Aufholjagd in Fernost 19.11.2013, 12:36 Uhr

Daimler eröffnet neues Motorenwerk in China

Erst gestern hat Daimler ein neues Motorenwerk in Peking eröffnet. Und damit nicht genug. Unmittelbar danach hat sich Firmenchef Dieter Zetsche ins Flugzeug nach China gesetzt. Angeblich will er noch heute eine Allianz mit dem einheimischen Autobauer BAIC unterzeichnen. 

Strategische Partnerschaft seit zehn Jahren: Daimler-Chef Dieter Zetsche, schüttelt am 1. Februar 2013 in Stuttgart dem Chairman von BAIC, Heyi Xu, nach einer Vertragsunterzeichnung die Hand. Aktuell steht der Einstieg von Daimler bei seinem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) unmittelbar bevor. 

Strategische Partnerschaft seit zehn Jahren: Daimler-Chef Dieter Zetsche, schüttelt am 1. Februar 2013 in Stuttgart dem Chairman von BAIC, Heyi Xu, nach einer Vertragsunterzeichnung die Hand. Aktuell steht der Einstieg von Daimler bei seinem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) unmittelbar bevor. 

Foto: dpa/Daimler AG

Daimler und der chinesische Autobauer Beijing Automotive (BAIC) haben einen neuen Meilenstein ihrer strategischen Kooperation erreicht: Gestern haben beide Konzerne, die in China unter dem Namen Beijing Benz Automotive Corporation (BBAC) firmieren, ein gemeinsames Motorenwerk in Peking eröffnet. Kostenpunkt: rund 400 Millionen Euro.

Jährlich sollen zukünftig über 250.000 Vier- und Sechs-Zylinder-Motoren für die Mercedes E-, C- und GLK-Klasse vom Band laufen. BBAC produziert diese schon länger in China. „Nun entsteht auch das Herz unserer Mercedes-Benz Pkw hier in Peking“, sagte Frank Deiss, Präsident des BBAC. „Das unterstreicht unsere umfassende Lokalisierungsstrategie.“

Daimler vertraut auf Zukunftsmarkt China 

Daimler und BAIC hatten 2013 den zehnten Jahrestag ihrer strategischen Partnerschaft gefeiert. „Während der inzwischen zehnjährigen Partnerschaft von Daimler und BAIC hat sich unser Produktions-Joint-Venture hervorragend entwickelt“, sagt Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG für China. „Mit der Investition von rund 400 Millionen Euro in die lokale Produktion und modernste Technologien bedienen wir unsere chinesischen Kunden zukünftig noch besser. Das ist ein klares Zeichen des Vertrauens in unsere Zukunft auf diesem Markt.“

Unmittelbar nach der Werkseröffnung könnte ein weiterer Höhepunkt der Partnerschaft folgen: Daimler hatte bereits im Februar angekündigt, sich mit zwölf Prozent (650 Millionen Euro) an BAIC beteiligen zu wollen. Während der Eröffnung erklärte BAIC-Chef Xu Heyi, die strategische Allianz werde schon heute unterzeichnet. Daimler bestätigt dies nicht, verweist aber darauf, dass sich Daimler-Chef Dieter Zetsche derzeit im Flugzeug nach Peking befindet.

Das neue BBAC-Motorenwerk in Peking hat 400 Millionen Euro gekostet und ist technisch auf dem neuesten Stand. Hier sollen zukünftig 200 000 Motoren pro Jahr produziert werden – hauptsächlich für die Mercedes E-, C- und GLK-Klasse. 

Das neue BBAC-Motorenwerk in Peking hat 400 Millionen Euro gekostet und ist technisch auf dem neuesten Stand. Hier sollen zukünftig 200 000 Motoren pro Jahr produziert werden – hauptsächlich für die Mercedes E-, C- und GLK-Klasse. 

Foto: Daimler

Wenn Zetsche unterschreibt, soll Folgendes geschehen: Der chinesische Autobauer BAIC übernimmt mit 51 Prozent die Mehrheit am Gemeinschaftsunternehmen BBAC, kann dieses als Eigentum ausgeben und somit an die chinesische Börse gehen. Daimler erhält im Gegenzug zwei Sitze im Aufsichtsrat, um den eigenen Einfluss absichern zu können.

Im Vergleich zu BMW und Audi positioniert sich Daimler verhältnismäßig spät auf dem chinesischen Markt. „Die anderen Konzerne konnten sich ihre Partner noch aussuchen, für Daimler blieb eigentlich nur noch Beijing Automotive übrig“, sagte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Da ohne einen einheimischen Partner auf dem chinesischen Markt kein Erfolg zu erzielen sei, könne Zetsche das Engagement kaum wieder so einfach beenden wie die Partnerschaft mit Chrysler. Aber immerhin, sagt Dudenhöffer, verfüge BAIC über eine ordentliche Expertise im Bereich Nutzfahrzeuge. Auf dieser Ebene könne man Vertrauen aufbauen.

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