Sparsamere Produktionsanlagen 04.07.2014, 16:33 Uhr

Dürr: Bund sollte Energieeffizienz in den Unternehmen steuerlich fördern

Der Unternehmer Heinz Dürr hat ein staatliches Förderprogramm gefordert, um mehr Investitionen der Unternehmen in sparsamere Produktionsanlagen auszulösen.

Sparsame Produktionsanlagen sollten staatlich gefördert werden, fordert der Unternehmer Heinz Dürr, früherer Vorstandschef von Deutscher Bahn und AEG, Vorstand des Autobauers Daimler und Gründer des Lackieranlagenherstellers Dürr.

Sparsame Produktionsanlagen sollten staatlich gefördert werden, fordert der Unternehmer Heinz Dürr, früherer Vorstandschef von Deutscher Bahn und AEG, Vorstand des Autobauers Daimler und Gründer des Lackieranlagenherstellers Dürr.

Foto: dpa/Jan-Philipp Strobel

„Die Politik muss etwas tun, zum Beispiel durch Steuererleichterung oder subventionierte Kredite für Investitionen in Energieeffizienz“, forderte Dürr in einem Interview mit der Wochenzeitung VDI nachrichten. Dürr, früherer Vorstandschef von Deutscher Bahn und AEG, Vorstand des Autobauers Daimler und Gründer des Lackieranlagenherstellers Dürr, sieht derzeit das Problem, das Unternehmen zu kurzfristig renditeorientiert sind und sich deshalb Investitionen in energieeffiziente Investitionen nicht schnell genug lohnen. „Wenn sie hier investieren, dann muss auch der Return on Investment stimmen.

Dürr: Unternehmen müssen langfristiger denken

Große Investitionen in Energieeffizienz rechnen sich aus Sicht der Unternehmen nicht schnell genug“, so Dürr. „Bei den Unternehmen braucht es ein Umdenken im Sinne von mehr Langfristigkeit.“ Beschleunigen müsse dieses Umdenken jedoch der Staat durch seine Förderpolitik. Zugleich verteidigt Dürr allerdings, dass besonders energieintensive Unternehmen von der EEG-Umlage befreit sind. „Für den Industriestandort Deutschland ist das Thema von entscheidender Bedeutung und sollte positiv entschieden werden. Es kann doch nicht sein, dass wir durch die Überbetonung der Erneuerbaren und die dadurch entstehenden hohen Strompreise in Deutschland Arbeitsplätze verlieren“, unterstreicht der Manager. „Deshalb muss hier finanzielle Entlastung her.“

Von Axel Mörer-Funk

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