VERBRAUCHER ZAHLEN höhere Preise 10.10.2013, 07:29 Uhr

Ökostrom-Umlage soll nächstes Jahr um 20 % steigen

Im nächsten Jahr sollen Privatverbraucher und Teile der Unternehmen 6,3 Cent Öko-Umlage auf jede Kilowattstunde Strom zahlen. Das ist rund ein Cent mehr als bisher und entspricht einem Anstieg um 20 Prozent.

Windkraftanlage in Norddeutschland: Die Ökostromumlage steigt im nächsten Jahr um rund einen auf 6,4 Cent. Das ist ein Preisanstieg von 20 Prozent.

Windkraftanlage in Norddeutschland: Die Ökostromumlage steigt im nächsten Jahr um rund einen auf 6,4 Cent. Das ist ein Preisanstieg von 20 Prozent.

Foto: Enercon

Die Nachricht kommt mitten in die heftige Diskussion um die schleppende Energiewende. Und während der Ausbau der vielgepriesenen Offshore-Windkraft stockt und die Solarbranche in einer tiefgreifenden Krise steckt, dürfte sie die Sympathie für den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung erneut massiv stören. Rund 6,3 Cent Öko-Umlage sollen Verbraucher ab dem nächsten Jahr auf jede Kilowattstunde Strom bezahlen – das sind fast 20 Prozent mehr als noch in diesem Jahr. Zwar werden die vier Netzbetreiber den neuen Wert, den sie jährlich ermitteln, erst nächste Woche offiziell bekanntgeben, aber schon jetzt berichten diverse Medien übereinstimmend über den Anstieg.

Dass die Versorger die Erhöhung vollständig an die Kunden weitergeben, ist nach bisherigen Erfahrungen zu erwarten. Für einen durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt bedeutet das dementsprechend jährliche Mehrkosten von 30 bis 40 Euro. Ein Vielfaches davon kommt auf Firmen zu, die nicht – wie inzwischen rund die Hälfte der Industrieunternehmen – als besonders energieintensive Betriebe von der Umlage befreit sind.

Gesetz gilt bis 2020

Der Grund für den Anstieg klingt kurios: Die Preise an den Strombörsen fallen. Das wiederum liegt an der hohen Stromproduktion, die immer noch zu hohen Anteilen aus Kohle, zu steigenden Anteilen aber auch aus Wind und Sonne kommt. Die Erneuerbaren Energien machen inzwischen nach Zahlen des Bundesumweltministeriums fast 23 Prozent an der deutschen Stromerzeugung aus. Dieser Anteil hat sich gegenüber dem Jahr 1990 mehr als versechsfacht.

Die Erneuerbaren liefern also mehr Strom, und die weiterentwickelte Technik macht diese Quellen auch kostengünstiger. Weil die Preise damit fallen, das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aber den Erzeugern feste Preise garantiert, müssen die Verbraucher die wachsende Differenz tragen. Diese Regelung gilt seit dem Jahr 2000 und noch bis zum Jahr 2020.

Umlage höher als Börsenpreis

Mit einem weiteren Anstieg der Umlage ist zu rechnen, wenn das EEG nicht geändert wird. Vom Vorjahr zu diesem Jahr war die Umlage sogar um fast zwei Cent gestiegen, für den Durchschnitts-Haushalt bedeutet das derzeit rund 200 Euro im Jahr für die Anschubfinanzierung der Öko-Energie. Die Umlage pro Kilowattstunden ist schon jetzt höher als der aktuelle Strompreis an den Börsen, der sich aktuell um 3,5 Cent bewegt.

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