Markttrends 25.10.2011, 14:24 Uhr

Studie: Kritik an Technologiezentren

Rund 420 Technologie- und Gründerzentren (TGZ) geben Start-ups hierzulande Starthilfe. Laut Bundesverband ADT liegt die Überlebensquote der Gründungen in TGZ bei überdurchschnittlichen 90 %. Michael Schwartz, der sich als promovierter Ökonom am Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) Halle mit Fragen der Wirtschafts- und Gründungsförderung befasst, kommt in einer Studie zu anderen Zahlen – und wirft die Frage auf, ob Fördergelder in Gründerzentren gut angelegt sind.

Seine Untersuchung umfasst 371 Gründungen, die in TGZ der Städte Dresden, Halle, Jena, Neubrandenburg und Rostock gefördert wurden und anschließend eigene Wege einschlugen. Ihnen stellte der Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit Creditreform eine Kontrollgruppe von 371 möglichst ähnlichen Gründungen aus denselben fünf Städten gegenüber, die nicht in TGZ gefördert wurden. Was der Hallenser dabei ermittelt hat, lässt aufmerken: „Beim Vergleich beider Gruppen jeweils zehn Jahre nach Gründung waren an keinem der fünf Standorte höhere Überlebenschancen nachweisbar“. Im Gegenteil: bei den Gründern aus Jena, Neubrandenburg und Rostock stieß er auf statistisch signifikant niedrigere Überlebenschancen der TGZ-geförderten Start-ups. Auch wenn die Studie nur ein regional begrenztes Schlaglicht wirft und wichtige Faktoren wie den Innovationsgrad der Gründungsidee, Einfluss der Gründerpersönlichkeiten oder auch anderweitige Förderung der Kontrollgruppe außen vor lässt, scheinen Zweifel am durchweg positiven Einfluss der TGZ angebracht. Als Schwartz seine Studienergebnisse im Sommer auf der Jahrestagung des ADT vorstellte, wurde allerdings mehr über methodische Schwächen der Studie als über mögliche Konsequenzen für die Arbeit der Zentren diskutiert. „Letztlich kann nur langfristig ausgerichtete, kontinuierlicher Begleitforschung klären, was TGZ wirklich bringen“, so Schwartz. Doch die sei aus Kostengründen kaum zu erwarten. (pt/ps)

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