Drone-Tracker von Dedrone 28.01.2015, 14:09 Uhr

Drohnen-Warnsystem kommt im April auf den Markt

Das deutsche Unternehmen Dedrone will das erste professionelle Drohnen-Warnsystem auf den Markt bringen. Der DroneTracker erkennt unbemannte Flugobjekte im Umkreis von 100 Metern und schlägt Alarm, wenn eine Drohne in sein Überwachungsgebiet eindringt.

Das vom deutschen Unternehmen Dedrone entwickelte Drohnen-Warnsystem schlägt Alarm, wenn eine Drohne in sein Überwachungsgebiet eindringt. Auf dem Foto wäre dies das Industriegelände. Es könnte beispielsweise Industriegelände schützen.

Das vom deutschen Unternehmen Dedrone entwickelte Drohnen-Warnsystem schlägt Alarm, wenn eine Drohne in sein Überwachungsgebiet eindringt. Auf dem Foto wäre dies das Industriegelände. Es könnte beispielsweise Industriegelände schützen.

Foto: Dedrone GmbH

Erst wenige Tage ist es her, dass die kleine Drohne vom Typ DJI Phantom im Garten des Weißen Hauses zu Bruch ging. Während Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle in Indien unterwegs waren, überflog das 40 Zentimeter große unbemannte Flugobjekt das Radar des Präsidentschaftssitzes unbemerkt.

Geschäftsidee aus Kassel: ein Drohnen-Warnsystem

Tatsächlich, so wurde heute bekannt, hatte ein angetrunkener Mitarbeiter der Behörde für militärische und kartografische Aufklärung das Ding von einer nahegelegenen Wohnung aus versehentlich in den Präsidentschaftsgarten geflogen und dann die Kontrolle über die Drohne verloren. Der Secret Service stufte den Vorfall als „Missgeschick eines Betrunkenen“ ein, aber Präsident Obama soll nicht amused gewesen sein.

Ingo Seebach aus Kassel hingegen wird die Meldung mit einer gewissen Genugtuung aufgenommen haben. Zeigt sie doch aus seiner Sicht, wie wichtig seine im letzten Jahr entwickelte Geschäftsidee werden könnte. Aus seinem Unternehmen Seetech heraus, das Hydraulikkomponenten für den Bergbau herstellt, gründete Seebach Anfang 2014 die Firma Dedrone. Mit ihr will er Mitte April den Drone-Tracker, das nach eigenen Angaben weltweit erste professionelle Drohnen Detektions- und Warnsystem, auf den Markt bringen.

Der DroneTracker überwacht den Luftraum im Umkreis von 100 Metern

Das Gerät mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern und einer Höhe von 15 Zentimetern würde etwa an Gebäudewänden oder Fenstern angebracht und überwacht mit akustischen und visuellen Sensoren einen Luftraum von 100 Metern. Entdeckt der Drone-Tracker eine Drohne im überwachten Luftraum, löst er einen Alarm aus. Der erreicht die Sicherheitskräfte drahtlos, über eine Smartphone-App oder per E-Mail. Eine Kamera speichert Bilder und Videos in HD-Qualität und liefert damit wichtige Informationen und Beweise.

DroneTracker: Das Gerät mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern und einer Höhe von 15 Zentimetern kann an Gebäudewänden oder Fenstern angebracht werden. Es überwacht mit akustischen und visuellen Sensoren einen Luftraum von 100 Metern. 

DroneTracker: Das Gerät mit einem Durchmesser von etwa 60 Zentimetern und einer Höhe von 15 Zentimetern kann an Gebäudewänden oder Fenstern angebracht werden. Es überwacht mit akustischen und visuellen Sensoren einen Luftraum von 100 Metern. 

Foto: Dedrone GmbH

Der DroneTracker arbeitet sowohl tagsüber als auch nachts und kann in bestehende Alarmanlagen integriert oder auch im Verbund zusammengeschaltet werden. Die Software für den DroneTracker, die Seebach gemeinsam mit drei Programmierern entwickelt hat, steuert die Sensortechnik, so dass diese zwischen einer Drohne und einem anderen Flugobjekt, etwa einem Vogel, unterscheiden kann. Das Drohnenerfassungsgerät könne auch mobil eingesetzt werden, zum Beispiel bei Konferenzen, um dort einzelne Fensterfronten oder Gebäudeteile zu sichern.

Mögliche Kunden sind Sicherheitsbehörden, Industrieunternehmen und Promis

Mit seinem Drohnen-Warnsystem glaubt Seebach einen Nerv getroffen zu haben. Weltweit würden immer mehr dieser Fluggeräte an Privatleute verkauft, aktuell seien es 300.000 Stück im Monat. Und die Meldungen über mit Drogen beladene Drohnen kommen inzwischen nicht nur aus den USA. Erst kürzlich war eine Schmuggeldrohne beim Anflug an ein Zellenfenster in einem Hamburger Gefängnis abgestürzt.

„Mit der wachsenden Leistungsfähigkeit der Drohnen steigen auch die Möglichkeiten, sie für kriminelle Zwecke zu missbrauchen“, sagt Ingo Seebach. „Die Liste unserer Interessenten ist daher lang und reicht von öffentlichen Einrichtungen und Sicherheitsbehörden über Industrieunternehmen bis hin zu Prominenten.“ 

Von Gudrun von Schoenebeck

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