Firmenporträt 13.01.2012, 12:02 Uhr

AlzChem: Bewerber müssen soziale Kompetenz mitbringen

Verfahrenstechnik-Ingenieuren eröffnet die Chemiebranche vielfältige Perspektiven. Auch kleinere Unternehmen, die nicht in den Industriezentren liegen, sind attraktive Arbeitgeber. Spezielle Trainee-Programme bereiten Jungingenieure auf ihre Aufgaben vor. Ein Porträt des bayerischen Unternehmens AlzChem in Trostberg.

„Verfahrenstechnik-Ingenieure mit Berufserfahrung sind sehr schwer zu finden“, sagt Christian Beuth, Leiter Personal & Soziales bei AlzChem in Trostberg. Das Chemieunternehmen beschäftigt rund 1300 Mitarbeiter, darunter sind rund zehn Arbeitsplatze für Verfahrenstechnik-Ingenieure. „Der Bedarf steigt“, wie der Personalchef betont.

Der Grund: Viele Absolventen, so Beuth, konzentrierten sich beim Berufseinstieg zu sehr auf die Branchen Maschinenbau und Automobil. Trotz guter Jobchancen spiele die Chemiebranche bei den Ingenieuren der Verfahrenstechnik oft nur eine untergeordnete Rolle.

Der Standort des mittelständischen Unternehmens, das rund 90 km von München entfernt im Südosten Oberbayerns – im sogenannten Bayerischen Chemiedreieck – liegt, ist außerhalb der Region wenig bekannt. „Es ist schwierig, beispielsweise Absolventen der TU Karlsruhe für Trostberg zu gewinnen“, bedauert Beuth.

AlzChem wirbt gezielt um junge Menschen aus der Region

Doch Unternehmen wie AlzChem werben gezielt um die Gunst von Schülern und Absolventen in der Region. Viele Menschen im Südosten Oberbayerns leben gerne dort. „Deshalb fokussieren wir unsere Personalpolitik auf die jüngeren Menschen in der Region. Unsere Ausbilder arbeiten intensiv mit den regionalen Schulen zusammen, werben für die Chemiebranche, weisen auf unsere Ausbildungsangebote hin und versuchen so, die Menschen im Chiemgau zu halten und kontinuierlich zu qualifizieren“, sagt Beuth.

Außerdem kommen 2012 mit den dualen Studiengängen neue Perspektiven für Abiturienten hinzu. Zum nächsten Sommersemester gibt es das attraktive Programm, Studieren und Arbeiten miteinander zu verknüpfen, auch in Bayern.

AlzChem kooperiert mit den Fachhochschulen in Rosenheim und Mühldorf. Der Studiengang Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik wird in Mühldorf neu aufgebaut.

Innerbetriebliche Weiterbildung wird bei AlzChem groß geschrieben

Überhaupt wird Lernen und Weiterqualifizieren in dem Chemieunternehmen mit seiner über 100-jährigen Tradition groß geschrieben. „Unsere Anlagen umfassen ein sehr breites Spektrum der Verfahrenstechnik. Das erfordert von unseren Mitarbeiter umfangreiches und fundiertes Wissen“, erläutert Ludwig Englmaier, verantwortlich für Engineering und Verfahrenstechnik bei AlzChem. Je nach Vorbildung oder Studium kann die innerbetriebliche Weiterbildung weitere vier bis fünf Jahre dauern.

Doch bei der Auswahl von Bewerbern ist nicht nur technisches Wissen gefragt, sondern das Unternehmen legt auch großen Wert auf Softskills. „Bewerber müssen soziale Kompetenz mitbringen, denn Anlagenplanung ist immer Teamarbeit“, ergänzt Englmaier.

Das Unternehmen investiert viel in die Qualifikation seiner Mitarbeiter. Auch während der vergangenen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 verzichtete AlzChem auf Entlassungen und Kurzarbeit. „Wir haben die Chance genutzt, unsere gewerblichen Mitarbeiter weiterzubilden“, sagt Beuth. Belohnt wird das Engagement mit einer geringen Fluktuationsrate und einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit.

Aufgrund eines kontinuierlichen Wachstums und der demografischen Entwicklung gibt es regelmäßig offene Positionen. In zwei bis drei Bewerbungsgesprächen, die Mitarbeiter der Personal- und Fachabteilung gemeinsam führen, werden Interessenten eingehend geprüft. „Wir nehmen uns viel Zeit für die Gespräche“, sagt Beuth. Im Lebenslauf angegebene Qualifikationen werden genau hinterfragt, ebenso die soziale Kompetenz.

AlzChem bietet Bachelorabschluss über Fernstudium an

Auch wer sich nach dem Abitur für eine Ausbildung entschieden hat, kann später eine höherwertige Qualifizierung anschließen. Schon heute bietet das Unternehmen an, über ein Fernstudium einen Bachelorabschluss zu erwerben.

Das demnächst beginnende Trainee-Programm, das auf die speziellen Anforderungen von AlzChem zugeschnitten ist, soll Jungingenieure an die anspruchsvolle Arbeit als Planungs- oder Betriebsingenieur heranführen. „Zwei Drittel unserer Verfahrenstechnik-Ingenieure haben an einer Technischen Hochschule studiert, ein Drittel bringt einen Fachhochschulabschluss mit“, so Englmaier. Unterschiedliche Weiterbildungswege erleichtern künftig besonders den Bachelor-Absolventen den Berufseinstieg.

Die Karrierewege bei AlzChem sind vielfältig. „In der Grundausbildung und den ersten Projekten zeigt sich häufig, wer das Potenzial für eine Führungsposition hat oder eine Fachkarriere anstrebt“, erläutert Ludwig Englmaier.

AlzChem ist als attraktiver Arbeitgeber in der Region bekannt

Am Anfang des Berufsweges von Ingenieuren steht die Projektarbeit im Engineering. Im Laufe der Ausbildung zum Projektmanager warten verantwortungsvollere Aufgaben mit größeren Investitionsbudgets und Projektteams. Die Aufgaben sind vielschichtig und umfassen in den einzelnen Planungsstadien neben der Technik beispielsweise auch termin- und kostengerechte Abwicklung. Ebenso gilt es, gesetzliche Auflagen und interne Richtlinien zu beachten. Auch in der Betriebstechnik gibt es interessante Karriereperspektiven. Doch Ingenieure, die dort eine verantwortliche Position anstreben, brauchen einen langen Atem. „Bei AlzChem haben wir für diese Aufgaben Ingenieure im Einsatz, die bereits über 15 Jahre Betriebserfahrung verfügen“, sagt Wilfried Meyer, Leiter Betriebstechnik und Werksdienst. „Insgesamt sind eine lange Anlaufphase, umfangreiches Wissen, viel Erfahrung und Routine nötig.“

Die hohen Anforderungen an Bewerber und Mitarbeiter schrecken Interessenten keineswegs ab. „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber in der Region. Unsere Personalpolitik zeichnet sich durch Kontinuität sowie Zuverlässigkeit aus und wir bieten jungen Leuten einen Job mit Perspektive“, so Personalchef Beuth selbstbewusst. Ob sich diese Einschätzung auch bis zu den Absolventen der Uni Karlsruhe rumspricht, wissen die Verantwortlichen in Trostberg zwar nicht, doch auch Bewerber aus anderen Regionen sind im Südosten Oberbayerns willkommen.

www.alzchem.de

Von Ingrid Weidner

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