Schöneres Design für Google Glass 25.03.2014, 15:15 Uhr

Datenbrille: Google und Ray-Ban-Hersteller Luxottica gehen Kooperation ein

Google und der italienische Brillenhersteller Luxottica werden künftig zusammenarbeiten. Gemeinsam wollen sie modische Gestelle für die Datenbrille Google Glass entwickeln. Wann erste Modelle auf den Markt kommen werden, ist noch unbekannt. 

Google und der weltweit größte Brillenhersteller Luxottica wollen künftig gemeinsam an der Optik der Datenbrille Google Glas feilen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen jetzt getroffen. 

Google und der weltweit größte Brillenhersteller Luxottica wollen künftig gemeinsam an der Optik der Datenbrille Google Glas feilen. Eine entsprechende Vereinbarung haben die beiden Unternehmen jetzt getroffen. 

Foto: Luxottica

Luxottica designt und vertreibt unter anderem auch die Brillenmarken Ray-Ban und Oakley. Unter diesen sollen sich künftig auch neue Gestelle für Google Glass befinden. Dafür sollen Mode, Lifestyle und innovative Technologie miteinander kombiniert werden. Luxottica ist der weltweit größte Brillenhersteller mit derzeit etwa 5000 Geschäften in den USA.

Technik trifft Design

Hintergrund der Kooperation: Im Rahmen des „Explorer-Programms“ testen derzeit etwa 10.000 Menschen Googles Datenbrille. Dabei wurde festgestellt, dass die Datenbrille ein Imageproblem hat. Denn schick ist sie nicht. Vielerorts wird sie eher belächelt oder angestarrt. Und spöttisch „Glasshole“ genannt.

Schwierig ist es offenbar auch, die Menschen mit der Google-Brille vertraut zu machen. Der Gedanke, einen Computer im Gesicht zu tragen, sei nicht förderlich, erklärte Google-Manager Astro Teller gegenüber dem Wall Street Journal. Entstanden ist die Datenbrille im Forschungslabor Google X. In einem Langzeittest erwies es sich als besonders problematisch und störend, dass die Kamera deutlich zu erkennen ist. Damit die Datenbrille künftig besser akzeptiert wird, wollen Google und Luxottica nun Technik und Design miteinander in Verbindung bringen.

Datenbrille kommt unter Ray-Ban oder Oakley

Mit der Hilfe von Luxottica hofft Google alle Zweifel von potentiellen Nutzern beseitigen zu können und die Datenbrille alltagstauglich zu machen.

Ein modisch designtes Brillengestell, hofft Google, trägt dazu bei die Datenbrille auch entgegen einem derzeitigen Trend einsetzen zu können: Analysten sehen sie eher in professionellen Bereichen wie beispielsweise in Krankenhäusern oder bei der Polizei angesiedelt. Das reicht Google aber nicht.

Das zeigt eine weitere Kooperation, die das Unternehmen aus Mountain View zuvor bereits mit der Optiker-Kette VSPG Global eingegangen ist. Dort wird an Korrekturlinsen für Google Glass gearbeitet. Zudem sollen die Läden künftig die Kunden mit der Nutzung der Datenbrille vertraut machen.

Wirklich chic kommt Google Glass bisher selbst in der Titanium Collection nicht rüber. 

Wirklich chic kommt Google Glass bisher selbst in der Titanium Collection nicht rüber. 

Foto: Screenshot ingenieur.de/Google

Der klitzekleine Bildschirm des Mini-Computers wird am Rahmen einer Brille befestigt. Jederzeit können dort Informationen aus dem Internet abgerufen oder E-Mails gelesen werden. Aber mit der Datenbrille können auch unbemerkt Fotos oder Videos aufgenommen werden. Was Datenschützer viel mehr stört als der noch fehlende Chic des Gestells.

Doch auch auf diese Kritik hat Google bereits reagiert und einen Glass-Knigge herausgegeben: Auf der Liste der Benimmregeln sind die Situationen aufgeführt,  bei denen es sich besser schickt, die Brille abzusetzen.

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