Entwicklerkonferenz WWDC 09.06.2015, 14:12 Uhr

Apple zeigt Streamingdienst Apple Music und iOS-Neuerungen

Apple hat auf der Entwicklerkonferenz WWDC den Startschuss für den Streamingdienst Apple Music gegeben. Zudem gibt es eine Reihe Neuerungen für die Betriebssysteme iOS und OS X.

5000 Entwickler und Apple-Fans aus der gesamten Welt versammeln sich derzeit auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco.<h2><strong> </strong></h2>

5000 Entwickler und Apple-Fans aus der gesamten Welt versammeln sich derzeit auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco.

 

Foto: Apple

Preislich bewegt sich Apple in der Liga von Spotify: Für 10 US-Dollar pro Monat können Nutzer über 30 Millionen Songs streamen. Für 15 Dollar gibt es einen Account für bis zu sechs Familienmitglieder. Der Dienst startet am 30. Juni in 100 Ländern. Und Überraschung: Apple beschränkt ihn nicht wie erwartet auf iOS, sondern öffnet ihn auch für Android. Das teilte der Konzern in der Nacht zu Dienstag auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco mit.

Für das Betriebssystem von Google wird es ab Herbst eine eigene Apple-Music-App geben. Auf iOS-Geräten hingegen ist Apple Music in iTunes integriert. Sprachassistent Siri wird kurzerhand zur Fernbedienung. Ein Sprachbefehl ins Smartphone genügt, und schon spielt Apple Music den gewünschten Song.

Neues OS X heißt El Capitan

Auf der Entwicklerkonferenz in San Francisco hat Apple auch den Nachfolger der Desktopsoftware OS X Yosemite angekündigt: Er hört auf den Namen El Capitan – genau wie ein Berg im US-Nationalpark Yosemite – und soll noch benutzerfreundlicher sein. Eine neue Fensterverwaltung beispielsweise soll bei mehreren geöffneten Programmfenstern den Überblick bewahren helfen. Ein Splitscreen-Modus lässt den Nutzer zudem in zwei Programmen gleichzeitig arbeiten.

Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering, stellte auf der Apple-Entwicklerkonferenz das neue Betriebssystem El Capitan vor.

Craig Federighi, Senior Vice President of Software Engineering, stellte auf der Apple-Entwicklerkonferenz das neue Betriebssystem El Capitan vor.

Foto: Apple

Einige Neuheiten gibt es auch für Apples mobiles Betriebssystem iOS: In der kommenden Version 9 gibt es genau wie bei OS X die Suchfunktion Spotlight. Sprachassistent Siri kann somit auf kontextbezogenen Suchanfragen reagieren, beispielsweise auf „Öffne das Dokument, das ich gestern bearbeitet habe“.

Spotlight, Kartendienst und News-App für iOS 9

Auch das Multitasking soll leichter werden. Der Nutzer kann zukünftig die Übersicht mit den zuletzt geöffneten Apps an der rechten Seite heranziehen und zwischen den Apps wechseln. Für das iPad Air 2 soll es zudem einen Splitscreen für zwei gleichzeitig geöffnete Apps geben.

Zudem baut Apple den eigenen Kartendienst Maps aus. Ähnlich wie Google kann die App zukünftig die optimale Route zwischen S-Bahn, Bus und Auto heraussuchen. In Deutschland funktioniert das zunächst allerdings nur in Berlin.

Apple-Chef Tim Cook gab auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco den Startschuss für den neuen Streaming-Dienst Apple Musik. Er soll am 30. Juni verfügbar sein.

Apple-Chef Tim Cook gab auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco den Startschuss für den neuen Streaming-Dienst Apple Musik. Er soll am 30. Juni verfügbar sein.

Foto: Apple

Neu ist auch die Nachrichten-App News, mit der Apple der Android-App Flipboard Konkurrenz macht. News stellt Artikel aus verschiedenen Medien zusammen – darunter die New York Times, Atlantic und Politico. Nutzer können den Newsstream dann ihren eigenen Interessen anpassen. Apple startet den Dienst zunächst in den USA, Großbritannien und in Australien. Über den Start in Deutschland hat sich das Unternehmen nicht geäußert.

iOS 9 ab Herbst gratis erhältlich

iOS 9 soll zudem viel stromsparender arbeiten. Apple spricht bei durchschnittlichem Gebrauch von bis zu einer Stunde längeren Laufzeit. Ein zusätzlicher Stromsparmodus soll bis zu drei Stunden extra rausschlagen. iOS 9 gibt es ab Herbst gratis für alle Geräte, auf denen jetzt iOS 8 läuft – das Update benötigt 1,3 GB Speicherplatz. 

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