Ingenieure helfen der Welt 01.02.2013, 11:51 Uhr

Aktion „Sie spenden – Wir verdoppeln“ der VDI nachrichten war erfolgreich

14 m tief fällt das Wasser gleich neben dem Waisenhaus in Buea in Kamerun. Das reicht, damit eine Turbine Strom liefert. Bezahlt wird das Kleinkraftwerk aus der Initiative „Ingenieure helfen der Welt“ der VDI nachrichten. Buea ist eine der 15 Initiativen, die von der Weihnachtsaktion „Sie spenden – Wir verdoppeln“ der VDI nachrichten profitieren. 40 000 € Spendergeld kamen zusammen.

In Ruanda förderte die Aktion "Ingenieure helfen der Welt" ein Brückenbauseminar für Ingenieure. Denn im Land fehlen einfache Fußgängerbrücken.

In Ruanda förderte die Aktion "Ingenieure helfen der Welt" ein Brückenbauseminar für Ingenieure. Denn im Land fehlen einfache Fußgängerbrücken.

Foto: Ingenieure ohne Grenzen

Als Peter Kossakowski vom Münchner Verein „Green Step“ im Herbst nach Kamerun geflogen war, wusste er noch nicht, ob das Waisenhaus sein Kraftwerk bauen kann. Denn die Finanzierung stand noch nicht. Die Idee, den Geländesprung des Baches zu nutzen, der ganzjährig 25 l Wasser pro Sekunde führt, gibt es schon lange. Doch die Spenden flossen nicht so zügig wie der Bach. Das änderte sich mit der Weihnachtsaktion „Sie spenden – Wir verdoppeln“ im Rahmen der Initiative „Ingenieure helfen der Welt“ der VDI nachrichten schlagartig.

Das Kleinkraftwerk für das Waisenhaus ist eines von sechs Projekten, die von den Lesern der VDI nachrichten so stark mit Spenden unterstützt wurden, dass sie nun komplett finanziert sind.

„Unsere Aktion, jede private Spende unserer Leser in den Wochen vor Weihnachten zu verdoppeln, ist sehr gut angekommen“, freut sich Ulrike Gläsle, Marketingleiterin der VDI nachrichten. „199 Spender haben insgesamt 15 Initiativen weltweit unterstützt.“

Fast 40 000 Euro sind unterwegs nach Afrika und Südamerika

Die VDI nachrichten verdoppelten die Spendenbeträge, so dass insgesamt 39 961 € an 15 gemeinnützige Projekte von Ingenieuren weitergeleitet werden konnten, darunter zwei in Deutschland.

15 000 € kamen aus dem Topf der Zeitung, 24 961 € von privaten Spendern. Dabei gab es Kleinspenden von 20 € ebenso wie 1000 € eines anonymen Gönners.

Unter den geförderten Initiativen waren ein Brückenbauseminar für Ingenieure in Ruanda ebenso wie ein Agrartechnikprojekt in Togo. Finanziert wurde die Verbesserung der Wasserversorgung in Dörfern in Afrika und Südamerika durch vor Ort gebaute Einfach-Brunnen, Pumpen sowie solare Desinfektionstechnik. Gebaut werden derzeit Solaranlagen für Schulen in Simbabwe, Tansania und Ghana sowie eine Entsorgungsanlage für giftigen Müll eines Krankenhauses in Ghana.

Mittel fließen auch in Deutschland

Auch das geplante Schülerlabor in der GaraGe in Leipzig profitiert von der Weihnachtsaktion. In dem vom VDI initiierten Projekt lernen Schüler und Jugendliche den Umgang mit Technik kennen. Jetzt soll von den Spenden eine Werkstatt eingerichtet werden, in der die jungen Besucher während der Schulzeit oder am Nachmittag in die faszinierenden Geheimnisse von Bionik, Robotik, Nanotechnologie und optische Technologien eintauchen können.

Am Kleinkraftwerk in Kamerun wird dank der Spenden kräftig gearbeitet. 1880 € waren durch den Aufruf zusammengekommen, die gleiche Summe legte die Zeitung obendrauf. „Davon bauen wir einen kleinen Staudamm, einen Oberwassertank mit Rechen, Rohrleitungen, Turbine und Generator“, schildert Projektleiter Kossakowski. Der nur 50 cm hohe Staudamm ist schon fertig, auch die Rechen, die Äste und Blätter zurückhalten, sind installiert. Jetzt werden die Druckleitungen gebaut und die Turbine am Fuß des Wasserfalls eingerichtet. Und das alles wird vor Ort geplant und gebaut mit örtlichen Handwerkern, die später auch die Unterhaltung der Anlage übernehmen. „Die sogenannte Ossberger- oder auch Crossflow-Turbine lässt sich mit einfachsten Mitteln konstruieren, wodurch wir Kosten sparen werden und keine teure Turbine importieren müssen“, beschreibt Kossakowski. 3 kW wird das Kleinkraftwerk leisten, um den Grundbedarf an Strom für die 120 Kinder des Waisenhauses und ihrer Schule zu decken. Technik, die auf die Bedürfnisse in Kamerun zugeschnitten ist.

Insgesamt 45 000 € haben die Spender und die VDI nachrichten bereits in den anderthalb Jahren seit Start der Aktion „Ingenieure helfen der Welt“ in gemeinnützige Initiativen investiert. Dabei läuft die Spendenaktion kontinuierlich weiter. Ingenieure stellen ihre Vorhaben und Ideen auf den Seiten der VDI nachrichten ins Internet, um dort Leser als Unterstützer zu gewinnen.

Marketingleiterin Ulrike Gläsle: „Kontinuierlich kommen neue Spenden von Lesern herein, sodass sich die Finanzausstattung vieler Projekte weiter verbessert.“ Und die Aktion zeigt, wie wenig einfache und angepasste Technik kostet, und wie viel sie bewirken kann. Das Kleinkraftwerk in Kamerun kostet ganze 3800 €.

Von Axel Mörer-Funk

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