Konkurrenz für Dacia 21.07.2014, 14:39 Uhr

Opel plant Billigauto für unter 10.000 Euro

Opel will mit einem neuen Einstiegsmodell unterhalb des Erfolgsautos Adam neue Kunden gewinnen und seinen Marktanteil weiter steigern. Das neue Auto soll weniger als 10.000 Euro kosten. Damit bläst Opel zum Angriff auf Dacia: Der rumänische Autobauer bietet den Sandero für weniger als 7000 Euro an. 

Opel-Spot mit Mats Hummels, Roman Weidenfeller und Jürgen Klopp: Das Opel-Image hat stark von der Werbung mit dem Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund und der Spieler des Vizemeisters profitiert.

Opel-Spot mit Mats Hummels, Roman Weidenfeller und Jürgen Klopp: Das Opel-Image hat stark von der Werbung mit dem Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund und der Spieler des Vizemeisters profitiert.

Foto: Opel

„Wir glauben, dass es Möglichkeiten für Opel gibt, mit so etwas wie einem Einstiegsmodell auf den Markt zu kommen“, sagte Vorstandschef Karl-Thomas Neumann jetzt der Financial Times. „Ein Auto unter dem Adam kann ich mir vorstellen“, sagte Neumann bereits im Juni der Zeitschrift auto motor und sport, als er ankündigte, gemeinsam mit der Schwestermarke Vauxhall zum zweitgrößten Pkw-Produzenten Europas aufsteigen zu wollen.

Der Kleinstwagen Adam mit drei Türen kostet derzeit weniger als 12.000 Euro. Mit einem Einstiegsmodell würde Opel wahrscheinlich weiter an der Preisschraube drehen und sich in ähnliche Regionen vorwagen wie Dacia. Der rumänische Autohersteller bietet das Modell Sandero in Deutschland für weniger als 7000 Euro an.

Der Opel Adam gehört mit einem Preis von unter 12.000 Euro bislang zu den günstigsten Modellen des Unternehmens. Mit einem noch günstigeren Auto will Opel der Renaulttochter Dacia bei Billigautos Konkurrenz machen.

Der Opel Adam gehört mit einem Preis von unter 12.000 Euro bislang zu den günstigsten Modellen des Unternehmens. Mit einem noch günstigeren Auto will Opel der Renaulttochter Dacia bei Billigautos Konkurrenz machen.

Foto: Opel

Einstiegsmodell soll weniger als 10.000 Euro kosten

Opel plant allerdings keine Dacia-Kopie, sondern „ein neues Einstiegsmodell unterhalb von 10.000 Euro, mit dem auch ehemalige Chevrolet-Kunden an die Marke gebunden werden sollen“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Führungskreise. Chevrolet gehört genau wie Opel zu General Motors (GM), verkauft aber in Europa keine Kleinwagen mehr und schafft somit Luft auf dem Markt. Die Pläne zur Billigoffensive kommentiert Neumann dennoch bescheiden: Dacia sei eine große Sache und General Motors definitiv nicht Dacia. „Aber dieses Billig- und Einstiegs-Segment ist sehr interessant“, so Neumann.

Für GM sei es immer noch am wichtigsten, Opel zunächst in die Gewinnzone zurückzubringen, sagte Neumann. Und hier scheint das Unternehmen Fortschritte zu machen. Opel erreichte im Juni mit 22.205 Pkw-Neuzulassungen ein Plus von 11,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. „Mit acht Prozent Pkw-Marktanteil im Juni konnten wir gegenüber dem Vorjahr fast einen Prozentpunkt hinzugewinnen“, sagt Jürgen Keller, Opel-Verkaufsdirektor in Deutschland.

Der Sandero von Dacia ist schon für unter 7000 Euro zu haben. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2014 seinen Umsatz in Europa um 18 steigern können.

Der Sandero von Dacia ist schon für unter 7000 Euro zu haben. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2014 seinen Umsatz in Europa um 18 steigern können.

Foto: Dacia

Fahrzeuge wie der Crossover-Wagen Mokka sorgten für viel Schwung, europaweit lägen schon mehr als 245.000 Bestellungen vor. Markteinführung war Anfang Oktober 2012.

Dacia steigert Absatz um 18 Prozent

Dass der Markt für Autos in der untersten Preisklasse floriert, konnte Dacia im ersten Halbjahr 2014 erneut beweisen: Unter dem Dach des Renault- Konzerns konnte das Unternehmen seinen Absatz in Europa um 18 Prozent steigern. Markenbotschafter ist Mehmet Scholl. Der Fußballstar poliert das Image der Niedrigpreisautos, indem er von sich selbst behauptet, ein Auto als Statussymbol nicht nötig zu haben. Ähnlich macht es auch schon Jürgen Klopp in den Spots von Opel. 

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