Halbe Milliarde Nutzer 23.05.2016, 14:05 Uhr

Datengigant Dropbox eröffnet erste Niederlassung in Deutschland

Dropbox eröffnet seine erste deutsche Niederlassung in Hamburg. Von dort will der Internetriese seine 30 Millionen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreuen. Und vielleicht junge deutsche IT-Talente für sich gewinnen.

Sonnenaufgang in Hamburg: Seit dem 23. Mai 2016 hat Datengigangt Dropbox in der Hafenstadt eine Niederlassung – die erste in Deutschland. 

Sonnenaufgang in Hamburg: Seit dem 23. Mai 2016 hat Datengigangt Dropbox in der Hafenstadt eine Niederlassung – die erste in Deutschland. 

Foto: Bodo Marks/dpa

Daten am heimischen PC in einer Cloud speichern und während des Urlaubs mit dem Laptop, Tablet oder Smartphone darauf zugreifen: Das ermöglicht Dropbox, ein Filehosting-Dienst, den zwei Studenten 2007 in San Francisco gegründet haben. Mittlerweile zählt das Unternehmen weltweit über eine halbe Milliarde Nutzer. Allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen über 30 Millionen Menschen den Dienst. Grund genug, eine Niederlassung in Deutschland zu eröffnen. Und zwar in Hamburg, im CS Business Center, direkt gegenüber der Elbphilharmonie.

Dropbox sucht die Nähe zu Facebook, Google und Airbnb 

Warum gerade Hamburg? „Die Wahl ist auf Hamburg gefallen, weil es hier eine signifikante IT-Community gibt und ikonische IT-Unternehmen wie Facebook, Google oder Airbnb hier sitzen. Mit neuen Geschäftsmodellen, die eine gewisse Dynamik ausstrahlen“, sagt Oliver Blüher, Geschäftsführer der Niederlassung, im Gespräch mit der Welt. „Darüber hinaus gibt es hier rund 9500 Unternehmen mit mehreren zehntausend Mitarbeitern, die sich mit IT beschäftigen. Ein ziemlich großer Talent-Pool.“

Dropbox zählt weltweit über eine halbe Milliarde Nutzer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind es über 30 Millionen. Am 23. Mai 2016 eröffnet das Unternehmen seine erste deutsche Niederlassung in Hamburg. 

Dropbox zählt weltweit über eine halbe Milliarde Nutzer. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind es über 30 Millionen. Am 23. Mai 2016 eröffnet das Unternehmen seine erste deutsche Niederlassung in Hamburg. 

Foto: Armin Weigel/dpa

Für seine kostenpflichtige Leistung konnte Dropbox bislang 4000 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnen – unter anderem die TUI Group, Expedia und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik. Und in Zukunft könnte die Zahl weiter steigen. Denn 2015 nutzten 54 % der deutschen Unternehmen Cloud Computing, verrät der Cloud Monitor 2016 von Bitkom Research – ein Jahr zuvor waren es erst 44 %. „Der Mittelstand hat seine Zurückhaltung beim Cloud Computing endgültig abgelegt“, sagt Axel Pols, Geschäftsführer der Bitkom Research.

Datenspeicherung in Frankfurt am Main

Die Bitkom-Studie verrät aber auch: 83 % der deutschen Unternehmen wünschen sich, dass Filehosting-Dienste ihre Daten in Deutschland speichern. Denn hierzulande gelten starke Datenschutzgesetze. Und genau das will Dropbox Kunden zukünftig ermöglichen. „Wir werden in Frankfurt ein Datencenter zur Verfügung stellen“, sagt Blüher. „Momentan sind wir im Beta-Test, ab dem dritten Quartal soll es nutzbar sein.“ Ein Großteil der Firma sei zudem darauf fokussiert, ein Maximum an Sicherheit zu gewährleisten. Dafür arbeitet Dropbox unter anderem mit dem Augsburger IT-Sicherheitsspezialisten Boxcryptor zusammen.

Auch Microsoft speichert Daten in Deutschland

Auch Microsoft bietet Cloud-Dienste für die speziellen Bedürfnisse deutscher Unternehmen an. Das Unternehmen investiert derzeit 15 Milliarden $ für den Ausbau von 100 Datenzentren in 40 Ländern. In Frankfurt und Magdeburg sollen im zweiten Halbjahr 2016 zwei Rechenzentren für Microsofts Cloud-Computing-Plattform Azure ans Netz gehen.

54 % der deutschen Unternehmen nutzen mittlerweile Cloud-Computing. Die meisten Betriebe wünschen sich, dass Filehosting-Dienste ihre Daten in Deutschland speichern. 

54 % der deutschen Unternehmen nutzen mittlerweile Cloud-Computing. Die meisten Betriebe wünschen sich, dass Filehosting-Dienste ihre Daten in Deutschland speichern. 

Foto: Ole Spata/dpa

Große Firmen sollen die Garantie erhalten, dass ihre gehosteten Daten Deutschland nicht verlassen – Verbindungen zu Anwendern sollen entsprechend nur über inländische Server laufen. IBM verfolgt mit der Cloud-Plattform Watson eine ähnliche Strategie. Das Unternehmen eröffnete im Dezember 2015 ein Forschungs- und Vertriebszentrum in München, um Kunden von der IT-Sicherheit zu überzeugen. 

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