Markttrends 18.03.2013, 00:00 Uhr

Sprung in die Selbstständigkeit: Fallzahlen weiter rückläufig

Im Jahr 2012 hat sich der Arbeitsmarkt in Deutschland weiter positiv entwickelt. Im vergangenen Jahr gab es daher gute Möglichkeiten, eine abhängige Beschäftigung zu finden. Dies beeinflusste die Gründungsaktivität negativ: 775.000 Personen – und damit 60.000 oder 7% weniger als im Jahr 2011 – haben sich im vergangenen Jahr für den Schritt in die Selbständigkeit entschieden. Seit dem Jahr 2000 ist das die niedrigste Anzahl von Gründern in Deutschland überhaupt. Das ist das zentrale Ergebnis der aktuellen KfW-Erhebung zum Gründergeschehen in Deutschland.

Die geringere Gründungsaktivität manifestiert sich nach den Auswertungen der repräsentativen KfW-Befragung vor allem in weniger Vollerwerbsgründern (315.000 vs. 381.000 im Jahr 2011). Dies wirkt sich auch auf die Beschäftigungseffekte aus. Durch Neugründungen wurden im Jahr 2012 insgesamt 383.000 vollzeitäquivalente Stellen geschaffen davon entfielen 212.000 auf die Gründer im Vollerwerb selbst und entsprechend 171.000 auf Arbeitsplätze für angestellte Mitarbeiter.

Im Vergleich zum Jahr 2011 ist dies ein Rückgang um 15%. Die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze sank auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2005. Für die Gründer, die Mitarbeiter einstellen wollen, kann sich die Suche bei der guten Arbeitsmarktlage schwierig gestalten. „Gründer konkurrieren mit etablierten Bestandsunternehmen um qualifizierte Mitarbeiter und natürlich sind ihre neuen Unternehmen noch nicht markterprobt. Aber sie können ihre Flexibilität und Mitgestaltungsmöglichkeiten für Mitarbeiter in die Waagschale werfen und so ihre Attraktivität als Arbeitgeber herausstellen“, sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Die höchste Gründungsaktivität zeigt sich in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In diesen Ballungsräumen profitieren die Gründungswilligen von Agglomerationseffekten wie nahen Wegen und geringen Transportkosten bei großen lokalen Absatzmärkten. Danach folgen im Block die westdeutschen Bundesländer (außer dem Saarland) und dann die neuen Bundesländer. Das Saarland und Brandenburg bilden in dieser Reihenfolge das Schlussduo.

„Auch im Jahr 2013 erwarten wir keinen Gründungsboom. Sollte sich der Arbeitsmarkt jedoch wider Erwarten nicht so stabil zeigen wie vorhergesagt, könnte dies die Gründungstätigkeit etwas beleben“, so Zeuner. (sta)

https://gruenden.kfw.de

Von Stefan Asche

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