Cyberangriff 24.09.2021, 13:19 Uhr

Hacker attackieren Wahlbehörde kurz vor Bundestagswahl

Die Angst vor Sabotage und Wahlmanipulation durch Hacker war schon im Vorfeld groß. Jetzt hab es offenbar tatsächlich einen massiven Angriff. Doch der Bundeswahlleiter entwarnt.

Kurz vor der Bundestagswahl gab es eine Hacker-Attacke auf eine Behörde, deren Chef der Bundeswahlleiter ist. Foto: Panthermedia.net

Kurz vor der Bundestagswahl gab es eine Hacker-Attacke auf eine Behörde, deren Chef der Bundeswahlleiter ist.

Foto: Panthermedia.net

Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat es einen Hacker-Angriff auf das Statistische Bundesamt gegeben. Dessen Chef ist zugleich der Bundeswahlleiter. Medienberichten zufolge sei am Mittwoch vor der Wahl auf einem Programm eine Software installiert worden. Diese Software ermögliche einen externen Zugriff auf Server und Dateisysteme, wie unter anderem „Business Insider“ berichtet. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) stufe das Ereignis als Cyberangriff im Zusammenhang mit der Bundestagswahl ein, hieß es.

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Ein Sprecher des Bundeswahlleiters äußerte sich inzwischen dazu: Die schnelle Identifizierung des Schadens zeige, dass die Sicherheitssysteme funktionierten. „Die internen Wahlserver für die Ermittlung des Wahlergebnisses und das Internetangebot des Bundeswahlleiters werden jedoch in separaten Netzen betrieben, es besteht demnach keine Gefahrenlage in Bezug zur Bundestagswahl“, so der Sprecher. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik laufe eine normale Sicherheitsüberprüfung, um jeglichen Schaden ausschließen zu können.

Hacker-Angriff kurz vor Bundestagswahl: Kein Datenabfluss

Der Angriff habe sich gegen ein Netz gerichtet, das Teil einer Entwicklung für den Zensus sei. Der Zensus ist eine statistische Erhebung, mit der ermittelt wird, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten. Vom Wahlserver sei dieses „technisch und örtlich getrennt“, heißt es aus der Behörde. Unklar ist, wer hinter der Cyberattacke steckt. Das BSI habe bisher keinen Hinweis darauf, dass es eine Manipulation oder einen Datenabfluss gegeben habe, fügte der Sprecher hinzu. (mit dpa)

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