Beratung 24.08.2007, 19:29 Uhr

„Endlich Berater, die Geld mitbringen“  

VDI nachrichten, Düsseldorf, 24. 8. 07, sta – Nur jedes achte mittelständische Unternehmen stellte in den letzten fünf Jahren einen Antrag auf öffentliche Förderung. Im Ergebnis fließen überproportional große Teile der Forschungsgelder in die Kassen von Großunternehmen. Dabei ist der Weg zum Geld mitunter gar nicht so holprig, wie viele Chefs kleinerer Firmen meinen. Subventionsberater können helfen.

„Endlich Berater, die Geld mitbringen“  

„Endlich Berater, die Geld mitbringen“  

Alois Bröder geht es wie vielen Mittelständlern. Er hat zwar reichlich Ideen, aber oftmals nicht das Kapital, um sie schnell in die Praxis umzusetzen. Der 54-Jährige ist Geschäftsführer der Redur Messwandler GmbH in Merzenich. Das Unternehmen bietet verschiedenste Geräte an, um Starkstrom ungefährlich, übertrag- und messbar zu machen. Dazu zählen etwa Strom- und Spannungswandler.

1997 gingen Bröder verschiedene Konzepte für ein Energiemanagementsystem in Großküchen durch den Kopf. Sein Ziel: die Stromlast gleichmäßig verteilen und unter dem Strich Energie einsparen. Der Ansatz: Die üblicherweise im Dauerbetrieb arbeitenden Herdplatten sollten nur dann voll „befeuert“ werden, wenn tatsächlich ein Kochtopf draufsteht. Die dadurch eingesparte Energie könne dann anderen Geräten zur Verfügung gestellt werden, etwa der Spülmaschine.

Auf den Bedarf nach einer solchen Lösung hatte ihn ein Großküchen-Hersteller aufmerksam gemacht. Die Entwicklung drohte aber teuer zu werden. „Deshalb haben wir uns gemeinsam auf die Suche nach öffentlichen Förderprogrammen gemacht“, so Bröder. „Gefunden haben wir zunächst nur ich eine unüberschaubare Fülle von Angeboten.“ Zur Hilfe gerufene Berater vergrößerten das Chaos noch. „Die haben uns mit Formularen zugemüllt, die wir uns längst selbst besorgt hatten. Und dafür wollten die auch noch Geld.“

Das Dickicht gelichtet hat schließlich Jürgen Lenz, Chef der Leverkusener Subventionsberatung Innova1. Er hat sich auf die Beratung in Zusammenhang mit dem Förderprogramm „Pro Inno II“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) spezialisiert. „Natürlich kennen wir auch andere öffentliche Geldquellen für Mittelständler“, so der 59-Jährige. „Pro Inno II ist aber für das Gros der Firmen das ideale Programm.“ Im Gegensatz zu den meisten Alternativen auf Bundes- und EU-Ebene richte es sich nicht ausschließlich an die Entwickler von Schlüsseltechnologien, etwa aus den Bereichen Nano- oder Gentechnik. „Pro Inno II ist ein Programm für die klassischen Branchen. 95 % der kleinen und mittleren Unternehmen arbeiten in diesem Bereich.“

Laut Lenz kostet es jeden Unternehmer mindestens eine Woche Arbeit, um einen Förderantrag in Eigenregie ordnungsgemäß auszufüllen. „Dabei wird das Tagesgeschäft schnell vernachlässigt.“ In solchen Fällen sei es doppelt schmerzhaft, wenn die Mühe vergebens war. Und das passiere häufig: „Rund 50 % aller Anträge, die ohne professionelle Beratung eingereicht werden, bleiben erfolglos.“

Diese Quote schlägt Lenz locker. In den 14 Jahren, in denen er als selbstständiger Subventionsberater tätig ist, hat er angeblich noch alle Anträge durchgeboxt. „Bei mir hat noch jeder sein Geld bekommen.“ Leer ausgegangen seien nur die, denen er frühzeitig von der Antragstellung abgeraten habe.

Die Zusammenarbeit mit Innova1 fängt für Mittelständler immer kostenlos und unverbindlich an. In einem Telefonat oder via Online-Formular klopft Lenz zunächst ab, ob ein Projekt überhaupt förderfähig ist (die Voraussetzungen dafür sind im Kasten unten erklärt). „Die Kunden können dabei nur gewinnen. Bekommen sie ein negatives Feedback, haben sie viel Zeit und Geld einer erfolglosen Antragstellung gespart. Bekommen sie jedoch ein positives Feedback, sind die Fördergelder schon fast bei ihnen“, so der Leverkusener selbstbewusst.

Das Honorar von Lenz besteht zunächst aus drei fixen Komponenten: Für ein rund achtstündiges Projektierungsgespräch beim Kunden und seinem Kooperationspartner werden 1800 € fällig. Darin enthalten ist der Entwurf des Antrags. Bröder erinnert sich: „Lenz hat die Formulare gemeinsam mit uns ausgefüllt. Dabei hat er einige förderungsrelevante Details aus uns rausgekitzelt, die wir aus Betriebsblindheit gar nicht mehr gesehen haben. Er weiß genau, worauf die Prüfer Wert legen.“

Für einen anschließenden telefonischen Abgleich der gesammelten Daten und ggf. erforderliche Ergänzungen werden weitere 750 € fällig. Der gleiche Betrag fällt dann nochmal an, wenn Rückfragen des Sachbearbeiters beantwortet werden müssen. „Unter dem Strich beträgt das Fixgehalt also 3500 €“, so Lenz. Der variable Anteil betrage 7 % bis 10 % der Fördersumme, abhängig vom gewünschten Betrag.

Wer weniger Fixgehalt zahlen will, kann ein alternatives Honorarmodell wählen: Darin beträgt das Fixum 750 €. Allerdings werden dann zusätzlich 12 % bis 15 % der Fördersumme fällig.

Ist das beantragte Geld angekommen, ist die Arbeit des Subventionsberaters noch nicht vorbei. „Wir klären unseren Kunden beispielsweise noch darüber auf, welche Pflichten er nun hat“, so Lenz. Dazu zähle vor allem das fristgerechte Einreichen von detaillierten Zwischenberichten. „Wir bieten ein Controlling-Paket, in dem die gesamte richtliniengerechte Förderabwicklung enthalten ist, für rund 500 € an. 99 % unserer Kunden nehmen diesen Dienst in Anspruch.“

Richtig schnelles Geld gibt es über „Pro Inno II“ nicht. Laut Lenz vergehen rund sechs Monate vom ersten Kontakt mit ihm bis zum Eingang des Geldes. „Eine Besonderheit aber ist, dass der Antragsteller ab Antragsabgabe zuschusswirksam mit seinem Projekt beginnen kann – zunächst natürlich auf eigenes Risiko.“ Bei anderen Förderprogrammen müsse erst eine Zusage abgewartet werden.

Bröder bearbeitet gerade seinen dritten Förderantrag gemeinsam mit Lenz. Diesmal geht es um eine Sicherungsausfallüberwachung in Drehstromsystemen. Der Merzenicher ist sich sicher, auch dafür wieder öffentliche Mittel zu bekommen. „Mit Lenz habe ich endlich einen Berater kennengelernt, der nicht nur Geld kostet, sondern auch Geld mitbringt. Dabei ist er so erfolgreich, dass man das als Garantiefall bezeichnen kann.“ S. ASCHE

Von Stefan Asche
Von S. Asche

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