Gewerbliche Schutzrechte 29.09.2013, 12:00 Uhr

Jeder dritte Job entsteht in IP-intensiven Branchen

Eine aktuelle, EU-weite Studie hat die Auswirkung geistiger Eigentumsrechte (IPR) auf die europäische Wirtschaft in Bezug auf das BIP, die Beschäftigung, Löhne und den Handel untersucht. Initiatoren waren das Europäische Patentamt (EPA) und das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM). Ergebnis: Rund 40% der gesamten Wirtschaftsaktivität der EU (entsprechen rund 4,7 Trillionen Euro) entfallen auf IPR-intensive Branchen.

Außerdem: Etwa 35% aller Arbeitsplätze in der EU (77 Millionen Jobs) werden von Branchen mit überdurchschnittlich hoher Nutzung geistiger Eigentumsrechte geschaffen. Gemäß dieser Studie liegen die durchschnittlichen Gehälter in diesen Industrien bei mehr als 40% über den Löhnen in anderen Branchen.

Benoît Battistelli, Präsident des EPA, erklärte: „Diese Studie belegt, dass der wirtschaftliche Nutzen von Patenten und anderen IP-Rechten keine Theorie ist. Immaterielle Güter sind für innovationsorientierte Unternehmen extrem wichtig geworden. Patente ebnen besonders den KMU, aber auch Forschungsinstituten und Universitäten den Weg zu Kapital und Geschäftspartnern. Um in der Weltwirtschaft wettbewerbsfähig zu bleiben muss Europa die Entwicklung und Nutzung neuer Technologien noch stärker vorantreiben.“

Die Studie mit dem Titel „Intellectual Propert Rights intensive studies: contribution to economic performance and employment in Europe“ berücksichtigt alle wichtigen geistigen Eigentumsrechte wie Patente, Marken, Geschmacksmuster (Design), Urheberrechte und Geographische Ursprungsbezeichnungen in Bezug auf die Wirtschaft der EU und deckt 321 IPR-intensive Branchen ab.

Gemäß der Studie sind rund die Hälfte aller in der EU ansässigen Industrien als IP-intensiv einzustufen, wobei das Ingenieurswesen, die Immobilienwirtschaft, das Finanz- und Versicherungswesen, die Motorfahrzeugherstellung, der Einzelhandel, die Computer-  sowie die Arzneimittelbranche zu den 20 IPR-intensivsten Branchen in Europa zählen. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass diese Branchen rund 90% des Handels der EU mit den anderen Regionen der Welt ausmachen. Die Studie kann im Internet eingesehen werden.

www.epo.org/ip-intensive-industries

Von sta

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