Bayern 16.06.2015, 12:00 Uhr

Förderprogramm Flügge neu aufgelegt

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner will, dass Forschungsergebnisse und Erfindungen aus dem wissenschaftlichen Bereich noch rascher wirtschaftlich nutzbar werden. Zudem sollen Existenzgründungen aus der technologischen Forschung erleichtert werden.

Aigner: „Die Validierungsförderung und Flügge (Förderung des leichteren Übergangs in eine Gründerexistenz) tragen gemeinsam dazu bei, dass der Wissenstransfer in die Wirtschaft gelingt und neue Unternehmen entstehen.“ Forschungsergebnisse würden ohne große Hürden rasch in die Kommerzialisierungsphase gebracht.

Während mit Flügge ein sehr erfolgreiches Programm erneut aufgelegt wurde, das nun in die 25. Bewerbungsrunde geht (mehr Informationen unter www.fluegge-bayern.de), kommt mit der Validierungsförderung ein vollkommen neuer Ansatz der Technologieförderung zur beschleunigten Einführung und Verbreitung moderner Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft zum Tragen.

Details verrät die Förderdatenbank des Bundes. Darin heißt es: „Der Freistaat Bayern unterstützt die Qualifizierung von Forschungsergebnissen und Erfindungen aus dem wissenschaftlichen Bereich zur wirtschaftlichen Nutzung (Validierungsförderung) sowie Unternehmensgründungen aus der Forschung in den Bereichen der allgemeinen Technologien, insbesondere der Produktion, sowie der wissensbasierten Dienstleistung (Flügge) an bayerischen Hochschulen.

Mitfinanziert werden:

–       im Rahmen der Validierungsförderung Vorhaben zur Erforschung und Entwicklung technologisch neuer oder deutlich verbesserter Produkte, Produktionsverfahren und wissensbasierter Dienstleistungen mit dem Ziel der technologischen Absicherung einer möglichen Verwertung,

–       im Rahmen von Flügge Vorhaben zum Transfer einer innovativen Geschäftsidee aus den Bereichen Technologie und wissensbasierte Dienstleistungen mit deutlich erkennbarem Marktvolumen von der Forschung in ein belastbares Unternehmenskonzept, um das Risiko einer darauf basierenden Unternehmensgründung für Gründungswillige an bayerischen staatlichen Hochschulen zu minimieren.

Ziel ist es, die Einführung und Verbreitung moderner Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft zu beschleunigen, die Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Wirtschaft zu erhöhen sowie einen hohen Beschäftigungsstand zu sichern.

Antragsberechtigt sind staatliche Hochschulen in Bayern.

Die Vorhaben müssen

–       mit einem erheblichen Risiko verbunden sein, aber dennoch technisch und wirtschaftlich machbar erscheinen,

–       einen hohen Innovationsgehalt aufweisen,

–       mindestens mittelfristig wirtschaftlich erfolgversprechend sein sowie

–       in den wesentlichen Teilen in Bayern durchgeführt werden.

–       Die schutzrechtliche Sicherung der Erfindung bzw. der Forschungsergebnisse muss erfolgt sein.

Vorhaben im Bereich der Validierungsförderung müssen als nichtwirtschaftliche Tätigkeit einzustufen sein.

Bei Existenzgründungsvorhaben (Flügge)

–       darf die Unternehmensgründung noch nicht erfolgt sein,

–       müssen die Gründungswilligen Angestellte der Hochschule sein,

–       ist die Betreuung durch qualifizierte Gründungs-Coaches und Hochschullehrer als Fachbetreuer nachzuweisen.

 

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

Die Höhe der Förderung

–       beträgt im Rahmen der Validierungsförderung max. 300.000 Euro je Vorhaben,

–       entspricht im Rahmen des Flügge-Programms der Vergütung eines im öffentlichen Dienst Bediensteten mit einem Abschluss an einer Universität bzw. bzw. Hochschule für angewandte Wissenschaften (Teilzeitbeschäftigung mit 50 Prozent, nach TV-L bis Vergütungsgruppe E 13, je nach Qualifikation) für die Dauer von bis zu 18 Monaten.

 

Antragsverfahren

Validierungsförderung: Anträge sind vor Vorhabensbeginn beim zuständigen Projektträger Innovations- und Technologiezentrum Bayern (ITZB Nürnberg)
im Haus der Forschung Nürnberg, Gewerbemuseumsplatz 2, 90403 Nürnberg (Hotline (08 00) 0 26 87 24, E-Mail: info@itzb.de, Internet: http://www.itzb.de) einzureichen.

Flügge-Programm: Anträge sind im Rahmen besonderer Ausschreibungen beim Projektträger Flügge, Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer (KFT), Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München (Tel. (0 89) 21 80-7 22 31, E-Mail: info@fluegge-bayern.de, Internet: http://www.fluegge-bayern.de) einzureichen.

Von sta

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