Zentrum für Produktionstechnologie 25.09.2013, 12:00 Uhr

Dortmunder ZfP bietet Gründern Raum zum Wachsen

Produktideen weiterentwickeln, Kontakte zu anderen Unternehmen knüpfen und die Vorhaben voranbringen – dafür sind die Rahmenbedingungen im Dortmunder Zentrum für Produktionstechnologie (ZfP), das seit 2008 am Technologiestandort Phoenix West in Dortmund-Hörde angesiedelt ist, ideal. Aktuell zuhause sind hier folgende Start-ups:

Das dreiköpfige Team des „Forschungsinstituts Bautechnik“ prüft Bauprodukte aus der Befestigungstechnik und Wärmedämm-Verbundsysteme in aufwendigen Verfahren auf Funktionalität und Sicherheit. Schon bald möchte man dazu eine Halle im Materialprüfungsamt NRW anmieten.

„Dortmund ist eine tolle Gründerstadt, in der sich die zuständigen Ansprechpartner persönlich engagieren“, betont Frank Platte, Mitbegründer der Ianus Simulation GmbH. Drei Einzelbüros im Ruhrgebiet hatte die junge Firma im Oktober 2012 zu einem zentralen Standort im Dortmunder ZfP verschmolzen. Der Tipp kam von der Wirtschaftsförderung.

Von hier aus treibt Ianus die Entwicklung von Strömungssimulationen für die Fertigung verschiedenster Produkte voran. Dazu möchte Platte einen Fachmann einstellen, den er aus Studienzeiten kennt. Die Herausforderung: Er ist türkischer Staatsbürger. „Eine Anfrage genügte und die Wirtschaftsförderung hat recherchiert, was bei der Anstellung zu beachten ist, und mir die richtigen Ansprechpartner genannt“, so Platte.

Auch die Gründer der Ruhr Compounds GmbH haben sich für den Unternehmensstandort Dortmund entschieden. „Die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung in Dortmund haben einen ziemlichen ‚Drive‘, von dem man als Neu-Geschäftsmann profitieren kann“, erklärt Mitbegründer Holger Wack. „Zudem ist die Anbindung an Universitäten und Forschungszentren sehr gut.“

Das junge Dortmunder Hightech-Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Gummireste zu innovativen Kunststoffen verarbeiten lassen. Im Juni 2013 zählte das Magazin „WirtschaftsWoche“ die Ruhr Compounds GmbH zu den 20 spannendsten Start-ups Deutschlands. Im Frühjahr 2013 ist sie vom Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik ins Dortmunder ZfP gezogen.

In Dortmund wagen mehr Bürger die Selbständigkeit als woanders. „Das ist kein Zufall“, erläutert Stefanie Gerszewski, Projektkoordination des Innovationslabors bei der Wirtschaftsförderung Dortmund. „Die Stadt optimiert beständig die Startchancen für junge Firmen und tut vieles, um den Einstieg leicht zu machen.“

Die neu gegründeten Unternehmen tragen erheblich zur Beschäftigung und zum Strukturwandel der Region bei, wie eine Untersuchung schon 2009 bestätigte: Fast jeder dritte Beschäftigte (29,3%) war in einem Betrieb tätig, der während der letzten zehn Jahre gegründet wurde. Der Standort liegt damit über dem Bundesdurchschnitt (26,6%).

Die Infrastruktur für das gründerfreundliche Klima in der Stadt gilt als beispielhaft. So bieten neben dem Zentrum für Produktionstechnologie auch der e-port-dortmund, die MST.factory dortmund und das BioMedizinZentrum als Kompetenzzentren ideale Ausgangspunkte für innovative Ideen.

Von sta

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