3,4 % mehr Lohn 26.02.2015, 12:24 Uhr

Zitzelsberger sieht positive Resonanz der Beschäftigten auf Tarifabschluss

Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg stößt nach Aussage von IG-Metall-Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger auf Zustimmung der Beschäftigten. Im Interview mit den VDI nachrichten kündigte Zitzelsberger an, dass die Bildungsteilzeit ein Dauerthema bleibt.

Streikende Metallarbeiter demonstrierten im Februar in Kiel: Die Bildungsteilzeit will die IG Metall auch in den nächsten Arbeitskämpfen zum Thema machen.

Streikende Metallarbeiter demonstrierten im Februar in Kiel: Die Bildungsteilzeit will die IG Metall auch in den nächsten Arbeitskämpfen zum Thema machen.

Foto: Carsten Rehder/dpa

„Die ersten Rückmeldungen signalisieren eine große Zustimmung aus der Mitgliedschaft“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall in Baden-Württemberg den VDI nachrichten. Gewerkschaft und Arbeitgeber hatten sich am Dienstagmorgen auf eine Lohnerhöhung von 3,4 Prozent und Verbesserungen bei der Altersteilzeit und Weiterbildung geeinigt. Bei der IG Metall wird über die Annahme der Vereinbarung endgültig am 11. März abgestimmt.

Auch wenn sich die IG Metall mit ihrer Forderung nach mehr finanziellen Mitteln für die Bildungsteilzeit nicht durchsetzen konnte, will Zitzelsberger das Thema nicht abhaken. „Das wird zum Dauerbrenner“, so der Gewerkschaftschef. „Fachkräfte in den Betrieben sollen mit ihrem Wissen auf der Höhe der Zeit bleiben, unabhängig vom konkreten betrieblichen Bedarf.“

IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger auf einer Kundgebung in Mannheim: Die Tarifparteien in Baden-Württemberg einigten sich auf ein Lohnplus von 3,4 Prozent.

IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger auf einer Kundgebung in Mannheim: Die Tarifparteien in Baden-Württemberg einigten sich auf ein Lohnplus von 3,4 Prozent.

Foto: Uwe Anspach/dpa

Dass die Mittel für die Bildungsteilzeit aus den Töpfen der Altersteilzeit kommen, wertet Zitzelsberger als Teilerfolg. „Wir wollten von Anfang an einen Einstieg in dieses Thema und wir haben immer gesagt, dass die für Altersteilzeit nicht benötigten Mittel für die Bildungsteilzeit eingesetzt werden. Insofern ist das ein Teilerfolg.“

Von Axel Mörer-Funk

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