Industriekultur 20.07.2012, 11:00 Uhr

Erste „Techniknacht Ruhr“

In sieben Städten des westlichen Ruhrgebiets öffnen 35 Unternehmen am Freitag, 17. August, ab 18 Uhr für Besucher die Türen zu Einrichtungen, die sonst meist der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.

Das Ruhrgebiet verkauft sich schlecht, besonders im Vergleich mit südlichen Regionen des Landes. Diese These stellt Martin Trinter, Vorstandsvorsitzender VDE Rhein-Ruhr und Regionalleiter der Schneider Electric Energy, Dortmund, auf. Für das Ruhrgebiet und für Technikberufe wollen die Initiatoren der Techniknacht Ruhr jetzt mit der Veranstaltung am 17. August werben.

Trinter: „Wir sehen viele für Technik begeisterte Jugendliche, aber dann gehen sie doch nicht in den Technik-/Ingenieurbereich.“

„Techniknacht Ruhr“ will Technikberufe für das Ruhrgebiet attraktiver machen

Roland Schneider, RWE-Vorstand und stellvertretender VDE-Präsident ergänzt: „Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs. Und wir brauchen Begeisterung. Deshalb hoffe ich, dass sich am 17. August auch viele junge Menschen vom Technikfieber anstecken lassen.“

Vom einstigen „Kohlenpott“ ist die Zeche Prosper-Haniel im Programm, für das „Energieland NRW“ stehen das E.on Kraftwerk Scholven und der Stromübertrager Amperion auf dem Programm, für Chemie die BP-Raffinerie in Scholven. Doch auch die Druckerei des Medienkonzerns WAZ und das WDR-Studie Essen stehen zur Besichtigung an.

In „Innovation City Bottrop“, die Region, die den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren will, kann man an der Hochschule „Ruhr West“ etwas über nachhaltige Brennstoffe erfahren oder die Technik des Knappschaftskrankenhauses besichtigen. Und auch das Callcenter von Medion in Essen gibt es an diesem Abend zu besichtigen – in Gruppen zu 20 Personen.

Insgesamt 3000 Tickets stehen für die„Techniknacht Ruhr“ zu Verfügung 

3000 Tickets stehen zur Verfügung. Die Karten berechtigen zum Eintritt aller Besuchsorte, zum Benutzen der Shuttle-busse und zur Anreise zu deren Haltestellen via Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR).

Die Shuttlebusse sollen im 15-Minuten-Takt ab zentralen Treffpunkten, Portale genannt, verkehren und die Besucher auf vier Routen durchs Revier zu den Besichtigungspunkten fahren.

Die individuelle Anreise soll laut Veranstalter – oft schon wegen der Lage der Besichtigungsorte und der Zahl der Parkplätze – nicht möglich sein.

15 € kostet ein Ticket, 40 € das Familienticket für vier Personen, darunter max. zwei Erwachsene.

Gebucht wird per Internet in drei Kategorien: Reservieren, Kurz-und-Knapp sowie Anmelden.

Zu den sieben, unbedingt mit Uhrzeit reservierungspflichtigen Orten im Angebot gehören E.on in Scholven, Siemens in Voerde, die RWE-Netzleitstelle in Essen, DHL-Briefverteilzentren in Duisburg und Essen, die Wartung der Züge bei DB Regio in Essen und ABB in Ratingen.

Drei von vier Terminen bei der Deutsche Bahn Regio in Duisburg sind schon ausgebucht. Auch die Briefverteilzentren der DHL und die Rhein-Ruhr-Leitstelle der RWE erfreuen sich bereits reger Buchung.

Unter „Kurz und Knapp“ gibt es bei Techniknacht-Ruhr.de die Hinweise auf Orte, bei denen „first come – first serve“ gemacht wird. Die Gruppengröße schwankt hier zwischen zehn und 50 Personen. Zwei Unternehmen möchten gar individuelle Anmeldung per E-Mail.

VDE Rhein-Ruhr ist Veranstalter der „Techniknacht Ruhr“

Veranstalter der „Techniknacht Ruhr“ ist der VDE Rhein-Ruhr, Hauptsponsoren sind RWE und Schneider Electric.

Das RWE-Ausbildungszentrum gehört zu den Stationen, wo man ohne zeitliche Anmeldung hinfahren kann. Dort ist laut Programm richtig, wer schon immer mal auf einem E-Bike strampeln oder hinter dem Steuer eines E-Mobils sitzen wollte: Essen, Ernestinenstraße 60.

www.techniknacht-ruhr.de 

Von Rudolf Schulze

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