Finanzierungsrunde 06.11.2013, 12:00 Uhr

Wagniskapital für Netzwerk-Chip von Extoll

Hochleistungsrechnen ist überall – auch wenn man es als Normalverbraucher kaum bemerkt: Wettervorhersage, Klimaforschung, aero- und fluiddynamische Simulationen für energieeffiziente Mobilität, Synthetische Chemie mit maßgeschneiderten Molekülen für Medikamente oder Katalysatoren, u.v.m. lassen erahnen, wie häufig große Mengen von Daten in komplexen Berechnungsmodellen in möglichst kurzer Zeit verarbeitet werden müssen.

Hochleistungsrechnen wird heutzutage so realisiert, dass eine Vielzahl von einzelnen Rechnern, sog. Knoten, zu einem Gesamtsystem, einem Cluster, zusammengeschlossen werden. Dabei kann die Anzahl der Knoten bis zu mehreren Tausend je Cluster reichen. Jeder Knoten bearbeitet ein Teilproblem und tauscht Zwischenergebnisse mit anderen Knoten aus.

Angesicht der immer schneller werdenden Prozessoren ist gerade die Kommunikation zwischen den Knoten zu einem Flaschenhals für die Leistung eines Clusters geworden. Genau hier setzt die Extoll GmbH mit ihrer Netzwerk-Technologie für das Hochleistungsrechnen an und schließt damit eine Marktlücke: Es wurde ein Netzwerk-Chip entwickelt, der speziell auf das Profil von Hochleistungs­rechnen hin optimiert ist. Er ist nachFirmenangaben in seinen Leistungsdaten selbst den derzeit besten am Markt anderweitig erhältlichen Lösungen deutlich überlegen. Dies hat auch mehrere namenhafte deutsche Venture Capital Investoren überzeugt. Falk Strascheg, Managing Partner der Extorel: „Wir freuen uns mit der Extoll die nächste Generation der Vernetzung für das Hochleistungsrechnen auf den Weg zu bringen – und das made in Germany.“

Darüber hinaus entfallen für ein Extoll-Netzwerk zentrale Komponenten (Switches), was die Investitions- und Betriebskoten deutlich senkt. Mit der Extoll-Technologie erreicht man eine um ca. 33% bessere Effizienz (Rechenleistung bezogen auf die elektrische Leistungsaufnahme).

Die Extoll GmbH wurde als Spin-off der Universität Heidelberg im Jahre 2011 gegründet. Unterstützt durch das Forschungstransfer-Programm Exist gelang der Transfer aus der Universität in die Extoll GmbH unter anderem durch Übertragung des Kernpatentes, das am Lehrstuhl für Rechnerarchitektur, Prof. Brüning, erarbeitet wurde. Am selben Lehrstuhl entstand ein weiteres Patent zur kostengünstigen massentauglichen Fertigung optischer Kabel, die für die Signalübertragung über Strecken von mehr als einem Meter benötigt werden. Auch dieses Patent wurde an die Extoll GmbH lizenziert. Damit kann das Unternehmen die vollständige Produktpalette zur Vernetzung von Rechencluster aus eigener Entwicklung anbieten.

http://www.extoll.de

Von sta

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