German Private Equity Barometer 15.11.2013, 09:40 Uhr

Stimmung im Beteiligungsmarkt sinkt weiter

Das gemeinsam von KfW und BVK berechnete German Private Equity Barometer gibt im dritten Quartal erneut nach, die Stimmung bei den deutschen Beteiligungsfinanzierern sinkt damit zum zweiten Mal in Folge. Der Hauptindikator des Barometers, das Geschäftsklima, liegt mit einem Wert von 31.5 Punkten (-5,0 Zähler) jetzt etwa auf halber Strecke zwischen seinen historischen Hochs und Tiefs.

Hauptgrund für das aktuelle Minus ist ein deutlicher Stimmungsrückgang bei den Spätphasenfinanzierern. Ihr Teilindex sank um 9,6 Zähler, während der Index für das Frühphasensegment weitgehend stagnierte (+ 1,1 Zähler).
Ein zentraler Belastungsfaktor für die Stimmung im deutschen Beteiligungsmarkt ist das als erneut sehr ungünstig wahrgenommene Fundraisingumfeld. Auch die Tapering-Diskussion in den USA (Rückführung expansiver geldpolitischer Maßnahmen) und die damit einhergehende Angst der Beteiligungsfinanzierer vor steigenden Fremdkapital-Zinsen dürften sich nachteilig ausgewirkt haben.

In Bezug auf die Geschäftserwartung auf Sicht von sechs Monaten zeigen sich sowohl die Wagniskapitalgeber aus der Frühphase als auch die Spätphasenfinanzierer eher pessimistisch. Die entsprechenden Teilindizes fallen um 4,4 bzw. 4,5 Zähler. Dies signalisiert, dass in nächster Zeit eher nicht mit einer Stimmungsaufhellung im deutschen Beteiligungsmarkt zu rechnen ist.

Der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe Jörg Zeuner sieht den deutschen Beteiligungsmarkt weiterhin in einer Umbruchphase: „Seit zwei Jahren beobachten wir ein stetes Auf-und-Ab des Geschäftsklimas auf mäßigem Niveau. Eine Zündung bleibt – trotz positivem konjunkturellem Umfeld, niedrigem Zinsniveau und noch immer hoher Nachfrage nach Beteiligungskapital – bisher aus. Ich hoffe, dass die Private Equity Finanzierer einen Weg finden, durch positive Exits im weiteren Jahresverlauf das Vertrauen in den Markt zurück zu gewinnen:“
BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs kommentiert: „Kurzfristig entscheidend für die Stimmung und die Verfassung des Marktes sowohl in der Früh- als auch in der Spätphase werden die Entwicklungen beim Fundraising sein. Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr und Anfang kommenden Jahres einige neue Fonds sehen werden. Zusammen mit einer konjunkturellen Verbesserung dürfte dies zu einer Aufhellung der Markstimmung führen. Zudem bleibt abzuwarten, inwiefern die neue Bundesregierung Maßnahmen ankündigt, die dem deutschen Beteiligungsmarkt neue Impulse verleihen können.“

Von sta

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