Lebensmitteltechnik 10.04.2009, 19:40 Uhr

Lebensmittel-Allrounder erschließt den fernen Osten  

Reimar Gutte hat sich nach seinem Ingenieurstudium in Bonn intensiv umgeschaut und bei GEA Westfalia Separator den passenden Arbeitgeber gefunden. Beim Marktführer auf dem Gebiet zentrifugaler Trenntechnik kann der 32-Jährige seinen Kompetenz-Mix aus Maschinenbau und Naturwissenschaften mit Kundenbetreuung anreichern. Dass er dafür weite Reisen unternehmen muss, stillt nur sein Reisefieber. VDI nachrichten, Düsseldorf, 9. 4. 09, ws

Das Gute vom Schlechten und das Nutzbringende vom Überflüssigen zu trennen, war schon immer das zentrale Anliegen von GEA Westfalia Separator. Hätte das inzwischen 116 Jahre alte Unternehmen diese hohe Kunst nicht schon immer beherrscht, wäre aus dem kleinen Familienbetrieb der beiden Schwäger Franz Ramesohl und Franz Schmidt wohl kaum der Marktführer auf dem Gebiet der zentrifugalen Trenntechnik geworden.

Obwohl die Wirtschaftskrise auch an der GEA Group nicht spurlos vorüber- und mit Einsparungen einhergeht, betont Theodor Wagner, Leiter Personal bei GEA Westfalia Separator, wie wichtig dem innovativen Unternehmen auch weiterhin innovative Köpfe sind: „Wir benötigen stets Fachleute aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen wie aus dem Bereich Maschinenbau, der Lebensmitteltechnologie, der Chemie und Pharmazie bis hin zum Schiffsbau.“

Einer, der als Allrounder viele geforderte Kompetenzen in sich vereinigt, ist Reimar Gutte. Der promovierte Lebensmitteltechnologe, der aus seinem Studium an der Universität Bonn einen Mix aus Naturwissenschaft, Verfahrenstechnik und BWL mitbrachte, sah in dem Maschinenbau-Unternehmen Westfalia Separator den idealen Arbeitgeber, der einerseits „den guten Ruf deutscher Ingenieurkunst lebt“, der ihm andererseits die Möglichkeit bot, „das im Studium angeeignete Wissen auch wirklich mit in den Beruf zu nehmen“.

Reimar Gutte hatte sich in seiner Doktorarbeit der osmotischen Destillation gewidmet, „in Verbindung mit lebensmittelsensorischen Untersuchungen von vollständig und teilweise entalkoholisierten Weinen“.

Sich mit dem umfangreichen Wissen eines naturwissenschaftlich orientierten Ingenieurs ins stille Forscherkämmerlein zu begeben, war nicht Guttes Traum. Als „Area Sales Manager“ für die Sparte Business Unit Getränketechnik kümmert er sich nun um das Vertriebsgebiet Osteuropa, Russland und China. Auch dort haben sich die Vorzüge bei der Verarbeitung von Bier, Wein, Frucht- und Gemüsesäften, Kaffee, Tee und Sojamilch aus dem Hause Westfalia Separator herumgesprochen.

„Die Aufgabe des Area Sales Managers ist es, als Schnittstelle zwischen den Tochter- und Vertriebsgesellschaften in den jeweiligen Ländern und der Zentrale in Oelde zu fungieren“, beschreibt der 32-Jährige seinen Zuständigkeitsbereich. Kommunikationswege verkürzen, Zusammenarbeit stärken, Vertriebsstrategien entwickeln sowie Vertrieb und Verkauf ankurbeln – Gutte kann nicht über Arbeitsmangel klagen.

„Es liegt in der Natur der Sache, dass ein solch breit gefächertes Studienprofil wie meines immer noch Möglichkeiten für Vertiefungen mit sich bringt.“ Learning by doing, die tägliche Arbeit also, ist ein Weg dazuzulernen. Gutte: „Die Arbeit an der Schnittstelle zwischen ingenieurwissenschaftlicher Projektierung, kaufmännischer Kalkulation und dem direkten Kundenkontakt in einem internationalem Umfeld bietet nicht nur viel Abwechslung, sondern auch die Chance, jeden Tag noch etwas dazuzulernen.“

Personalchef Wagner: „Wünsche für Auslandseinsätze sind stets willkommen.“

Westfalia Separator fährt eine Bildungsstrategie, die sich nahe an der Praxis und vor allem am Bedarf orientiert. „Wir beziehen unsere jungen Kollegen von Anfang an in die Bearbeitung großer Projekte mit ein, um sie möglichst breit aufzustellen und sie mit komplexesten Aufgabenstellungen zu betrauen“, erläutert Personalfachmann Theodor Wagner. „Nur so erhalten wir nähere Einblicke in ihr tatsächliches Leistungsvermögen und können Schlussfolgerungen ziehen, wo wir sie am besten einsetzten können. Wir sind davon überzeugt, dass derjenige, der vor große Aufgaben gestellt wird, hieran auch wächst. Herausforderungen gibt es bei GEA genug.“

Eine Weiterbildungsmöglichkeit seines Arbeitgebers, die Gutte künftig wahrnehmen möchte, ist die Managementschulung der GEA Group Academy. Die „Vorstandsnähe“ der Academy gewährleiste den Fokus auf den strategischen Wandel des GEA-Gesamtkonzerns, lautet ein Bildungsversprechen des Unternehmens. Die einzelnen Divisionen, ob Luft- oder Landtechnik, Prozesskühlung oder Pharmatechnik und natürlich auch mechanische Trenntechnik, für die Westfalia Separator zuständig ist, sollen in ihren Kompetenzen verquickt und die globale Ausrichtung verinnerlicht werden.

Dass so viel Engagement nicht immer reibungslos zum Privatleben passt, ist Gutte klar – vor allem, wenn man eine Tochter hat und sich weiterer Nachwuchs für den Sommer ankündigt. „Natürlich gibt es in diesem Punkt nicht nur eitel Sonnenschein, da alle Familienmitglieder entbehren müssen.“ Der nun eingeschlagene Karriereweg sei aber eine Entscheidung gewesen, über die abgestimmt wurde und „die ich besten Gewissens immer wieder treffen würde“.

Da nach Aussage von Personalchef Wagner mehr als 80 % des Umsatzes im Ausland abgewickelt werden, ist Reisebereitschaft für viele Mitarbeiter eine wichtige Voraussetzung. Wagner: „Wir denken und handeln global. Deshalb agieren rund 50 eigene Tochtergesellschaften im Ausland weltweit als operative Vertriebseinheiten und Servicedienstleister. Die Äußerung von Wünschen für Auslandseinsätze ist uns willkommen.“

Das Reisefieber habe ihm der Vater vererbt, sagt Gutte. Dessen Arbeit für den Entwicklungsdienst und das Auswärtige Amt war ohne ständigen Ortswechsel genauso undenkbar wie nun die Tätigkeit des Sohnes, der mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit im Ausland verbringt. „Ich wusste also vorher, worauf ich mich einlasse. Außerdem denke ich, dass jede Entbehrung einem das Wichtige und Besondere immer wieder vor Augen führt.“ Da genießt Gutte die Wärme im Familienkreis umso mehr.

In Oelde sind nicht nur seine Lieben, sondern auch der Arbeitgeber beheimatet. „Ich operiere von der Zentrale aus, jeweils 50 km von Dortmund, Münster, Bielefeld und Paderborn entfernt.“ Die Flughäfen in Dortmund, Münster/Osnabrück, Paderborn, Düsseldorf und Hannover sind schnell erreicht.

Es könnte alles wie gemalt sein – wenn nicht die Wirtschaftskrise wäre. „Ich hoffe, dass sich die konjunkturelle Situation weltweit schnellstmöglich verbessert und die lancierten Konjunkturpakete ihre Wirkung nicht verfehlen. Zum einen, weil GEA Westfalia Separator zu mehr als 80 % vom Export lebt, zum anderen, weil viele Länder Osteuropas in meinem Vertriebsgebiet besonders stark unter dem ins Stocken geratenen Geldfluss leiden.“ Die im Markt vorhandenen Projektvolumina seien so groß wie früher oder sogar noch größer – „die Realisierung dieser Projekte hat sich in den letzten Monaten jedoch schlagartig verschlechtert“.

Für Gutte kein Grund, Trübsal zu blasen. Auf den jungen Lebensmitteltechnologen warten noch viele spannende Aufgaben – beruflicher und privater Natur. WOLFGANG SCHMITZ

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