Gründer 21.09.2001, 17:31 Uhr

Wissenstransfer nützt Beiden

Der Risikokapitalgeber Spark kooperierte mit IBM, um Start-ups zu unterstützen. Die jungen Firmen erhalten dadurch Know-how und wichtige Technologien.

Der Risikokapitalgeber Spark GmbH aus Berlin geht neue Wege bei der Suche nach vielversprechenden Start-ups. Gemeinsam mit dem IBM Geschäftsbereich Net Generation (NetGen)wird Spark künftig junge innovative Firmen unterstützen. Die Vereinbarung zwischen IBM und Spark sieht vor, dass IBM ab sofort Technologie-Lieferant für alle zukünftigen Firmenbeteiligungen von Spark in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist.

„Die Kooperation ist eine eine Give to get-Partnerschaft“, sagt Spark-Geschäftsführer Alexander Eichner. „IBM hat sich verpflichtet, allen Spark-Start-ups Sonderkonditionen unter dem üblichen Marktpreis anzubieten.“ Im Detail geht es nach seinen Worten darum, dass IBM-Spezialisten Spark bei der Firmenbewertung neuer Technologien helfen und Spark-Investments freie Beratung auf den Gebieten Technologieentwicklung, Geschäftsstrategie und Marketing erhalten. Umgekehrt evaluiert Spark IBM-Kunden, die als Start-up weitere Finanzierung suchen. Eichner: „Der Vorteil für Spark und seine Start-ups: Gute Verbindungen zu Schlüsselprodukten von IBM, Zugang zu wichtigen IBM-Entwicklungsressourcen, Transparenz zu IBM-Kunden, -Kanäle und -Partner sowie Glaubwürdigkeit.“

Durchweg positiv sieht auch Wolfgang Glüder von IBM NetGen die Kooperation: „Durch unsere Technologie-Partnerschaft mit Spark können wir bereits in einem frühen Stadium den Geschäftsplan der Neugründer mitgestalten und das notwendige IT-Know-how einbringen“, erklärt er. Viele der Start-ups würden scheitern, weil sie weder die nötige Marktkenntnis besäßen noch über erfahrene Partner zur marktgerechten Umsetzung ihrer Geschäftsideen verfügten.

Wichtigstes Ziel ist es laut Eichner, den Start-ups in Spark“s Portfolio notwendige Dienstleistungen zu einem wesentlich günstigeren Preis zu ermöglichen, als sie auf dem Markt üblich sind. „Wir wollen mehr sein als ein reiner Risikokapitalgeber“, meint der Geschäftsführer. Sein Unternehmen sehe sich als „Business Developer“, der seine Investments nicht nur synergieorientiert in das vorhandene Portfolio einbinde, sondern ihnen dort aktiv helfe, wo sie professionelle Unterstützung bräuchten. Das gelte sowohl für Sachleistungen als auch für „Human Capital“.

Eichner hat deshalb das Konzept einer Membership-Card entworfen, mit der eine sogenannte Spark-Community aufgebaut werden soll. Ein nach seinen Angaben in dieser Form bisher einzigartiges Konzept in Deutschland. Keineswegs soll die Spark-Community eine geschlossene Gesellschaft , sondern vielmehr offen für Neumitglieder sein. So ist IBM als Dienstleistungspartner erst der Anfang. Der nächste Partner steht Eichner zufolge schon fest. Noch in diesem Jahr wird es eine entsprechende Kooperation mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche geben. In den Bereichen PR und Software-Entwicklung werden dann noch weitere folgen.

Die Kooperation zwischen Spark und IBM zeigt generell, dass Risikokapitalgeber bei der Suche nach vielversprechenden Start-ups inzwischen wesentlich selektiver vorgehen als noch vor einem Jahr. Nicht mehr nur die gute Idee, sondern ausgereifte Geschäftspläne sowie eine gut funktionierende IT-Infrastruktur zählen. „Für schnell wachsende junge Unternehmen aus dem Technologiebereich ist es wichtig, dass sie ihr Wachstum stabilisieren“, erklärt Eichner. Eine flexible und skalierbare IT-Infrastruktur wie die von IBM leiste dazu einen entscheidenden Beitrag.

Zu den IBM-Angeboten, von denen zukünftig alle Firmenbeteiligungen der Spark GmbH profitieren sollen, gehören beispielsweise kostenlose Workshops für die Bereiche Technologieentwicklung, Geschäftsstrategie und Marketing. Zudem wird IBM NetGen Hard- und Software, Beratung sowie IT-Dienstleistungen liefern. Im Gegenzug wird Spark Kunden von IBM Net-Gen, die eine Neugründung planen, darin unterstützen, sich finanziell und strategisch optimal zu positionieren. Das Ganze ist übrigens keine „Zwangsveranstaltung“. So müssen die Unternehmen, an denen Spark beteiligt ist, die Angebote von IBM nicht unbedingt in Anspruch nehmen.

Mit dem Kooperationsvertrag hat sich die erst vor wenigen Monaten gegründete Spark-Niederlassung in Berlin mit IBM NetGen gleich einen großen Partner ins Boot geholt. „IBM Net Generation ist darauf spezialisiert, maßgeschneiderte, flexible und skalierbare Internet-Lösungen für Unternehmen aller Größenordnungen zu entwickeln“, so Wolfgang Glüder. Mit der Expertise der gesamten IBM und über 90 000 Business Partnern im Hintergrund helfe der Geschäftsbereich IBM NetGen Service Providern und anderen web-basierten Unternehmen ihr Geschäft erfolgreich aufzubauen und profitabel zu führen. Die Spark-Mutter NewMedia Spark wiederum ist nach eigenen Angaben einer der führenden Investoren in Early-Stage-Unternehmen für die Bereiche Technologie, Medien und Telekommunikation.

JÜRGEN ACKERMANN

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