom Kick-off-Meeting an arbeiten die Designer mit den entwickelnden Ingenieuren zusammen – auch räumlich.“ Wie im Pingpong schicke man sich die CAD-Entwürfe zur andauernden Abstimmung hin und her. „Dabei ist es aber immer der Designer, der dem Ingenieur über die Schulter guckt und Wünsche äußert, nicht umgekehrt“, betont Kleffmann. M. BORRÉ

Ein Beitrag von:

  • Martin Borré

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