Folge der Arbeitsmarktreformen 26.09.2014, 11:01 Uhr

Ifo: Die Arbeitslosigkeit wird Richtung 10 % steigen

Mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote in Deutschland Richtung 10 Prozent rechnet das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München.

Container-Terminal im Hamburger Hafen: Das Ifo-Institut rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit als Folge der Arbeitsmarktreformen der Großen Koalition wieder steigen wird Richtung 10 Prozent.

Container-Terminal im Hamburger Hafen: Das Ifo-Institut rechnet damit, dass die Arbeitslosigkeit als Folge der Arbeitsmarktreformen der Großen Koalition wieder steigen wird Richtung 10 Prozent.

Foto: dpa/Christian Charisius

Die beschlossenen Arbeitsmarktreformen der Bundesregierung würden ähnlich wie die Hartz-Reformen der Schröder-Regierung mit Verzögerung auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, fürchtet Timo Wollmershäuser, Leiter des Ifo-Zentrums für Konjunkturforschung und Befragungen in München, im Interview mit den VDI nachrichten.

„In einigen Jahren werden wir auch die Früchte der jüngsten Reformen ernten – diesmal allerdings zum Schaden unserer Volkswirtschaft“, so Wollmershäuser. „So dürfte etwa die Arbeitslosigkeit hierzulande langfristig wieder deutlich in Richtung 10 % ansteigen.“ Im August lag die Quote bei 6,7 Prozent.

Rente mit 63 als Konjunkturbremse

Die Rente mit 63 und die Einführung des Mindestlohns sieht Wollmershäuser als Wachstumsbremse.

Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser.

Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser.

Foto: Ifo

„Eindeutig ergeben sich hieraus Gefahren für den Industriestandort Deutschland, denn solche Maßnahmen gefährden die langfristigen Wachstumsperspektiven.“ Das Ausscheiden hoch qualifizierter Mitarbeiter sieht der Ifo-Forscher sehr kritisch. „Wir können es uns nicht leisten, Menschen mit 63 aus dem Arbeitsprozess zu entlassen, denn wir haben ein demografisches Problem.“

„Mit der Einführung des Mindestlohns werden staatlich festgesetzte Preise auf Märkten eingeführt“, kritisiert der Ökonom weiter. „Die Bundesregierung wollte damit den Gerechtigkeitsaspekt in den Vordergrund rücken – ohne dabei die negativen Folgen zu berücksichtigen. Schätzungen gehen davon aus, dass infolge des Mindestlohns langfristig eine Million Arbeitsplätze verloren gehen werden.“ 

Das Interview lesen Sie in der aktuellen Print- und digitalen Ausgabe der VDI nachrichten.

Top Stellenangebote

ENERCON-Firmenlogo
ENERCON Versuchs- und Projekt-ingenieur (m/w) Generatorprüfung Aurich
Diehl Defence GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Diehl Defence GmbH & Co. KG Entwicklungsingenieur (m/w) Röthenbach a. d. Pegnitz
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier-Firmenlogo
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier Bauingenieur/-in / Bautechniker/-in Trier
über JK Personal Consult GmbH-Firmenlogo
über JK Personal Consult GmbH Leiter Elektrokonstruktion (m/w) Dreieck Bielefeld-Dortmund- Paderborn
Berlin Metropolitan School-Firmenlogo
Berlin Metropolitan School Rewarding Career Bauleiter / Projektleiter (m/w) Berlin
über IRC - International Recruitment Company Germany GmbH-Firmenlogo
über IRC - International Recruitment Company Germany GmbH Eisenbahningenieur (m/w) München
Odenwald-Chemie GmbH-Firmenlogo
Odenwald-Chemie GmbH Projektleiter (w/m) Neckarsteinach
Andritz Separation GmbH-Firmenlogo
Andritz Separation GmbH Ingenieur (m/w) für Zentrifugen im Aftermarket Krefeld
BORSIG Membrane Technology GmbH-Firmenlogo
BORSIG Membrane Technology GmbH Projektingenieur/-in im verfahrenstechnischen Anlagenbau Rheinfelden
über KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH-Firmenlogo
über KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH Geschäftsführer (m/w) in der Kunststoffbranche neue Bundesländer