Google kauft Deepmind 28.01.2014, 13:30 Uhr

Forschung an künstlicher Intelligenz wird ausgebaut

Google hat für rund 500 Millionen US-Dollar Deepmind gekauft, ein Start-up, das Computern das Denken beibringen will. Der Konzern erhofft sich, gigantische Datenmengen von täglich 3,3 Milliarden Suchanfragen zukünftig noch effektiver auswerten zu können. Das Know-how soll auch Google Now zugutekommen, dem hellseherischen Assistenten für Smartphones. 

Google forscht schon seit längerem an Künstlicher Intelligenz (KI). Damit will der Konzern persönliche Online-Assistenten soweit optimieren, dass sie Wünsche des Nutzers erahnen können. Zum Einsatz kommen könnte KI allerdings auch in humanoiden Robotern. 

Google forscht schon seit längerem an Künstlicher Intelligenz (KI). Damit will der Konzern persönliche Online-Assistenten soweit optimieren, dass sie Wünsche des Nutzers erahnen können. Zum Einsatz kommen könnte KI allerdings auch in humanoiden Robotern. 

Foto: dpa/Martin Gerten

Google sammelt immer größere Datenmengen der Internetnutzer. Bei jeder Suchanfrage speichert die Suchmaschine Suchbegriffe, IP-Adresse, Datum und Uhrzeit. Bei geschätzten 3,3 Milliarden Anfragen pro Tag ergibt sich so ein riesiger Datenberg, der enormes Wissen über das Verhalten der User beinhaltet.

Von Menschenhand ist er allerdings unmöglich auszuwerten. Deswegen forscht Google schon seit längerem an künstlicher Intelligenz. Der neueste Meilenstein auf diesem Weg: Der Konzern hat für rund 500 Millionen US-Dollar das britische Unternehmen Deepmind gekauft. Das bestätigte Google gestern dem Wall Street Journal. Gründer von Deepmind ist der Demis Hassabis. Der 37-jährige Neurowissenschaftler entwickelt lernende Algorithmen, die in Zukunft denkende Computer ermöglichen sollen. 

Weiterentwicklung von Google Now 

Der Kauf von Deepmind könnte Google wichtiges Know-how für die Weiterentwicklung von Google Now bescheren. Es handelt sich dabei um einen persönlichen Assistenten für Smartphones und Tablets. Er liefert Informationen genau dann, wenn Nutzer sie benötigen. 

Google wertet dafür allerdings alle digitalen Fußspuren aus, die der Nutzer bei der Arbeit mit dem Computer hinterlässt. Der Assistent weiß somit genau, welche Termine anstehen und liefert in kleinen Fenstern auf dem Bildschirm frühzeitig Hintergrundinformationen. Ein Beispiel: Omas Geburtstagsfeier steht an. Das Informationsfeld blendet nicht nur Uhrzeit und Adresse rechtzeitig ein, sondern auch gleichzeitig Verkehrslage und Reisezeit.

Künstliche Intelligenz für humanoide Roboter

Google beschäftigt sich schon länger mit künstlicher Intelligenz (KI). Vor knapp einem Jahr hat der Konzern DNN Research übernommen. Die Wissenschaftler des Start-ups beschäftigen sich mit neuronalen Netzwerken, die wie das menschliche Gehirn arbeiten. An Bord ist auch Ray Kurzweil, einer der wichtigsten KI-Pioniere, spezialisiert auf Maschinenlernen und Sprachverarbeitung. Mit Experten der US-Weltraumbehörde NASA arbeitet das Unternehmen zudem an Quantencomputern, die deutlich effektiver als herkömmliche Rechner sein sollen.

Letztes Jahr hat Google den Militärroboter-Hersteller Boston Dynamics gekauft. Er hat Atlas entwickelt, den fortschrittlichsten humanoiden Roboter der Welt. Er ist mit Sensoren und Lasern ausgestattet und kann eigenständig durch unebenes Gelände gehen. 

Letztes Jahr hat Google den Militärroboter-Hersteller Boston Dynamics gekauft. Er hat Atlas entwickelt, den fortschrittlichsten humanoiden Roboter der Welt. Er ist mit Sensoren und Lasern ausgestattet und kann eigenständig durch unebenes Gelände gehen. 

Foto: Boston Dynamics

Dieses geballte Wissen könnte in Zukunft auch der Hardware zugutekommen. Denn Google ist längst nicht mehr reiner Suchmaschinenspezialist. Im Dezember 2013 hat der Konzern den Militärroboter-Hersteller Boston Dynamics gekauft. Er hat Atlas entwickelt, den fortschrittlichsten humanoiden Roboter der Welt. Atlas ist mit Kameras, Lasern und Sensoren ausgestattet, kann über unebenes Gelände gehen, Dinge hochheben, auf Leitern klettern und in Fahrzeuge steigen.

Nur Simulation menschlicher Fähigkeiten

Maschinen, die wie der Mensch denken, bleiben aber für absehbare Zeit Fantasiekonstrukt der Hollywoodmacher. Am Ende geht es nur um eine Simulation menschlicher Fähigkeiten, sagt Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Zum echten Denken gehöre ein Bewusstsein, das Computern fehle. „Man kann einen Computer zum Beispiel programmieren, Mitgefühl zu zeigen – empfinden kann er es im Gegensatz zum Menschen aber nicht.“ 

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