"Start-up des Jahres" 17.12.2013, 12:00 Uhr

Stefan Asche fliegt auf Flirtey

Das „Start-up des Jahres“ muss in meinen Augen schon eine wirklich abgehobene Technologie bieten. Als ich mit diesem Raster vor Augen die letzten Monate überflog, landete ich bei Flirtey. Das australisches Start-up will Bücher mit Drohnen an Studenten ausliefern.

Im Oktober habe ich zum ersten Mal davon gehört – und hielt es für einen Scherz. Oder höchstens eine Idee, bis zu deren Umsetzung noch Jahre ins Land ziehen würden – insbesondere im durchregulierten Deutschland. Aber manchmal ist der technische Fortschritt schneller als die Flugaufsicht: Anfang Dezember hat auch die Deutsche Post DHL den Einsatz einer Kleindrohne für die Paketzustellung getestet. Ihr „Paketkopter“ brachte ein Paket mit Medikamenten öffentlichkeitswirksam von einer Apotheke in Bonn zur Konzernzentrale auf der anderen Rheinseite. Der Flug dauerte etwa zwei Minuten und führte über unbewohntes Gebiet. „Wir stehen erst ganz am Anfang des Forschungsprojekts“, räumte Post-Manager Ole Nordhoff gegenüber der Tagesschau ein. Grundsätzlich gehe es aber um eine „spannende Technologie“. Sie müsse nun weiterentwickelt werden.

Weiter entwickelt ist der „Volkshelikopter“ der e-volo GmbH aus Karlsruhe. Seine 18 rein elektrisch angetriebenen Rotoren sollen keine Päckchen transportieren, sondern Menschen. Nach Angabe der Gründer kann ihn Jedermann kinderleicht per Joystick fliegen. Bisher gibt es zwei Prototypen. Die Markteinführung ist für 2016 geplant. Kosten soll das Fluggerät rund 250.000 Euro. Das übersteigt leider mein Budget. Aber wenn die Massenproduktion erst anläuft – oder sich erste Mitflugzentralen etabliert haben – hebe ich vielleicht ja doch noch ab und lande sanft vor der Redaktion.

Zurück zu Flirtey: Bestellt werden die Bücher per Smartphone. Laut Firmenangaben ist die Drohne dann in wenigen Minuten vor Ort. Mit GPS findet sie ihr Ziel. Dort wird die Ware mit einem Seilsystem herabgelassen. Die fliegenden Kuriere sind mit einem Kollisionswahnsystem ausgestattet. Sollte das Satellitensignal einmal abreißen, landen sie autonom. Kameras sind nicht installiert. Mitgründer Ahmed Haider hofft, mit den Drohnen die angestaubte Logistik-Industrie unterstützen zu können.

Von sta

Top Stellenangebote

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg-Firmenlogo
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg Ingenieur/in (FH-Diplom/Bachelor) Nachrichtentechnik Magdeburg
Zühlke Engineering GmbH-Firmenlogo
Zühlke Engineering GmbH Senior Project Manager / Projektleiter (m/w) Hamburg, Hannover
Landeshauptstadt München-Firmenlogo
Landeshauptstadt München Ingenieur/in für den Bereich Verkehrssteuerung München
Landeshauptstadt München-Firmenlogo
Landeshauptstadt München Sachgebietsleiter/in Verkehrstechnische Untersuchungen und Konzepte München
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH-Firmenlogo
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH Hochfrequenz-Ingenieur / Hochfrequenz-Ingenieurin an Elektronenbeschleunigern Berlin
STOCKMEIER Holding GmbH-Firmenlogo
STOCKMEIER Holding GmbH Technischer Leiter als Chemieingenieur Verfahrenstechnik (w/m) Bielefeld
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH Berlin-Firmenlogo
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH Berlin Supplier Quality Engineer (m/w) Berlin
TÜV SÜD Gruppe-Firmenlogo
TÜV SÜD Gruppe Ingenieur (w/m) im Bereich Elektrotechnik / Leittechnik / Elektronik / Informationstechnik Filderstadt bei Stuttgart
BAUWENS Construction GmbH & Co.KG-Firmenlogo
BAUWENS Construction GmbH & Co.KG Bauingenieur (m/w) als Kalkulator für den SF-Hochbau Köln
Bühler GmbH Beilngries-Firmenlogo
Bühler GmbH Beilngries Maschinenbauingenieur / Verfahrenstechniker (m/w) als Senior Quotation Engineer SQ / Lead Engineer SQ (m/w) Beilngries