Power-to-Gas 05.11.2014, 12:00 Uhr

Millionenbetrag für Electrochaea

Das junge Cleantech-Unternehmen Electrochaea hat seine Serie-A-Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen und bei einer international zusammengesetzten Investorengruppe eine mittlere einstellige Millionensumme eingesammelt. Investoren des Konsortiums sind Munich Venture Partners (München), b-to-v (St. Gallen/Berlin), Caliza Holding (Netstal), Focus First (St. Louis, USA), die KfW (Frankfurt/Bonn/Berlin) und Sirius Venture Partners (Wiesbaden/Düsseldorf). Mit dem frischen Kapital finanziert das Unternehmen die Fortsetzung des stringenten Wachstumskurses der letzten Jahre und die Entwicklung seiner Power-to-Gas Technologie bis zur Marktreife.

Power-to-Gas steht für ein innovatives Verfahren zur Speicherung von überschüssigem Strom aus Wind- und Solarparks. Electrochaea entwickelt ein Verfahren, bei dem Strom dazu verwendet wird, Wasser elektrolytisch zu spalten und den dadurch entstehenden Wasserstoff zu Methan weiterzuverarbeiten und ins bestehende Erdgasnetz einzuleiten. Dadurch lassen sich große Mengen an erneuerbarem Strom langfristig speichern. Zudem kann das Gas in Pipelines transportiert werden, um die Stromnetze zu entlasten. Im Gegensatz zum traditionellen thermochemischen Verfahren für die Methanisierung setzt Electrochaea auf die Kraft der Biologie: ein speziell gezüchteter Mikroorganismus produziert Methan effizient, schnell und mit hoher Zuverlässigkeit.

Dr. Martin Kröner, Managing Partner beim Lead-Investor Munich Venture Partners: „Power-to-Gas ist die einzige Technologie, die gleichzeitig eine langfristige Energiespeicherung großer Energiemengen sowie den Transport des Energieträgers ermöglicht und damit die Energienetze entlasten kann. Das biologische Methanisierungsverfahren von Electrochaea ist vergleichbaren Technologien hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und dynamischer Betriebsführung überlegen. Die ausgezeichnete technische Expertise und die konsequente Ausrichtung des Geschäftsmodells auf die Markterfordernisse zeichnet das Electrochaea Team aus.“

Ein Teil der nun erhaltenen Mittel fließt sowohl in den Ausbau des internationalen Teams als auch in das Kopenhagener Power-to-Gas-Projekt „BioCat“. Das Ziel von BioCat ist die Demonstration der Electrochaea-Technologie auf kommerzieller Stufe (siehe auch: www.biocat-project.com). Zum Projektkonsortium zählen Audi (Deutschland), Hydrogenics (Belgien), HMN Gashandel, NEAS Energy, BIOFOS und Insero Business Services (alle Dänemark).

Electrochaea wurde im Jahr 2010 als Spin-Off der University of Chicago gegründet. Im Zuge der Serie-A-Finanzierungsrunde wird der Hauptsitz des Unternehmens nach München verlegt. Somit ist das Cleantech-Unternehmen näher an den europäischen Hauptmärkten für Power-to-Gas und kann noch enger mit seinen strategischen Partnern in Deutschland, Dänemark, der Schweiz und anderen Ländern Europas zusammenarbeiten.

Von sta
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