Offensive gegen Audi und BMW 26.11.2013, 16:24 Uhr

Daimler will 30 neue Autos bis 2020 auf den Markt bringen

Im Kampf um die Position des erfolgreichsten Premiumherstellers will Daimler seine Konkurrenten BMW und Audi nach vielen vergeblichen Versuchen endlich überholen. Daimler-Chef Dieter Zetsche setzt auf eine Modelloffensive: Er will 30 neue Modelle bis 2020 auf den Markt bringen.

Mercedes will mit vielen neuen Modellen wieder zum führenden Premiumhersteller weltweit werden.

Mercedes will mit vielen neuen Modellen wieder zum führenden Premiumhersteller weltweit werden.

Foto: Daimler

„Wir haben bis 2020 noch 30 neue Autos in Planung, also pro Quartal eines“, sagte Bodo Uebber, Daimler-Finanzvorstand, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Für den chinesischen Markt habe man beispielsweise erst kürzlich eine Langversion der C-Klasse entwickelt. Geplant seien aber auch brandneue Modelle ohne Vorgänger.

Neue C-Klasse schockt Nostalgiker

2014 soll eine neue Generation der Mercedes C-Klasse auf den deutschen Markt kommen. An Bord neue Extras als Kundenlockruf: etwa eine Klimaanlage, die Tunnel automatisch über GPS erkennt und selbstständig die Umluftfunktion aktiviert. Dank neuer Leichtbaumaterialien spricht Daimler auch von einem 20 Prozent niedrigeren Verbrauch.

Neues Mercedes-Benz-Entwicklungszentrum in Sunnyvale, Kalifornien: Daimler will 30 neue Modelle bis 2020 entwickeln, um seine Konkurrenten Audi und BMW zu überholen.

Neues Mercedes-Benz-Entwicklungszentrum in Sunnyvale, Kalifornien: Daimler will 30 neue Modelle bis 2020 entwickeln, um seine Konkurrenten Audi und BMW zu überholen.

Foto: Daimler

Der Anblick des Innenraums dürfte bei Mercedes-Nostalgikern hingegen einen Schock auflösen: Hier ist nichts mehr wie gewohnt. Das Team um Interieur-Designer Hartmut Sinkwitz setzte unter anderem auf lackierte Schalterleisten aus schwarzem Kunststoff, die wie Klaviertasten glänzen. „Die Entwicklung fiel in jene Zeit, in der wir unsere Marke neu definiert und den Slogan ´Das Beste oder nichts‘ etabliert haben“,  erklärt Sinkwitz. Das habe er den Entscheidern immer wieder unter die Nase gerieben. Optisches Wahrzeichen sei auch die stark geschwungene Mittelkonsole. Ein Novum ist das Touchpad auf der rechten Fahrerseite, mit dem sich der Bordcomputer steuern lässt. 

Daimlers Talfahrt scheint überwunden

Die fünfzehnmonatige Talfahrt hatte Daimler bereits im dritten Quartal 2013 überwunden. Der Konzern meldete Ende Oktober wieder Gewinnüberschüsse im Kerngeschäft. Der Gewinn sei auf 1,84 Milliarden Euro gestiegen – ein 60-prozentiger Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Uebber ist überzeugt, dass die Wende endlich erreicht sei. „Wir haben diesen Sprung geschafft und die Grundlage für 2014 gelegt.“

Audi und BMW haben immer noch die Nase vorn

Trotz positiven Wachstums liegt Daimler aber immer noch hinter Audi und BMW zurück. Die Premium-Rivalen fahren in der Pkw-Sparte Umsatzrenditen von neun bis zehn Prozent ein. Daimler lag mit 7,3 Prozent im dritten Quartal 2013 deutlich dahinter, erreichte aber einen überraschenden Anstieg: noch im Quartal zuvor lag die Rendite bei lediglich 6,4 Prozent.

Auch der Umsatz wuchs im dritten Quartal um fünf Prozent auf 30,1 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren dabei besonders die Kompaktmodelle der A- und B-Klasse. Der Absatz der neu designten E-Klasse stieg um ein Viertel. Insgesamt verkaufte der Konzern 14 Prozent mehr Autos, in China lag das Plus bei 38 Prozent.

Daimler investiert 650 Millionen Euro in Beijing Automotives

Zu den großen Wachstumsmärkten der Autobauer gehört China. Doch hier ist Daimler im Vergleich zu Audi und BMW vergleichsweise spät in die Offensive gegangen. Zwar bestand schon die letzten zehn Jahre ein Joint Venture mit dem chinesischen Autohersteller Beijing Automotive (BAIC). Doch so richtig ernst wurde es erst in den letzten Wochen. Da kündigte Daimler an, sich mit 650 Millionen Euro an BAIC beteiligen zu wollen. Gleichzeitig eröffneten die beiden Unternehmen ein gemeinsames Motorenwerk in Peking. Dort sollen jährlich über 250.000 Vier- und Sechs-Zylinder-Motoren für die Mercedes E-, C- und GLK-Klasse vom Band laufen. 

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